Mit dem Versand von E-Mail Kampagnen verfolgen Sie mit Sicherheit bestimmte Ziele: die Verbesserung der Markenpräsenz, die Steigerung des Umsatzes, die Erhöhung des Traffics für Ihre Webseite etc. Was auch immer die Ziele Ihrer E-Mail-Strategie sind, die von Ihnen gesendeten E-Mails sollten immer überwacht werden. Mit dem Klick auf dem “Senden”-Button ist es noch lange nicht getan.

Wenn Sie E-Mail Marketing ernsthaft betreiben, dann möchten Sie natürlich wissen, wer Ihre Nachricht geöffnet und welche CTAs die meisten Klicks generieren. Glücklicherweise bieten Ihnen die meisten ESPs einfache und leicht verständliche Statistiken, wie Höhe der Abmeldungen sowie Öffnungs-, Klick- und Rücklaufraten, Kennzahlen die Sie aus der API erhalten. Aber was, wenn Sie noch einen Schritt weiter gehen möchten? Was wäre, wenn Sie den Weg Ihrer Abonnenten genau nachverfolgen möchten? Welche Links klicken diese an und wie navigieren Sie weiter? Kaufen diese am Ende? Wenn Sie es genau wissen möchten, dann haben wir eine Lösung für Sie – das UTM-Tagging.

 

UTM was?

UTM steht für “Urchin Traffic Monitor”. Urchin wiederum ist ein Analyseprogramm für Webstatistiken, das seit 2005 zu Google gehört. Nach der Übernahme erschufen Google und Urchin ein eigenes Webanalyse-Tool: Google Analytics. Auch wenn Urchin seit der Fusionierung nicht mehr gab, der Name blieb.

Die UTM-Parameter ermöglichen Ihnen im Wesentlichen das Hinzufügen nachverfolgbarer Erweiterungen zu Ihren URLs. Die aktuell zur Verfügung stehenden Parameter sind:

  • medium: Dieser Parameter beschreibt das Medium, in dem der Link eingebettet ist. Beispiele: E-Mail, Soziale Medien, Webseite, Referral etc. Unser Tipp: Halten Sie sich hier am besten an die Bezeichnung von Google Analytics.
  • source: Mit diesem UTM-Parameter können Sie die exakte Quelle des Links festhalten. Das können Newsletter, Transaktions-E-Mails, Webseiten, Apps oder Social Media Kanäle sein. Beispiele hierfür sind: Mailjet Newsletter, Facebook, www.mailjet.de etc.
  • campaign: Mit dieser Art UTM-Parameter werden die eigentlichen Kampagnen gekennzeichnet. Wenn sie beispielsweise jeden Monat einen Newsletter an Ihre Abonnenten versenden, sind die einzelnen Newsletter separat auswertbar (nl-07/16; nl-08/16 etc.). Auch Sondernewsletter lassen sich tracken. Beispiele: Sommerangebote 2016, X-Mas Special uvm.
  • term: Falls Sie Paid Search und/oder Empfehlungen verwenden, können Sie diesem Parameter relevante Schlüsselwörter hinzufügen, damit Ihr Link besser identifiziert werden kann.
  • content: Innerhalb einer Kampagnen können Sie je nach Medium verschiedene zu trackende Elemente einfügen. Um diese eindeutig zu identifizieren und separat auszuwerten, können Sie diese Art der UTM-Parameter nutzen. Dieses Vorgehen kann auch im Bereich A/B Testing von Links von Interesse sein.

Bei der Verwendung von UTM-Tagging ist wichtig zu wissen, dass die Parameter medium, source und campaign Pflicht sind. D.h., Sie müssen immer definiert sein. term und content dagegen sind optional und können bei Bedarf eingesetzt werden.

Fazit: Das UTM-Tagging ist eine einfache und effiziente Möglichkeit, Ihre Kampagnen zu kategoriseren, organisieren und hinsichtlich ihrer Performance auszuwerten, ein Verfahren was Ihnen dabei hilft, Ihren ROI zu steigern.

 

Warum ist das UTM-Tagging für Ihre E-Mails so bedeutungsvoll ?

Die wichtigsten Statistiken und Informationen werden wie obens bereits erwähnt über die von Ihnen gesendeten Kampagnen von den meisten ESPs bereitgestellt. Ihre Nachverfolgung endet mit dem Status der E-Mail: gesendet, geöffnet, angeklickt, nicht zugestellt, blockiert, als Spam eingestuft, abgemeldet… Jedoch können Sie nicht erkennen, was passierte, wenn der Leser auf Ihre CTAs geklickt. Dies stellt eine große Einschränkung dar. Aber sehen wir der Tatsache ins Auge, ESPs sind keine CRMs.

An dieser Stelle kommen UTM-Tags ins Spiel. Sie ermöglichen Ihnen das Erkennen der Quelle und des Mediums der Links, die zu Ihrer Ziel-URL führen. Sie können identifizieren, inwiefern Ihre Abonnenten auf die Inhalte Ihrer E-Mail abgesprochen werden und verfolgen diese weiter auf ihrer Customer Journey.

Anhand dieser Daten lernen Sie die Präferenzen Ihrer Leser kennen und können diesen personalisiertere E-Mails mit für sie relevanten Inhalten zusenden. Mit dieser Praxis können Sie Ihre Daten besser segmentieren und fällt es Ihnen leichter, die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe zu wecken sowie ihr Interesse für Ihre Marke zu fördern. Schlussendlich werden Sie dadurch Ihren Umsatz steigern.

 

Das ist eine tolle Sache! Und wie mache ich das mit Mailjet?

Nichts leichter als das! Sie erstellen einen UTM-getaggten Link und fügen ihn in die mit Passport erstellten CTAs Ihres Newsletters ein. Sie werden sich vielleicht fragen: Wie erstelle ich einen UTM-getaggten Link? Nun, dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie können das manuell erledigen, indem Sie ihre Quellen-, Medium- und Kampagnen-Tags direkt bei Erstellen Ihres Links einfügen.

Oder Sie erstellen mithilfe eines einfachen Spreadsheets Ihre eigenen Parameter. Hierzu fügen Sie Ihre Tags und Links in das Dokument ein, verbinden Sie einzelnen Spalten mit einer Verkettungs-Formel und erhalten so eine einsatzbereite, UTM-getaggte URL. Ihnen ist das zu kompliziert? Alternativ nutzen Sie ein Online-Tool für die Linkerstellung, wie z. B. das Google Analytics-Tool zur Linkerstellung. Der fertige Link sieht bei allen drei Varianten dann ungefähr so aus –
www.mailjet.com/blog/utm-tagging/?utm_source=blog&utm_medium=website&utm_campaign=utm_post.

Um die UTM-Parameter zu aktivieren, müssen Sie lediglich Ihre Kampagne absenden. Die Auswertung führen Sie anschließend mit Google Analytics durch. Beachten Sie, dass es bis zu 24 Stunden dauern kann, bis Google alle Daten in sein eigenes Webanalyse-Tool einspielt und abbildet. Werden Sie also nicht panisch, wenn Sie in Ihren Berichten noch keine Ergebnisse angezeigt werden.

Wie Sie feststellen können, ist das UTM-Tagging keine komplizierte Angelegenheit. Bereits mit ein paar kleine Änderungen an Ihren Links können Sie Ihren Umsatz erhöhen und die Beziehung zu Ihren Interessenten und Kunden stärken. Sie wissen also jetzt, was zu tun ist!

 

Wir würden gerne von Ihren Erfahrungen mit UTM-Tags erfahren. Twittern Sie mit uns @mailjet_DE unter dem Hashtag #mailjetmarketing.