Kennen Sie das: Sie haben wertvolle Zeit damit verbracht, Ihre letzte E-Mail Kampagne zu perfektionieren und dann gelangte ein gewisser Teil davon im Spam-Ordner?

Es gibt wohl kaum frustrierenderes für einen E-Mail Marketer als dies.

Doch es gibt verschiedene Best Practices, die Sie befolgen können, um die Spamfilter zu passieren und damit den Spam-Ordner zu vermeiden.

In diesem Artikel erfahren Sie wie. Wir erklären, wie Spamfilter funktionieren, besprechen, welche konkreten Taktiken Sie anwenden können, um den Spam-Ordner zu vermeide und sagen, wie Sie Spam-Filtertests durchführen können

Die richtige E-Mail Marketing Praxis kann den Unterschied ausmachen. Um zukünftig keine E-Mail Marketing Tipps und Tricks zu verpassen, abonnieren Sie unseren Newsletter.

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Was sind Spam-E-Mails?

Spam-E-Mails, auch Junk-E-Mail genannt, bezieht sich auf bösartige, unerwünschte E-Mails von „Spammern“, ohne für den Empfänger einen Mehrwert zu bieten (z.B. Ihren Computer mit einem Virus anzugreifen).

Es handelt sich um nicht vertrauenswürdige Nachrichten, die nicht nur nerven, sondern häufig auch betrügerisch motiviert sind. Ziel ist es die Empfänger zu manipulieren und zu einer bestimmten, für den Absender vorteilhaften Aktion zu bewegen.

Grundsätzlich lassen sich zwischen zwei Arten von Spam-E-Mails unterschieden:

  1. Kriminell motivierte Nachrichten
  2. unerwünschte Marketing E-Mails.

Zu kriminell motivierten Nachrichten gehören

  • Backscatter (automatische von gefälschten Absenderadressen versendete Antwort-E-Mails) sowie
  • Phishing-Mails (Betrügerische E-Mails mit dem Ziel sensible Daten wie Kundenlogin, Bankverbindungen etc. zu erbeuten).

Zu ungewollten Marketing E-Mails zählen

  • Unsolicited Commercial Emails (Unbestellte Werbe-E-Mails) und
  • Unsolicited Bulk Emails (Unbestellte Massen-E-Mails).

 

 

Warum Spam ein Problem ist

Spam gibt es fast so lange, wie es die E-Mail gibt. Die erste Spam-E-Mail wurde bereits 1978 versandt. Und seitdem sind sie ein Problem.

Laut Return Path’s Zustellbarkeits- Benchmark Report 2017 landen nur 30% der weltweit versendeten E-Mail im Posteingang. Der Rest wird von den ISPs als Spam eingestuft (6%) oder anderweitig geblockt (14%).

Untersuchung zur E-Mail Zustellbarkeit von Return Path

Weltweite Posteingangsrate im Jahr 2017.

In Deutschland liegt dieser Wert sogar bei 8% bzw. 13%.

Untersuchung zu Spam von Return Path

Posteingangsrate in Deutschland im Jahr 2017.

Doch warum sind Spam-E-Mails überhaupt ein Problem?

Deklariert ein ISP selber oder dessen Nutzer eine bestimmte E-Mail als Spam, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass zukünftig weitere, wenn nicht alle E-Mails von einem bestimmten Versender blockiert oder aussortiert werden.

Statt im Posteingang landen die Nachrichten dann im Spam-Ordner oder werden vorab herausgefiltert. In Folge sinkt Ihre E-Mail Zustellbarkeitsrate.

 

Für E-Mail Marketer ist dies das Worst-Case-Szenario. Er bezahlt dann für E-Mails (Kosten für E-Mail Software plus Personalkosten), die zwar versendet werden, aber nicht ankommen.

Beispielkalkulation E-Mail Marketing ROI

Beispielkalkulation für einen Newsletter eines Onlineshops.

 

Wann landen E-Mails im Spam-Ordner?

“Warum landen meine E-Mails im Spam?” Kaum eine Frage hören wir als E-Mail Marketing Software als diese.

Doch bevor wir hier konkrete Maßnahmen ergreifen können, müssen wir verstehen, wie der E-Mail Versand aus technischer Sicht erfolgt, an welcher Stelle die Spamfilter eine Rolle spielen und wie diese funktionieren.

 

Grundlegendes zum Spamfilter

Der Spamfilter ist zunächst eine Software, die Nutzer vor unerwünschten und schädlichen E-Mails schützt. Diese erkennt solche Spam-Mails oder -Kommentare automatisch, löscht diese oder verschiebt sie in einen Spam-Ordner.

Grundsätzlich gibt es nicht den einen Spamfilter, sondern eine Vielzahl davon. Sie können auf Webseiten wie Blogs oder Foren und in E-Mail Programmen (wie Gmail, Yahoo, AOL) installiert werden.

Jeder Spamfilter funktioniert im Detail anders, verfügt über ein anderes Bewertungssystem, hat eigene spezifische Parameter und Listen.

Und genau hier liegt die Schwierigkeit: Was bei einem Anbieter als Spam-Nachricht gilt, kann bei einem anderen wiederum als “normale” E-Mail eingestuft werden.

 

Wann E-Mails auf Spamfilter treffen

Der Weg einer E-Mail vom Versender zum Empfänger ist ein langer. Die E-Mail hat auf ihrem Weg eine Reihe von Stationen zu durchlaufen.

 

Schritt 1: E-Mail erstellen

Die E-Mail wird zunächst erstellt. Bereits bei der E-Mail Erstellung entscheidet es sich, ob sie überhaupt eine Chance hat, den Posteingang erfolgreich zu erreichen oder nicht.

 

Schritt 2: ESP bereitet den E-Mail Versand vor

Nachdem der Versender auf “Senden” gedrückt hat, übernimmt die genutzte E-Mail Marketing Software, auch E-Mail Service Provider (ESP) genannt.

Dieser…

  • fügt der E-Mail eine Digitale Signatur zu (DKIM),
  • wandelt den Header und den Inhalt um,
  • bewertet die Textlänge, Wort- und Zeichenwahl,
  • überprüft die E-Mail auf Spam oder Malware und
  • kontrolliert die DNS um sicherzugehen, dass die Empfänger existieren.

Ist alles in Ordnung, dann kommt es zum tatsächlichen E-Mail Versand.

 

Schritt 3: Erste Prüfung durch den Empfänger-ISP

Nachdem die E-Mail beim Ziel E-Mail Client, auch Internet Service Provider (ISP) genannt, angekommen ist, prüft dieser die E-Mail, ob

  • die Reputation des Absenders in Ordnung ist und ob dieser auf einer Blackliste steht,
  • die SPF und DKIM richtig sind,
  • die Metadaten, Format und E-Mail Struktur (HTML-Code) stimmen,
  • der Posteingang des Empfängers voll ist.

Hat der ISP bei allen vier Punkten nichts zu beanstanden, dann akzeptiert er die E-Mail in seinem Netzwerk.

Doch falls die E-Mail diese Überprüfung nicht besteht, wird diese abgewiesen. Man spricht hier von einem Bounce.

 

Schritt 4: Zweite Prüfung durch den Empfänger-ISP

Nachdem die erste Prüfung überstanden ist, schaut sich der E-Mail Client die E-Mail ein zweites Mal an. Konkret erfolgt ein Abgleich mit

  1. dem eigenen Spamfilter
  2. die Absender-Reputation mit der eigenen Liste

An diesem Punkt entscheidet der ISP, ob er die E-Mail in den Posteingang lässt oder in den Spam-Ordner verschiebt. Hat die E-Mail diese letzte Hürde überstanden, dann erscheint die E-Mail im Posteingang des Empfängers.

Jetzt kennen wir den Weg einer E-Mail. Die E-Mail passiert auf den Weg vom Versender zum Empfänger demnach zwei Spamfilter.

Wie wir ebenfalls sehen, ist der E-Mail Versand relativ kompliziert. In diesem Artikel erhalten Sie weiterführende Informationen dazu: Der Weg einer E-Mail aus technischer Sicht.

 

 

So passieren Sie die Spamfilter

Wie wir gesehen haben, legen Spamfilter verschiedene Kritieren für die Beurteilung einer E-Mail an.

Doch Spam-E-Mails haben die lästige Eigenschaft, dass sie sich ständig anpassen und mehr oder weniger erfolgreich E-Mail Benutzer, ISPs und ESPs austricksen.

Zwar werden Spamfilter immer besser damit, solche Nachrichten zu erkennen und herauszufiltern, doch eine vollständige Selektion ist bislang kaum möglich.

Aus diesem Grund ist Ihre beste Versicherung folgende E-Mail Marketing Best Practice zu verfolgen. Diese wiederum gliedern sich in die folgenden drei Bereiche:

  1. Technische Einrichtungen
  2. Datenqualität
  3. Redaktionelle Erstellung

 

Technische Einrichtungen vornehmen

Eine ordentliche technische Konfiguration ist die Grundlage. Ohne geht es nicht. Daher ist es umso wichtiger, hier genau zu arbeiten.

Um den Spamfilter passieren zu können, gehen Sie bei der technischen Einrichtung folgendermaßen vor:

 

✓ Verifizieren Sie Ihre Domain

Verwenden Sie eine benutzerdefinierte Domain-E-Mail Adresse, die mit Ihrer Website verknüpft ist. Indem Sie Ihre Domain authentifizieren, erhöhen Sie die Absender-Reputation Ihres Domain-Namens.

E-Mail Adresse mit Domain verknüpfen

Absender Domain einrichten bei Mailjet

Richten Sie dazu auch die SPF, DKIM und DMARC ein.

Das Sender Policy Framework (SPF) ist ein E-Mail Validierungsprotokoll, das entwickelt wurde, um E-Mail Spoofing zu erkennen und zu blockieren, indem es einen Mechanismus bereitstellt, der es dem Empfänger ermöglicht, zu überprüfen, ob eingehende E-Mails von einer Domäne von einer von den Administratoren dieser Domäne autorisierten IP-Adresse stammen.

Wie man SPF bei Mailjet einrichtet

SPF Einrichtung bei Mailjet

Die Domain Keys Identified Mail (DKIM) ist eine E-Mail-Authentifizierungsmethode, um E-Mails auf der Ebene des Message Transfer Agents (MTA) mit öffentlichen und privaten Schlüsseln zu signieren und zu verifizieren.

Die öffentlichen Schlüssel werden in DNS TXT-Records veröffentlicht. Das DKIM authentifiziert die Quelle und ihren Inhalt.

Wie man DKIM bei Mailjet einrichtet

DKIM Einrichtung bei Mailjet.

Das Domain-Based Message Authentication Reporting and Conformance (DMARC) ein E-Mail Validierungssystem, um gegen Techniken vorzugehen, die häufig in Phishing und Spam-E-Mails verwendet werden, wie z.B. E-Mails mit gefälschten Absenderadressen, die scheinbar von legitimen Organisationen stammen.

Wie Sie bei Mailjet Ihre Absender Domain einrichten, erfahren Sie hier: SPF & DKIM Authentifizierung.

 

✓ Verknüpfen Sie Ihre E-Mail Adresse mit einer aktiven Webseite

Das Senden von E-Mails von einer Adresse, die mit einer inaktiven oder leeren Website verknüpft ist, macht ISPs verdächtig.

Marketing E-Mails enthalten in der Regel einen Link zu einer Webseite. Verknüpfen Sie Ihre E-Mail Adresse mit einer aktiven Webseite, erhöhen Sie das Vertrauen, dass hier kein Betrüger am Werk ist.

 

✗ Vermeiden Sie die Verwendung von kostenlosen webbasierten E-Mail Adressen

Die gegebene Absenderinformation ist ein wesentliches Element im Kampf gegen Spam. Der Absendername entscheidet wesentlich darüber, ob Ihre E-Mail geöffnet oder ungelesen gelöscht oder als Spam markiert wird.

Verwenden Sie nach den @ Ihren Markennamen. Dies schafft eine eindeutige Zuordnung Ihrer E-Mails. Kostenlose webbasierte E-Mail Adressen wie @gmail, @yahoo, @web, @hotmail etc. sind gerade bei Selbstständigen und Kleinstunternehmen beliebt. Vermeiden Sie dennoch solche E-Mail Adressen.

Hinsichtlich der Information vor dem @ gilt:

Wählen Sie vor dem entweder einen nicht personengebundenen Absendernamen wie kontakt@, info@, shop@ ,hallo@, newsletter@ oder kundensupport@.

Wenn Sie Einzelunternehmer sind und nur einen Postfach haben, bieten sich eine Kombination aus Ihren Eigen und Unternehmensnamen an.

Sofern Sie als persönliche Brand auftreten, ist auch nur ihr eigener Name denkbar.

Beispiele für Absendernamen

Verschiedene Absendernamen im Mailjet Backend.

Warum von Webadressen anzuraten sind, erfahren Sier hier: Webmail-Adressen: Das spricht gegen Gmail, Hotmail, GMX und Co.

 

✗ Vermeiden Sie noreply@ E-Mail Adressen

Wir haben Ihn gerade einige Beispiele für den E-Mail Absendernamen genannt. Welchen Sie jedoch lieber vermeiden sollten, ist das berühmte noreply – egal ob sich dabei um Marketing oder Transaktionale E-Mails handelt.

Warum?

Die E-Mail Kommunikation erscheint hier unpersönlich und nicht gewollt. Solche E-Mail Absendernamen erwecken den Eindruck, als wenn der Absender keine Antwort vom Empfänger haben möchte.

Das kann unter Umständen problematisch sein…

Bei Marketing E-Mails erscheint es, als wenn das Unternehmen “lediglich” seine Werbung platzieren möchte und an einen wirklichen Austausch mit dem Empfänger eher weniger interessiert sei.

Marketing E-Mails mit noreply

Beispiele für Marketing E-Mails mit noreply@ Absendername.

In diesem Fall ist der Empfänger eher dazu geneigt, sich von diesen E-Mail abzumelden oder gar als Spam zu markieren.

Bei Transaktionalen E-Mails, die wichtige Informationen erhalten wie Rechnungen, Tickets etc. kann der Empfänger sich bei Buchungsfehlern alleingelassen fühlen.

Transaktionale E-Mail mit noreply

Beispiel für Transaktionale E-Mail mit noreply@ Absendername.

Und schlimmer noch. Oftmals fehlen sogar Anweisungen, was der Empfänger bei Problemen machen soll. Guter Kundensupport sieht anders aus.

 

✓ Versenden Sie über eine dedizierte IP-Adresse

So wie auch Banken die Schufa zur Bestimmung einer Kreditwürdigkeit einsetzen, vergeben die ISPs (Gmail, Yahoo usw.) einen Reputationswert für jede IP-Adresse der Absender.

Eine dedizierte IP-Adresse ist Ihre eigene private IP, die nur mit Ihrer Webseite verknüpft ist.

Mit einem dedizierten Server für das E-Mail Marketing erhalten Sie die Freiheit und Ressourcen, Ihre Kampagnen jederzeit zu skalieren.

Eine dedizierte IP-Adresse zu haben bedeutet, dass Sie die Reputation Ihrer IP-Adresse nicht mit anderen Benutzern auf einer E-Mail Plattform teilen müssen.

Andernfalls gilt  das “Mitgehangen, mitgefangen”-Prinzip. Sofern andere E-Mail Versender, die vom gleichen Pool aus versenden, Schabernack betreiben und dafür von ISPs bestraft werden, dann werden Sie davon ebenfalls betroffen sein.

Mit einer dedizierten IP umgehen Sie das Problem.

Diese Praxis macht vor allem dann Sinn, wenn Sie monatlich E-Mails im sechsstelligen Bereich versenden.

Lesen Sie mehr darüber in dem Blog: Wie Sie die Reputation Ihrer IP-Adresse überwachen.

 

Gute Datenqualität garantieren

Die E-Mail Kontaktliste ist das Herzstück. Ohne Empfänger kein E-Mail Marketing. Doch je besser die Datenqualität, desto weniger Probleme werden Sie mit dem Spam-Ordner haben.

 

✗ Kaufen Sie keine E-Mail Kontaktlisten von Dritten

Prinzipiell gilt es keine E-Mail Kontaktlisten von Dritten zu kaufen, auszuleihen oder zu kopieren. Die Verwendung von solchen Listen ist pure Geldverschwendung.

Diese Listen enthalten viele Spam-Fallen und E-Mail Adressen von schlechter Qualität. Die Verwendung solcher E-Mail Listen verstößt auch gegen die Versandrichtlinien von zahlreichen E-Mail Marketing Softwares.

Möglichkeiten E-Mail Kontaktlisten bei Mailjet zu erstellen

Auch Mailjet erlaubt die Verwendung von fremden Kontaktlisten nicht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese E-Mails Adressen den Spamfiltern bereits bekannt sind, ist hoch. Wenn die versendete E-Mail an diese Adresse versendet wird, wird sie automatisch als Spam betrachtet.

Enthält die E-Mail Liste mehrere solcher E-Mail Adressen, dann haben Sie ein Problem. Lassen Sie also lieber die Finger davon.

 

✓ Bauen Sie qualitativ hochwertige E-Mail Kontaktlisten auf

Entwickeln Sie stattdessen qualitativ hochwertige E-Mail Kontaktlisten mittels Double Opt-In Verfahren. Dies macht insbesondere seit dem Inkraftsetzen der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Ende Mai 2018 Sinn.

Auf diese Weise gehen Sie sicher, dass Sie keine falsch eingegebenen oder gefälschten E-Mail Adressen erhalten.

Double Opt-In Verfahren bei Mailjet
Beispiel für Double Opt-In Verfahren bei Mailjet.

Alles, was Sie über das Double Opt-In Verfahren wissen müssen, erfahren Sie hier: Newsletter-Liste DSGVO-konform aufbauen.

 

✓ Bereinigen Sie regelmäßig Ihre Kontaktlisten

Überwachen Sie Ihre E-Mail Kampagnen Performance. Hierzu zählt vor allem die Bounce-Raten und Spam-Raten.

Entfernen Sie hierzu ältere, nicht aktivierte oder blockierte E-Mail Adressen. Wir empfehlen ein grobe Reinigung nach jeder versendeten Kampagne. Nach 6 Monaten ist eine große Reinigung fällig.

Die meisten E-Mail Marketer sehen Ihre E-Mail Listen nur ungern schrumpfen. Kontakte dann noch selber auszutragen, erscheint dann umso mehr schmerzhaft.

 

Doch seien wir ehrlich: Wenn Ihre E-Mail-Empfänger Ihre E-Mails seit einer Weile nicht mehr geöffnen, dann werden Sie es wohl auch zukünftig nicht tun. Und wieso sollten Sie für Empfänger bezahlen, die Ihre Newsletter etc. eh links liegen lassen?

Hinzu kommt, dass sich Ihre genutzte E-Mail Software auch Ihre E-Mail Öffnungsraten anschauen. Ist diese ungewöhnlich niedrig, dann kann es passieren, dass dieser zukünftig Ihre E-Mails nur eingeschränkt an die ISPs weiterleitet (Schritt 2).

Möglichkeit Empfänger von Kontaktliste zu entfernen

Wie Sie Empfänger händisch aus der Kontaktliste austragen.

Eine genaue Anleitung, wie Sie Ihre E-Mail Kontaktlisten richtig pflegen, lesen Sie hier: So bringen Sie Ihre Kontaktlisten in Ordnung.

 

E-Mail Inhalt richtig angehen

Neben der technischen Implementierung und der Datenqualität Ihrer Kontaktlisten, ist der E-Mail Inhalt entscheidend, ob Ihre Kampagnen von den Spamfiltern aussortiert werden oder passen lassen.

 

✓ Schreiben Sie wirklich gute E-Mail Betreffzeilen

Wie wir eben bereits angedeutet haben, spielen die E-Mail Öffnungsraten eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Nicht nur hinsichtlich der Vermeidung des Spam-Ordners sollten Sie hohe Öffnungsraten anstreben.

Gut verfasste Öffnungsraten sind neben dem Absendernamen und Versandzeitpunkt dafür das Schlüsselelement.

Im Folgenden ein paar konkrete Tipps:

Obligatorisch 
Macht neugierig auf den Inhalt
Beinhaltet die wichtigste Information
Ist nicht länger als 60 Zeichen
Preheader ist vorhanden
Fordert den Leser auf
Enthält keine Spam-Wörter
Normale Groß- und Kleinschreibung
Keine mehrere Satzzeichen hintereinander sind vorhanden (Bsp. !!!)
Keine falsche Versprechungen werden gemacht
Optional
Satzzeichen sind enthalten
Symbole und Emojis sind enthalten
Zeitliche Begrenzung
Zahlen & Fakten

Checkliste: E-Mail Betreffzeile richtig schreiben

Wie Sie dies genau anstellen, erfahren Sie in diesem Artikel: E-Mail Betreffzeilen verfassen: die 11 besten Tipps.

 

✗ Vermeiden Sie die Verwendung von Spam-Wörter

Eines der wichtigsten Kriterien, die die Spamfilter bei der E-Mail Beurteilung anlegen, ist der Grad an enthaltenen “Spam-Wörtern”.

Spam-Wörter sind Begriffe, die…

  • prinzipiell keinen oder wenig Nutzen für den Empfänger haben.
  • als Trigger wirken, sprich sollen ein bestimmtes Gefühl auslösen.
  • zu einer sofortigen Handlung motivieren.

Wenn Sie solch kritischen Wörter vermeiden, reduzieren Sie die Wahrscheinlichkeit, dass die Spamfilter hier “anschlagen”.

Einige Themen sind besonders gefährdet als Spam-Mail angesehen zu werden. Dazu gehören u.a. Glücksspiel, Shopping, Gesundheit und Dating. Hier schauen die Spamfilter in der Regel genauer hin und sortieren solche E-Mails im Zweifelsfall aus.

Glücksspiel Shopping Gesundheit Dating
Kein Scherz Jetzt zuschlagen Haarausfall behandeln Partner finden
Keine Abzocke Special Deal Cellulite Sexy Männer/Frauen
Gewinn einlösen Begrenzte Zeit Leicht abnehmen Singles kennenlernen
Poker Schnäppchen Falten entfernen Traummann/frau
Wette Nur heute verfügbar Wunderheilung Fetisch

Tabelle: Beispiele für Spam-Wörter in E-Mails.

Wir haben für Sie eine kostenlose Checkliste zusammengestellt, die über 120 Spam-Wörter und Begriffe enthält, die Sie in Ihren E-Mail vermeiden sollten. Klicken Sie dazu einfach auf folgendes Bild:

 

✓ Achten Sie auf das richtige Text-Bild Verhältnis

Es gibt einige E-Mail Praktiken, die Spammer ganz besonders gerne verwenden, um die Spamfilter zu umgehen. Eines davon ist die exzessive Verwendung von Bildern. Das wissen auch Gmail, Hotmail und Co. und verschieben diese E-Mails gerne in den Spam-Ordner oder blockieren sie sogar.

Wir empfehlen ein ausgewogenes Verhältnis von Text und Grafik von 60:40 oder 70:30 zugunsten des Textes.

Zu große Bilder sind ebenfalls ein Problem. Je größer das Bild, desto länger die Ladezeit. Je nachdem, wo der Empfänger die E-Mail abruft, kann es zu Ladeproblemen kommen.

Info bei Mailjet wenn Bilder für E-Mails zu groß sind

Mailjet’s Drag-and-Drop Editor informiert Sie, wenn die Bilder zu groß sind.

Da die E-Mail Clients bemüht sind, stets eine gute Nutzererfahrung bieten zu können, sortieren sie gerne solche E-Mails daher aus.

Das Thema Bilder in E-Mails ist relativ komplex. In unserer umfassenden Anleitung “Bilder in E-Mails richtig verwenden” erfahren Sie alles, was Sie dazu wissen müssen.

 

✓ Versenden Sie Ihre E-Mails regelmäßig

Unregelmäßiger E-Mail Versand ist für Spamfilter verdächtig.

Je regelmäßiger Sie E-Mails versenden, desto besser lernen die E-Mail Clients Sie kennen und schneller stufen Sie als vertrauenswürdigen Versender ein. Die Gefahr, dass Ihre E-Mails in den Spam-Ordner gelangen, sinkt dementsprechend.

Doch Vorsicht! Regelmäßig heißt nicht, dass Sie Ihre Empfänger mit E-Mails bombardieren sollten. Installieren Sie einen festen Versandfrequenz und Uhrzeit. Wir bei Mailjet beispielsweise versenden unseren Newsletter jeden Donnerstag um die Mittagszeit.

Wie, Sie haben noch nicht unseren Newsletter abonniert? Dann haben Sie jetzt die Gelegenheit dazu ;)

Ja, senden Sie mir den Mailjet Newsletter zu. Ich bin ausdrücklich damit einverstanden, den Newsletter zu erhalten und weiß, dass ich mich jederzeit problemlos wieder abmelden kann.

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Doch heißt das, dass Sie Sondermailings nun einstellen sollten? Nein. Versuchen Sie jedoch im Redaktionsplan fest eingeplante Marketing E-Mails (Newsletter aller Art, E-Mails mit Inhalten via RSS-Feed getriggert etc.) immer zur selben Zeit zu versenden.

Doch wann ist die beste E-Mail Versandzeit? In diesem Artikel geben wir Antwort: Der beste Versandzeitpunkt für Newsletter und Co.

 

✓ Führen Sie Spam-Tests durch

Spam-Tests helfen Ihnen dabei, die Spamgefahr einer E-Mail zu ermitteln.

Wenn Sie einen E-Mail Dienstleister wie Mailjet verwenden, um E-Mails zu versenden, dann ist Ihre beste Wahl eine so genannte Seed-Liste. Eine Seed-Liste ist eine Liste von internen E-Mails, an die Sie eine Test-E-Mail senden können, z.B. an Mitarbeiter, Familienmitglieder oder Freunde.

Idealerweise decken die E-Mail Adresse eine Reihe von E-Mail Clients und -Geräten ab. Auf diese Weise überprüfen Sie, ob Ihre E-Mail es wahrscheinlich durch die verschiedenen Spamfilter schafft oder nicht.

Spam-Tester testen Ihre E-Mail u.a. auf:

  • E-Mail Server-Reputation
  • Absender E-Mail Adresse
  • Absende -IP-Adresse
  • E-Mail Server-Konfiguration
  • E-Mail Inhalt und Betreffzeile
  • IP-Blacklisting

 

Spam-Ordner mit Mailjet vermeiden

Mailjet ist ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, die Zustellbarkeit der E-Mails unserer Kunden zu optimieren und zu verbessern.

Mailjet ist darauf ausgelegt, den gesamten Prozess des Versands von E-Mails zu vereinfachen und die Zustellbarkeit zu gewährleisten. Auf diese Weise können unsere Kunden auf den Versand von großartigen Newslettern, Transaktionale E-Mails oder anderen Inhalten konzentrieren.

Spam-Ordner vermeiden mit Mailjet

Aber was macht Mailjet eigentlich, um zu garantieren, dass die E-Mails unserer Kunden erfolgreich die Spamfilter passen?

 

1. Verwaltung und Überwachung der Reputation

Mit Mailjet überwachen und schützen Sie Ihren weltweiten Ruf als Absender. Dies wird durch die Reputation der URLs, der Domains und der verwendeten IP-Adressen definiert. Der Inhalt der Nachrichten kann sich auf jedes dieser Elemente auswirken.

Auf dem Mailjet Dashboard finden Sie viele Indikatoren, und Sie haben Zugriff auf die Reputation Ihrer IPs und auf den SpamAssassin, der die wichtigsten Formate und Filter validiert.

Wir haben uns auch mit BriteVerify und 250ok zusammengetan, um die Zustellbarkeits- und Reputationsstatistiken zu verwalten – je mehr Sie wissen, welche Praktiken nicht funktionieren, desto mehr können Sie anfangen, diese zu lösen.

 

2. Sicherer Zugriff auf Authentifizierungstools

Authentifizierungssysteme haben eine Reihe von Standards für die meisten ISPs. Diese Protokolle garantieren und schützen die Identität der Absender und bekämpfen Phishing.

Daher ist es oft notwendig, diese Zertifikate zu veröffentlichen. Ist dies nicht der Fall, können die ISPs die nicht authentifizierten E-Mails als verdächtig betrachten und in den Spam-Ordner legen.

Mailjet implementiert und optimiert alle wichtigen E-Mail Authentifizierungsprotokolle, die Absender benötigen, einschließlich DKIM (DomainKey Identified Mail), SPF (Sender Protection Framework) und DomainKeys.

 

3. Optimierung der Versandgeschwindigkeit

ISPs verwenden Drosselungsmechanismen, um das Datenvolumen zu kontrollieren, das über ihre Netzwerke fließt. Einige verhängen temporäre oder permanente Volumenbeschränkungen.

Der Schwellenwert basiert auf der Anzahl der Verbindungen zwischen dem sendenden und dem empfangenden Server, der Anzahl der Nachrichten pro Verbindung und dem Volumen der Nachrichten über die Zeit.

Wenn Sie versuchen, zu viele SMTP-Verbindungen gleichzeitig zu öffnen oder zu viele E-Mails innerhalb kurzer Zeit zu versenden, werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Fehler wie z.B.:

  • Zeitüberschreitung,
  • Server hat die erlaubte Geschwindigkeitsgrenze überschritten, oder
  • zu viele Verbindungen von Ihrer IP‘.

In diesem Fall kann die Reputation der verwendeten IP-Adressen einen großen Einfluss auf diese Grenzen haben.

Um eine Optimierung der Reputation zu gewährleisten, wird Mailjet den Versand verlangsamen und bei Bedarf anpassen.

Durch die Beachtung dieser auferlegten Abweichungen werden die Nachrichten von den Spamfiltern akzeptiert und gelangen in die Posteingänge der vorgesehenen Empfänger.

 

4. Optimierung der E-Mail HTML-Struktur

Mailjets flexiblen Drag-and-Drop E-Mail Editor namens Passort gibt jedem die Möglichkeit, 100% optimierten Code vom Kopf bis zum Fuß der E-Mail zu erhalten. Alle HTML-Elemente halten sich an standardisierte Regeln und garantieren eine verbesserte Zustellbarkeit.

Der E-Mail Editor von Mailjet.

Beachten Sie, dass bei der Verwendung dieser Funktion keine technischen Kenntnisse erforderlich sind. Denken Sie immer daran, dass eine falsch codierte E-Mail einige Spamfilter auslösen kann.

Alles Wissenswerte zu unserem Drag-and-Drop E-Mail Editor erfahren Sie hier: Passport, der wohl vielseitigste E-Mail Editor am Markt.

 

5. Statistiken, Feedbackschleifen und Beziehung zu den ISP

Mailjet verwaltet hochpräzise Echtzeitdaten, um jedes Feedback Ihrer Empfänger zu verfolgen – einschließlich derer, die Nachrichten als Spam markieren und E-Mails, die blockiert oder abgewiesen werden. Jede Reklamation wird verfolgt und berücksichtigt.

Dies zeigt sich besonders gut, wenn jemand auf den Button „Als Spam melden“ auf einem beliebigen Posteingangs-Client klickt.

E-Mail direkt in Gmail als Spam markieren

Zahlreiche ISPs darunter Gmail bietet die Möglichkeit an, E-Mails direkt als Spam zu markieren.

Mailjet erhält diese Informationen und stoppt den Versand an diese E-Mail Adresse.

Die Bounces und Abmeldungen werden ebenfalls automatisch verwaltet. Dies hilft, qualitativ hochwertige Listen zu erhalten. Jeder, der hartnäckig unerwünschte E-Mails versendet, kann jederzeit auf die schwarze Liste gesetzt werden.

Und selbst wenn die Beschwerden nur von 1% der Empfänger kommen, würde dies ausreichen, um von den großen ISPs blockiert zu werden. Im Allgemeinen arbeitet Mailjet eng mit ISPs zusammen und respektiert die neuesten Standards und Empfehlungen.

 

 

Was jetzt?

Spamfilter zu passieren und damit den Spam-Ordner zu vermeiden ist nicht schwierig, wenn Sie bestimmte E-Mail Praktiken vermeiden und stattdessen andere anwenden. In diesem Artikel haben wir Ihnen die wichtigsten Schritte genannt.

Doch dies ist nur die Spitze des Eisberges. Es gibt so viel mehr, was Sie tun können, um Ihre E-Mails sicher in die Posteingänge Ihrer Empfänger zu bringen.

Wir haben einen kostenlosen Guide mit über 32 Faktoren erstellt, die darüber entscheiden, ob Ihre E-Mails es in den Posteingang schaffen, in den Spam-Ordner landen oder bereits vorher abgewiesen werden. Diesen können Sie hier kostenlos herunterladen: