Jan Bernecke

Marketing Manager D/A/CH

Wollen Sie Ihre mühevoll gestalteten E-Mail Kampagnen auch lieber im Postfach Ihrer Empfänger sehen als im Spam-Ordner?

Ein großes Problem im E-Mail Marketing ist das Nutzen einer IP-Adresse mit negativen Statistiken, die Spam – Filter Ihrer Empfänger werden diese Adressen aussortieren.

Aber so muss es nicht sein!

Sind Sie am überlegen, welche IP-Adresse sich für Ihr Unternehmen konkret anbietet? Lassen Sie uns dabei behilflich sein.

 

Bevor wir darauf eingehen, welche Vorteile die einzelnen Möglichkeiten für Sie bieten, werfen wir einen Blick auf grundlegende Definitionen und klären die Frage, was IP-Adressen überhaupt sind.

 

Was ist eine IP-Adresse?

Bevor wir darüber nachdenken können, ob eine dedizierte IP oder Shared IP das Richtige ist, müssen wir erstmal klären, was eine IP-Adresse überhaupt ist.

Die Abkürzung “IP” steht für “Internet Protokoll” und ist vergleichbar mit einem Personalausweis für das Internet. Milliarden von digitalen Geräten können auf diese Art unterschieden werden.

Jedem Endgerät (Computer, Server, Smartphone, etc.) wird im Internet eine eigene Nummer zugewiesen, die eine eindeutige Identifizierung möglich macht. Das ist auch wichtig, um Datenpakete korrekt übermitteln zu können.

Beispiel der Funktionsweise einer IP-Adresse

P.S. Kennen Sie eigentlich Ihre IP-Adresse? Wenn nicht, hier finden Sie es heraus.

 

Die IP-Adresse einer E-Mail

Okay, die IP-Adresse kennen wir vornehmlich in Verbindung mit einer Webseite. Doch was hat das nun mit E-Mail Marketing zu tun?

Die IP-Adresse einer E-Mail ist übrigens nicht ortsgebunden, da Sie nicht nur einem einzelnen Empfänger, sondern prinzipiell auch einer Gruppe an Empfängern zugeordnet werden kann.

Wo finde ich die IP-Adresse in meiner E-Mail?
Wenn Sie die IP-Adresse des Absenders erfahren möchte, können Sie das im Quelltext der E-Mail tun. Öffnen Sie die Mail in einem Texteditor, wird sie im Header angezeigt.

E-Mail IP-Adresse herausfinden

Öffnen des Headers zum Herausfinden des E-Mail Absenders.

Jede versendete E-Mail besitzt einen solchen Header, der Ihnen neben der IP-Adresse auch Informationen über das Erstellungsdatum und andere Angaben enthält.

Obwohl Sie auf diese Weise die jeweilige IP-Adresse des Absenders herausfinden können, ist es aus rechtlicher Sicht nicht möglich, diese einem Klarnamen zuzuordnen. Name oder Adresse des Absenders werden Sie aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht in Erfahrung bringen.

Sollte jedoch eine Straftat begangen worden sein und Sie vom Absender der E-Mail etwa betrogen worden sein, kann die Polizei aufgrund der IP-Adresse den Absender ermitteln und zu Rechenschaft ziehen.

 

 

Die Bedeutung der IP-Adresse im E-Mail Marketing

In der Welt der E-Mail Marketings hängt die Reputation des Absenders von der IP-Adresse ab, die von den Servern verwendet wird, die die E-Mails übertragen.

Die Reputation dieser IP-Adresse wird von den verschiedenen am E-Mail Verkehr beteiligten Akteuren (im Wesentlichen Internet-Service-Provider, aber auch E-Mail Versanddienste wie Mailjet) berechnet.

Grundlage dafür sind die Statistiken der Absender in einem bestimmten Zeitraum.

Berechnet werden dabei sowohl Öffnungs- und Klickraten, als auch Spam-Kennzeichnungen und unzustellbare, bzw. geblockte Nachrichten.

Für die Reputation des Versenders ist daher wichtig:

  • keine Kontaktlisten zu kaufen
  • geblockte Adressen zu entfernen
  • ein Double-Opt Verfahren bei der Registrierung zu nutzen
  • einen unkomplizierten Abmeldelink bereitzustellen

Betrachten wir im Folgenden den Unterschied zwischen den beiden möglichen Alternativen einer IP-Adresse.

 

Die Shared IP

Was ist eine Shared IP?

Das Ziel einer gemeinsamen IP (englisch: Shared IP) ist es, dass sich mehrere Nutzer die gleiche IP-Adresse teilen.

Die Verwendung einer gemeinsamen IP erfordert leistungsfähige Server, die in der Lage sind, mehrere verschiedene Datenpakete zu verwalten. Auf diese Weise können sich viele verschiedene Konten eine teilen.

Das hilft besonders Versendern mit einem geringen Versandvolumen, da es mit wenigen versandten E-Mails schwieriger ist, eine positive Reputation aufrechtzuerhalten.

Jeder Benutzer dieses gemeinsam genutzten Servers kann seine eigenen E-Mails versenden, ohne den Versand anderer zu beeinträchtigen.

 

Vorteile von IP-Sharing

Dedizierte IPs sind nicht für jeden die richtige Lösung. Eine gemeinsam genutzte IP-Adresse kann die richtige Wahl für Ihre E-Mail Kampagnen sein. Das sind die Vorteile:

  • Preis
  • Wartung
  • Initialisierungsprozess

1. Preis
Da Shared IPs gemeinsame Server verwenden, ist der erste Vorteil wirtschaftlich. Als komplexe und teure Infrastruktur ist der Einsatz von Shared Servern günstiger als der Einsatz von einzelnen Servern.

2. Wartung
Das Einrichten und die technische Wartung von Shared Servern wird in der Regel durch die Plattform sichergestellt, die den Service und den Server bereitstellt.

Somit muss der Nutzer sich nicht um die verschiedenen technischen Einstellungen und Besonderheiten kümmern, sondern kann sich voll und ganz auf das Erstellen und Versenden von E-Mails konzentrieren.

3. Kein Inititalisierungsprozess
Wenn Sie mit dem Versenden Ihrer E-Mails über eine gemeinsam genutzte IP – Adresse beginnen, profitieren Sie von der bereits bestehenden Reputation.

Diese beruht auf den Statistiken der anderen Nutzer und erspart Ihnen den Aufwärmprozess der Adresse, wie es bei einer dedizierten Adresse notwendig ist.

Bei diesem Prozess für neue, einzigartige IPs sieht eine schrittweise Erhöhung der gesendeten E-Mails in einem bestimmten Zeitraum vor. Dies wird so lange erhöht, bis das gewünschte Sendevolumen erreicht ist und Spam-Markierungen vermieden werden.

Bei einer gemeinsam genutzten IP – Adresse können Sie hingegen vom ersten Tag an Ihre E-Mails versenden.

 

Die Nachteile einer Shared IP

Eine Shared IP hat aber nicht nur Vorteile. Da Sie gemeinsam mit anderen Versendern einen Pool teilen, teilen Sie auch eine Versand-Reputation.

Dies birgt natürlich Gefahren. Bei einer Shared IP gilt das Prinzip “Mitgehangen, mitgefangen”. Sollten Ihre Mitversender Spam-E-Mails versenden, dann kann es passieren, dass auch Ihre E-Mails von Spamfiltern aussortiert werden.

Vorteile Nachteile
Günstiger Preis Teilen der Reputation mit Vielen
Wartungsfrei Gefahr, das eigene E-Mails fälschlicherweise als Spam-E-Mails angesehen werden
Muss nicht vorbereitet werden

Vor- und Nachteile einer Shared IP.

 

Die dedizierte IP

Was ist eine dedizierte IP-Adresse?

Eine dedizierte IP-Adresse wird ausschließlich einem einzigen Absender zugeteilt, sodass sie vor dem ersten Versenden eine neutrale Reputation besitzt.Internet Service Provider und Webmails haben noch nie eine Nachricht von dieser IP-Adresse erhalten.

Es liegt daher in der eigenen Verantwortung des Absenders, sich eine positive Statistik aufzubauen und von den ISPs als vertrauensvoller Absender angesehen zu werden.

 

Vorteile der dedizierten IP

Zu den Hauptgründen für die Wahl einer dedizierten IP-Adresse gehören:

  • Reputationskontrolle
  • Skalierbarkeit
  • Hohe Sendegeschwindigkeit

 

1. Kontrolle über Reputation
Dedizierte IP-Adressen erlauben es Ihnen, Ihren Ruf als Absender komplett unabhängig von dem Sendeverhalten anderer Versender zu kontrollieren.

Dadurch entsteht eine höhere Verantwortung auf Ihrer Seite, da Ihr Sendeverhalten die Grundlage Ihrer Reputation bildet.

Versender, die diese Verantwortung auf sich nehmen, werden allerdings auch mit einer verbesserten Zustellbarkeit belohnt, da Internet Service Provider eine dedizierte IP-Adresse einfacher identifizieren.

Hohe Zustellbarkeitsrate dank dedizierter IP.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihre Reputation überwachen und konstant halten.

 

2. Skalierbarkeit
Wenn Sie eine gemeinsame IP-Adresse verwenden, werden auch die technischen Ressourcen gemeinsam genutzt. Das kann dazu führen, dass durch das hohe Aufkommen von zu verarbeiteten Daten die Leistung des Servers beeinträchtigt wird.

Eine dedizierte IP bietet uns daher einen flexiblen und skalierbaren Service, der große Mengen an Mailings bewältigen kann, ohne durch den E-Mail Verkehr anderer Nutzer beeinträchtigt oder verlangsamt zu werden.

 

3. Trennung von Marketing und Transaktionalen E-Mails
Für den Fall, dass Ihre Marketingkampagnen aus dem einen oder anderen Grund nicht den erwarteten Erfolg haben, können Sie immer auf die zweite dedizierte IP-Adresse zurückgreifen, um eine gute Zustellbarkeit in Ihren Transaktionalen E-Mails zu gewährleisten.

 

Die Nachteile einer dedizierten IP

Nutzen Sie eine IP-Adresse alleine, so liegt auch die Verantwortung für diese ganz in Ihrer Hand.

Hinzukommt, dass dedizierte IP-Adressen kostenintensiver sind als gemeinsam genutzte Adressen, da die Bereitstellung und Initialisierung einen gewissen Aufwand erfordert.

Darin zeigt sich bereits ein weiterer Nachteil: Um eine solche Adresse nutzen zu können, muss zunächst eine erste Aufwärmphase von einigen Wochen für die Adresse durchgeführt werden, um als legitimer E-Mail Versender anerkannt zu werden.

Vorteile Nachteile
Bessere Kontrolle der Absender-Reputation Initialisierungsprozess für neue Adresse notwendig
Skalierbarkeit Höhere Kosten
Möglichkeit verschiedene Arten von E-Mails zu trennen

Tabelle: Vorteile und Nachteile einer dedizierten IP-Adresse

 

Welche Art von IP soll ich wählen?

Die Entscheidung, ob sich eine dedizierte oder gemeinsame IP für Sie anbietet, hängt vor allem von Ihren Zielen als E-Mail Versender ab.

Aspekte wie Sendevolumen, Häufigkeit und die Qualität Ihrer Kontaktliste sollten unbedingt beachtet werden.

Dedizierte IPs sind die richtige Wahl für Absender großer Mengen von E-Mails, die ihre Kampagnen mit einer stabilen Frequenz an eine saubere Liste senden. Auf diese Weise generieren Sie eine gute Sendestatistik.

Während ein Vielsender mit dedizierter IP die Kontrolle über seine Reputation bewahren kann, würde diese bei einem Nutzer mit wenig und unregelmäßig gesendeten E-Mails großen Schaden nehmen.

Shared IPs sind dagegen die perfekte Wahl für Absender mit geringerem Volumen oder für diejenigen, die ihre E-Mails weniger regelmäßig versenden. Auf diese Weise werden Sie von der Aktivität anderer Absender profitieren, um den Ruf der IP aufzubauen und zu erhalten.

Mailjets Customer Success Manager Kyle erklärt den Unterschied zwischen den beiden alternativen Adressen

 

Wenn wir sowohl Marketing als auch Transaktionale E-Mails versenden, dann macht die Verwendung einer dedizierte IP mehr Sinn. Hier können Sie für jede dieser Nachrichtenarten eine eigene IP-Adresse festlegen.

 

IP-Adressen bei Mailjet

Wir bei Mailjet bieten unseren Kunden sowohl Shared IP als auch dedizierte IP-Adressen an.

Bei Mailjet überwachen wir unsere Server sorgfältig, um den sehr guten Ruf unserer gemeinsamen IP-Adressen aufrechtzuerhalten und allen unseren Benutzern eine optimale E-Mail Zustellbarkeit zu bieten.

Nutzer mit geringerem Sendevolumen und unregelmäßigen Versandzeiten profitieren auf die Weise von der gemeinsam genutzten IP-Adresse und deren Reputation.

Wir bieten jedoch auch die Möglichkeit, eine dedizierte IP-Adresse zu verwenden, um den Ruf des Absenders für alle Kunden, die einen Plan von 150.000 E-Mails pro Monat oder mehr abonnieren, genauer kontrollieren zu können.

Wenn Sie vorhaben eine große Anzahl von E-Mails zu versenden, wenden Sie sich einfach an unser Support-Team, um eine dedizierte I -Adresse anzufordern. Es ist kostenlos. 😉

Erfahren Sie hier mehr über das Angebot von dedizierten IP-Adressen bei Mailjet.

Aber denken Sie daran: Egal, ob Sie sich für eine Shared IP oder eine dedizierte IP entscheiden, es ist wichtig zu wissen, wie Sie unsere Absender-Reputation pflegen. Nur so können wir unseren Nutzern die beste Zustellbarkeit gewährleisten.

 

Und jetzt?

Die Wahl, für welche Variante Sie sich entscheiden, hat wie bereits gesagt, maßgeblichen Einfluss auf die E-Mail Zustellbarkeit. Sie kennen nun den Unterschied zwischen einer dedizierten IP und einer Shared IP und inwiefern sich diese beiden Alternativen für die einzelnen Ziele beim Versenden von E-Mails anbieten.

Ihre Sendestatistiken und Zustellbarkeitsraten sind allerdings nicht nur von der jeweiligen IP-Adresse abhängig. Doch kennen Sie die 31 anderen Faktoren?

Wir haben einen kostenlosen Guide mit über 32 Faktoren erstellt, die darüber entscheiden, ob Ihre E-Mails es in den Posteingang schaffen, in den Spam-Ordner landen oder bereits vorher abgewiesen werden. Diesen können Sie hier kostenlos herunterladen:

 

Eine große Rolle spielen u.a. die Server, über die Ihre Daten gesendet werden.

Über die wichtige Funktion dieser Server sollten sich Versender von E-Mails Bewusst sein, denn die Entscheidung, welchen Server Sie verwenden, ist grundlegend für Ihren Erfolg beim Versenden Ihrer Mails.

Erfahren Sie in diesem Blogartikel alles darüber, wie unsere SMTP Server funktionieren und welche Vorteile sie Ihnen bieten.