Thomas Hajdukowicz

Thomas Hajdukowicz

Wir wissen alle, dass Transaktions-E-Mails nicht immer toll aussehen und auch ziemlich langweilig sein können. Sicher ist es wichtig zu wissen, dass Ihre Zahlung verarbeitet wurde oder dass diese neuen Jeans, die Sie kaum erwarten können, schon versendet wurden. Aber so wichtig und sehnlichst erwartet diese Nachrichten auch sein mögen, fast immer sind sie nichtssagend und haben kaum etwas mit der Marke zu tun  Normalerweise senden Unternehmen, die Transaktions-E-Mails verwenden, einfach die relevanten Informationen (Rechnung, Bestätigung, Beleg, Passwortrücksetzung usw. ) so simpel wie möglich (z.B. nur Text).
Wir haben ein paar kreative Transaktions-E-Mails analysiert, um Ihnen zu zeigen, dass sie nicht langweilig sein müssen und sogar durch Upselling als neue Umsatzquelle genutzt werden kann.

Der äußere Eindruck zählt

Das Erste, was Unternehmen in ihrer Transaktions E-Mail Strategie leicht umsetzen können, ist die Erstellung von Nachrichten, die nicht nur relevant und interessant sind, sondern auch gut aussehen. Das ist bei Transaktions-E-Mails äußerst einfach: es gibt weder einen komplizierten Code zu erstellen noch eine Datenbank, die mit Ihren SMTP-Relays verbunden werden muss. Alles, was Sie brauchen, ist ein gutes Design und jemand, der es in Ihre E-Mails integriert.

Eine gut gestaltete Transaktions-E-Mail ist natürlich wirksamer. Eine geeignete Struktur – anstelle einer rein textbasierten E-Mail, die wie ein Supermarktbeleg aussieht – wird dem Empfänger helfen, die Informationen, die er sucht, schneller zu identifizieren. Diese positive Erfahrung wird einen besseren Eindruck von Ihrer Marke hinterlassen.

Unser Beispiel ist eine Kaufbestätigungs-E-Mail von MK2, einer französischen Kinokette. Sie können sofort alle notwendigen Informationen einsehen: Standort des Kinos, ausgewählter Film, Auftragsnummer (um die eigentliche Eintrittskarte zu erhalten) und natürlich Kaufdaten. Falls Sie die Kontextinformationen (Filminformationen und QR-Code) wegnehmen, bleibt immer noch eine lesbare, ordentlich gestaltete E-Mail übrig, die die visuelle Identität der Marke verwendet. Ihre Kunden werden Ihnen dafür dankbar sein.

mk2

Nutzen Sie Ihre Daten

Wie Sie sehen können, hat das Unternehmen beim vorstehenden Beispiel Daten integriert, die der Benutzer eingegeben hat, um die Fahrkartenzahlung zu verarbeiten. Das ist eine kluge Methode, um den Empfänger neben den Informationen, auf die er gewartet hat, (hier eine Bestätigung) daran zu erinnern, was er gekauft hat.

Da Sie die Daten, die Sie brauchen, bereits haben, zögern Sie nicht, Sie auch zu Ihrer Transaktions-E-Mail hinzuzufügen. Dieser Mehrwert ist eine nette Ergänzung einer sonst ausdrucksschwachen Nachricht. Hier sendet die Taxi-App Chauffeur Privé Ihnen nicht nur einen Beleg für die Fahrt, die Sie gerade abgeschlossen haben, sondern auch eine Zusammenfassung der Route sowie Abholungsdatum und -zeitpunkt. Das sind alle nützliche Informationen, besonders wenn man Protokoll führen muss oder sich einfach nur erinnern möchte, wo man am Vorabend eigentlich war, falls man ein Glas zuviel hatte.

 

chauffeur_prive

Gehen Sie einen Schritt weiter

Wie wir bei den vorhergehenden Beispielen gesehen haben, sind Transaktions-E-Mails eine gute Methode, um Ihren Nutzern eine bessere Nutzererfahrung zu verschaffen und die Wiedererkennungswert Ihrer Marke zu erhöhen. Sie können aber auch ein wunderbares Marketing-Tool sein. Wie Sie vielleicht wissen, haben Transaktions-E-Mails 4- bis 8-mal so hohe Öffnungs- und Klickraten wie Marketing-E-Mails. Das ist natürlich eine geniale Gelegenheit, um eine Werbebotschaft in diese sehr gefragten (und abgerufenen) E-Mails einzufügen. Doch seien Sie vorsichtig: Die E-Mails, die Ihre Server verlassen werden, sind Transaktions-E-Mails und müssen auch so aussehen. Vergeuden Sie diese Gelegenheit nicht, indem Sie zu aufdringlich sind. Ihre Werbeinhalte müssen effizient und doch diskret genug sein, um die Kunden nicht zu bedrängen.

Historisch bekannt für das Nutzen dieser E-Mail-Methode ist Amazon. Dieser Marktplatz nutzt die Kauf- und Rechnungsbenachrichtigungen, die er sendet, ausführlich, um intelligente Marketingnuancen hinzuzufügen, mit Produkten, die Sie interessieren könnten (entweder weil sie eine Brücke zu früheren Einkäufen schlagen, oder weil Sie in der Vergangenheit nach ihnen gesucht haben).

amazon
Mit der gleichen Idee bietet die französische Bahngesellschaft SNCF ihren Kunden nach der Buchung einer Fahrkarte zahlreiche Dienstleistungen an. Hier ist eine Zusammenfassungs-E-Mail, die nach der Buchung einer Fahrt gesendet wird. Der Kern der E-Mail sind natürlich die Infos zur Fahrt. Aber wenn Sie in der Nachricht nach unten scrollen, sehen Sie zahlreiche Services, die direkt mit Ihrer Reise zusammenhängen. Dienstleistungen wie Autovermietung vor Ort, empfohlene Restaurants in der Region oder Freizeitangebote. Bei einem Unternehmen, das auf den Passagiertransport spezialisiert ist, sind diese Informationen für Kunden sehr wertvoll.

voyages-sncf

Transaktions-E-Mails und Internet der Dinge: ein Vorgeschmack auf die Zukunft?

Schauen wir zum Schluss ein bisschen in die Zukunft. Mit der zunehmenden Beliebtheit des „Internet of Things“ gewinnen Transaktions-E-Mails vielleicht ganz besonders an Bedeutung. Das gesamte Konzept vernetzter Geräte beruht darauf, dass sie online Daten mit Ihnen austauschen. Für Benachrichtigungen scheinen E-Mails das beste Tool zu sein, da quasi jeder eine E-Mail-Adresse hat und die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass Sie als Besitzer vernetzter Geräte auch über ein Smartphone verfügen (wo Sie die Benachrichtigungen, die die Geräte senden, erhalten und lesen).

Hier macht Fitbit, das Unternehmen, das für seine tragbare Technologie bekannt ist, den Kunden per E-Mail darauf aufmerksam, wenn der Batteriestand seines Fitbit Flex niedrig ist, und liefert gleichzeitig eine Ladeanleitung mit. Nicht nur wird der Nutzer das Gerät aufladen. So einfach, aber so effektiv! Sondern Fitbit liefert auch einen klaren Link zum Abmelden, für den Fall, dass der Nutzer diese spezifischen Benachrichtigungen nicht mehr erhalten möchte.

fitbit
Fazit: Langweilige Transaktions-E-Mails können vermieden werden. Es braucht lediglich ein wenig Kreativität. Und für das Übrige können Tools wie Passport für Transaktions-E-Mails Ihnen helfen, mehr aus diesen Nachrichten zu machen. Verabschieden Sie sich vom nichtssagenden Beleg und holen Sie das meiste aus Ihren Transaktions-E-Mails heraus, um Mehrwert und neue Umsatzkanäle zu schaffen!