Es ist Sommer und genießen vielleicht Ihren Jahresurlaub. Vielleicht machen Sie in einem abgelegenen Aschram im südlichen Sri Lanka Yoga und versuchen Ihre Chakren zu öffnen, Ihre innere Kraft zu kanalisieren sowie Ihr Karma zu verbessern. Oder aber Sie sitzen, so wie wir, einfach in Ihrem Büro.

Sollte Zweiteres der Fall sein, dann können Sie diese Zeit wunderbar nutzen und Ihre E-Mail-Marketing-Strategie optimieren. Um die Öffnungsraten zu steigern und die Kundenbindung zu stärken, dafür existieren zahlreiche Möglichkeiten. Eine der effektivsten Maßnahmen, die Sie ergreifen können, ist das Finden und Anwenden der eigenen inneren E-Mail-Stimme.

 

Der Stellenwert Ihrer Schreibstimme

Die Art, wie Sie in Ihren E-Mails mit Ihren Kunden sprechen, macht viel aus. E-Mails bieten einen sehr vorteilhaften Kanal, über den Sie Ihre Geschichte erzählen und damit beginnen können, eine tiefgehende, langfristige Beziehung zu (potenziellen) Kunden und Nutzern aufzubauen. Sie erreichen diese direkt in ihrem Posteingang, einem privaten Ort, zu dem meistens nur einige ausgewählte Personen und eine Handvoll glücklicher Marken Zugang haben, die sich dieses Recht hart erkämpfen mussten (Double-Opt-Ins, gelungene E-Mail Betreffzeilen, Content Marketing …). Dieses Privileg müssen Sie zu schätzen wissen.

Und das tun Sie am besten, indem Sie sicherstellen, dass Ihr E-Mail-Inhalt zu der Beziehung passt, die Sie mit Ihren Kunden aufbauen möchten. Viele Marken versenden nach wie vor die gleichen Massen-Marketing-E-Mails mit einer Standardnachricht wie etwa einer Werbeaktion, ohne sich darum Gedanken zu machen, wie sie die Botschaft vermitteln. Und genau das ist es, was sie falsch machen. Eine E-Mail (wie in Wahrheit jeder andere Text) ist mehr als nur eine Botschaft. Da ist auch die Stimme, mit der Sie sprechen. Und diese Stimme ist ein wertvolles Werkzeug, um zu zeigen, inwiefern Sie sich von anderen Marken unterscheiden, und – im Idealfall – um von Ihren Kunden direkt wiedererkannt zu werden, sobald diese ihren Posteingang öffnen.

Wenn Sie erfolgreich sein möchten, dann brauchen Sie eine eigene Schreibstimme. Zahlreiche Persönlichkeiten und Unternehmen sind vor allem deshalb so bekannt und geschätzt, weil die Menschen ihnen gerne zuhören oder lesen. Sie besitzen eine eigene, besondere Art zu kommunizieren, die in Erinnerung bleibt und wiedererkannt wird.

Indem Sie Ihren E-Mails diese einzigartige, wiedererkennbare Stimme verleihen, können Ihre Öffnungsraten sich bedeutend verbessern. Stellen Sie es sich so vor: Wenn eine Ihrer E-Mails einen Nutzer erreicht, bekommt er dieses vertraute Gefühl, von jemandem zu hören, den er kennt. Wir haben alle ein paar Marken, die wir wegen ihres interessanten, lustigen Stils mögen. Und selbst wenn wir nicht in Kauflaune sind, haben wir dennoch immer Lust, ihre E-Mails zu öffnen. Meine persönlichen Lieblings-E-Mails? Die von Cheerz! Sie ist nicht nur unterhaltsam. Auch spiegelt sie die Persönlichkeit des Unternehmens wieder.

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Wie sieht Ihre Markenpersönlichkeit aus?

Um jetzt diese innere E-Mail-Stimme zu definieren, stellen Sie sich folgende Fragen (oder brainstormen Sie zusammen mit Ihrem Marketing-Team):

  • Wofür steht Ihr Unternehmen?
  • Wozu nutzen Sie Ihre E-Mails?
  • Welche Rolle spielen sie allgemein in Ihrer Marketingstrategie?
  • Haben Sie eine wiedererkennbare Stimme in Ihren anderen Medien (Social Media, Blog oder sogar Website)?
  • Wie passt diese Stimme zu Ihrer E-Mail-Marketing-Strategie?

Sie verstehen, worauf wir hinauswollen, oder? Ihre E-Mail-Stimme sollte Ihren Markencharakter widerspiegeln, damit Ihre Marketingstrategie mehr Wirkung zeigt und Ihre Kunden sich an Sie erinnern. Das muss aber nicht heißen, dass Ihre elektronische Stimme denselben Ton haben muss wie Ihre FAQ-Seite oder genauso heiter sein muss wie Ihre Tweets.

 

Kanalisieren Sie Ihre innere E-Mail-Stimme

Jetzt geht es also darum, Ihre innere E-Mail-Stimme zu nutzen. Sobald Sie Ihre Markenpersönlichkeit definiert haben, fragen Sie sich nach dem Zweck Ihrer E-Mails, um an ihrem Ton zu arbeiten.

Sie können beispielsweise an der Betreffzeile oder dem Untertitel arbeiten. Die Wirkung dieser ist am stärksten, da sie das Erste sind, was Empfänger beim Erhalt Ihrer E-Mails sehen. Schon mit Ihrem eigenen Stil oder einer speziellen Art, Ihre Nachricht einzuleiten, kann Ihre Stimme sich von anderen abheben. Etsy zum Beispiel nutzt stets kurze, inspirierende, aber dennoch simple Betreffzeilen, mit denen die E-Mails leicht wiederzuerkennen sind (Merry & Bright, Pretty Persuasion, Aged to Perfection …).

Betreffzeilen von Etsy
 

Bei Ihrer E-Mail-Stimme geht es aber nicht nur darum, wie Sie Ihren Content schreiben, sondern um noch viel mehr: die Bilder, die Sie auswählen; das Layout; ob Sie Emojis und andere Symbole für die nonverbale Kommunikation nutzen oder nicht…

Wie wissen, dass Sie beim Thema E-Mail-Stimme und Persönlichkeit zunächst an Ihre Marketing-E-Mails denken. Aber vergessen Sie nicht die Transaktions-E-Mails. Aus der Sicht des Empfängers gibt es keinen Unterschied zwischen Marketing- und Transaktions-E-Mails. Alle Nachrichten kommen von ein und derselben Marke; das sollten die E-Mails widerspiegeln. Achten Sie auf Bestellbestätigungen und E-Mails zu Passwörtern und Feedback. Auch diese sollten an Ihrer E-Mail-Stimme wiedererkennbar sein. Sie sind nicht sicher, wie das gehen soll? Mit Tools wie Passport, unserem Drag-and-Drop-Editor, können Sie Transaktions-E-Mails genauso einfach gestalten wie Marketing-E-Mails: eine tolle Möglichkeit, sicherzugehen, dass Ihre E-Mail-Stimme in allen Ihren E-Mails dieselbe ist.

 

Wir hoffen, dass unsere Tipps Ihnen weitergeholfen haben und Sie sie für zukünftige E-Mails nutzen werden. Sobald Sie dies tun, erzählen Sie uns auf Facebook oder Twitter, wie Sie Ihre eigene innere E-Mail-Stimme fanden; Hashtag #MailjetMarketing. Bis dahin, viel Glück bei der Öffnung Ihrer Chakren. Ommmm …