Judith Michel

Judith Michel

Sie haben Ihre Newsletter Strategie entwickelt, Ihr Design festgelegt und Ihren Newsletter inhaltlich erstellt. Vielleicht denken Sie jetzt, dass Ihre Arbeit erledigt wäre? Leider müssen wir Sie enttäuschen. Wenn Sie erfolgreiches E-Mail Marketing betreiben möchten, kommen Sie an der Newsletter Analyse und Newsletter Optimierung nicht vorbei.

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Wie Sie einen Newsletter erstellen: Die große Anleitung“. In diesem sechsten Teil lernen Sie wie Sie Ihre Newsletter richtig analysieren, Ihre KPI`s richtig interpretieren und Newsletter Optimierung vornehmen. 

Die richtige E-Mail Marketing Praxis kann den Unterschied ausmachen. Um zukünftig keine E-Mail Marketing Tipps und Tricks zu verpassen, abonnieren Sie unseren Newsletter.

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Die wichtigsten Kennzahlen für die Newsletter Analyse

Indem Sie Ihre Newsletter analysieren und Ihre E-Mail Statistiken auswerten,

  • identifizieren Sie die Stärken und Schwächen Ihres Newsletters,
  • leiten die Interessen und Bedürfnisse der Leser ab,
  • gestalten Sie zukünftige Newsletter effektiver und erfolgreicher.

Newsletter zu analysieren und E-Mail Newsletter Statistiken auszuwerten ist oft mit vielen Hürden verbunden. Doch haben Sie den Dreh erst einmal raus, werden Sie schnell merken wie viel mehr Sie aus Ihrem E-Mail Marketing herausholen.

Bereits bei der Entwicklung Ihrer Newsletter Strategie haben Sie sich Gedanken über Ihre Kennzahlen gemacht. Diese Kennzahlen sind die Grundlage Ihrer Newsletter Analyse. Auf diese Weise messen Sie den Erfolg Ihrer E-Mail Kampagne.

KPI Framework für A/B Testing

 

Folgende Kennzahlen sind für die Erfolgsüberwachungen Ihrer Newsletter wichtig:

  • Zustellbarkeitsrate
  • Bouncerate
  • Spamrate
  • Öffnungsrate
  • Klickrate
  • Conversionrate
  • Abmelderate

Beispiel KPI Statistiken

 

Viele dieser Kennzahlen werden bereits automatisch von Ihrem E-Mail Service Anbieter erfasst. Sie finden diese in einem separaten Statistikbereich innerhalb Ihres Kontos.

Um Informationen wie Conversionrate oder auch den generierten Umsatz zu erhalten, haben Sie die Möglichkeit, unterschiedliche Tracking Funktionen zu nutzen. Zu den zwei häufigsten Tracking Funktionen gehören das Post-Click-Tracking und das ROI-Tracking.

 

Post-Click-Tracking

Mithilfe dieser Funktion verfolgen Sie Ihren Leser über den Newsletter hinaus. Sie wissen genau, welche Aktionen Ihr Nutzer nach Klick auf den Call-To-Action Button ausführt.

  • Meldet sich dieser für eine Veranstaltung an?
  • Lädt Ihr Leser einen Guide herunter oder schließt er einen Einkauf ab?

 

Mit diesem Tracking-Tool finden Sie es heraus.

 

ROI-Tracking

Das ROI-Tracking verfolgt ebenfalls Ihre Nutzer über die E-Mail hinaus. Besonders für den E-Commerce ist diese Tool von großer Bedeutung. Dieses Tracking erlaubt es Ihnen,  Analysen bis ins kleinste Detail vorzunehmen.

Auf diese Weise erhalten Sie einen Überblick:

  • wie viel Umsatz jeder einzelne Newsletter-Leser generiert,
  • für welche Produktkategorien er sich interessiert und
  • in welchen Ländermärkte er aktiv ist.

 

Newsletter analysieren: So gehen Sie vor

Wichtige E-Mail Marketing Kennzahlen für die Auswertung von E-Mail Statistiken zu identifizieren ist das Eine, diese aber auch richtig interpretieren und deuten zu können das Andere. Die Kunst der Newsletter Analyse ist es, die Bedeutungen der KPI`s zu kennen und in der Lage zu sein Optimierungsvorschläge abzuleiten.

 

Bouncerate: Pflegen Sie Ihre E-Mail Kontaktlisten

Die Bouncerate (auch Rückläuferquote genannt) gibt die Anzahl der nicht zugestellten Sendungen wieder. Die Rücklaufrate berechnet sich auf der Basis der Gesamtanzahl versendeter E-Mails.

Die Gründe einer nicht zugestellten E-Mail sind sehr unterschiedlich sein. Man unterscheidet zwischen einem vorübergehenden (Soft-Bounce) und andauernden (Hard-Bounce) Fehler.

Beispielsweise ist eine E-Mail Adresse fehlerhaft, da beim Einpflegen in die Kontaktliste ein Tippfehler unterlaufen ist. Es können aber auch technische Probleme als Grund für die Unzustellbarkeit vorliegen, wie die Aktualisierung des Mailservers oder Fehler, die beim Mailserver des Empfängers liegen.

Grundsätzlich sollte die Bouncerate pro Newsletter nicht über 2% sein. Optimal wäre ein Prozentsatz der 0 % nahe kommt. Bei einer zu hohen Bouncerate leidet nicht nur Ihre E-Mail Zustellbarkeit sondern auch Ihre Reputation. Die Folge: Sie werden schnell als Spammer eingestuft.

Sorgen Sie also dafür, dass Ihre E-Mail Kontaktlisten immer aktuell und gut gepflegt sind. Sortieren Sie doppelte und fehlerhafte E-Mail Adressen aus und sorgen Sie dafür das auch die technischen Parameter stimmen.

 

Spamrate: Auf eine hohe Reputation kommt es an

Die Spamrate gibt die Anzahl der E-Mails an, die von den E-Mail Clients Ihrer Empfänger als Spam eingestuft wurden oder eigenständig von Ihren Empfängern als Spam markiert wurden.

Hier ist es besonders wichtig, dass Sie E-Mail Adressen, die Ihre E-Mails als Spam einstufen, aus Ihrer E-Mail Liste entfernen. Versuchen Sie zusätzlich typische Spam-Wörter und Sätze zu vermeiden. So gelangen Sie erst gar nicht im Spamordner der Empfänger.

Beide Praktiken halten Ihre Spamrate so gering wie möglich. Ihre Reputation ist geschützt und Sie gewähren eine hohe E-Mail Zustellbarkeit. Folgendes können Sie ebenfalls tun:

Technische Einrichtungen 
Verifizieren Sie Ihre Domain
Verknüpfen Sie Ihre E-Mail Adresse mit einer aktiven Webseite
Vermeiden Sie die Verwendung von kostenlosen webbasierten E-Mail Adressen
Vermeiden Sie noreply@ E-Mail Adressen
Versenden Sie über eine dedizierte IP-Adresse
Datenqualität
Kaufen Sie keine E-Mail Kontaktlisten von Dritten
Bauen Sie qualitativ hochwertige E-Mail Kontaktlisten auf
Bereinigen Sie regelmäßig Ihre Kontaktlisten
E-Mail Inhalt
Schreiben Sie wirklich gute E-Mail Betreffzeilen
Vermeiden Sie die Verwendung von Spam-Wörter
Achten Sie auf das richtige Text-Bild Verhältnis
Versenden Sie Ihre E-Mails regelmäßig
Führen Sie Spam-Tests durch

Tabelle: So bestehen Sie die Spamfilter.

Den vollständigen Artikel mit allen Informationen, finden Sie hier: So retten Sie Ihre E-Mails vor dem Spam-Ordner.

 

Öffnungsrate: Haben Sie genug Aufmerksamkeit erzeugt?

Eines der wohl maßgeblichsten Kennzahlen im E-Mail Marketing ist die Öffnungsrate. Diese gibt den prozentualen Anteil der Abonnenten an, die den Newsletter geöffnet haben. Unterschieden wir bei der Öffnungsrate zwischen Unique-Öffnungen und Gesamt-Öffnungen.

Unique-Öffnungen: Hierbei handelt es sich um Newsletter-Abonnenten, die Ihre E-Mail mindestens einmal geöffnet haben.

Gesamt-Öffnungen: Die Gesamt-Öffnungen umfassen alle Aufrufe Ihrer E-Mail, inklusive der doppelten E-Mail Öffnungen.

Beispiel Newsletter Analyse Öffnungsraten

 

Bedenken Sie bei Ihrer Newsletter Analyse, dass die Öffnungsrate oft sehr ungenau ist. Da die Öffnungsrate mithilfe von Zählpixeln erhoben wird, kommt es schnell zu Ungenauigkeiten und nicht alle Öffnungen werden erfasst.

Das liegt daran, dass einige Web Clients Bilder in E-Mails, in denen die Zählpixel versteckt sind, nicht richtig laden oder blockieren.

Newletter mit gelockten Bildern

Beispiel eines klassischen Sales-Newsletters mit geblockten Bildern.

Beobachten Sie Ihre Öffnungsraten lieber über einen längeren Zeitraum hinweg und schauen Sie sich das Gesamtbild an, anstatt die Öffnungsraten einer einzelnen E-Mail Statistik zu betrachten.

So sollte die historische Entwicklung Ihrer Öffnungsrate immer positiv sein. Eine starke Steigerung oder ein starker Rückgang weisen beispielsweise auf eine gut oder schlecht funktionierende Betreffzeile hin.

Neben der Qualität der Betreffzeile gibt es jedoch noch andere Faktoren, die Ihre Öffnungsrate beeinflussen, dazu gehören:

  • Die Bekanntheit Ihrer Marke
  • Die Relevanz der Inhalte
  • Die Aktualität des E-Mail Verteilers
  • Das Wettbewerbsumfeld
  • Die Frequenz des Newsletter-Versands

 

Aufgrund dieser Einflussfaktoren lässt sich schwer sagen, wie hoch eine gute Öffnungsrate sein sollte. Zu Orientierung lässt sich jedoch feststellen, dass der branchenübergreifende Durchschnittswert zwischen 20-25 % liegt.

 

Klickrate: Hier wird aussortiert

Sie haben das erste Hindernis überstanden und Ihre Empfänger haben Ihre E-Mail geöffnet. Jetzt geht es darum, dass Sie Ihre Leser genug geteasert haben und auf den Link in Ihrem Newsletter geklickt wurde.

Denn das ist genau das, was die Klickrate in Ihrem E-Mail Statistik Bereich aussagt. Diese gibt den prozentualen Anteil der Empfänger wieder, die mindestens einen Link oder CTA angeklickt haben.

Die Klickrate ist die wichtigste und die aussagekräftigste Kennzahl Ihrer Newsletter Analyse und gibt Ihnen Aufschluss über die Interessen Ihrer Abonnenten

Newsletter Analyse Klickraten

Sie hilft Ihnen dabei herauszufinden ob Ihr Text, das Design, die Produktauswahl oder auch die Darstellung Ihrer E-Mail bei Ihren Lesern ankommen.

Achten Sie darauf, dass es auch hier verschiedene Messmethoden gibt. So kann die Netto-Klickrate oder Brutto-Klickrate gemessen werden.

Die Netto-Klickrate misst nur den ersten Klick in der E-Mail hingegen die Brutto-Klickrate alle Klicks inklusive Doppelklicks misst.

Tipp: Die Klickrate hilft Ihnen außerdem dabei die Messgenauigkeit Ihrer Öffnungsrate anzupassen und sollte unbedingt in die Berechnung Ihrer Öffnungsrate mit einfließen.

 

Conversionrate: Waren Sie überzeugend genug?

Nachdem Ihre Abonnenten erfolgreich auf Ihren gut platzierten Link in Ihrem Newsletter geklickt haben, ist es nun an der Zeit zu erfahren, ob Ihr Leser auch die gewünschte Aktion auf der Zielseite ausgeführt hat.

Um dies herauszufinden schauen Sie sich in Ihren E-Mail Statistiken Ihre Conversionrate an.

Die Conversionrate gibt Ihnen Aufschluss über den Anteil an Abonnenten, die Sie zu Ihrem Ziel leiten konnten. Das heißt Sie erfahren wie viel Prozent Ihrer Leser einen Kauf abgeschlossen haben, ein Dokument heruntergeladen haben oder ein auch Konto angelegt haben.

Die oben bereits vorgestellten Tracking-Methoden helfen Ihnen dabei über den Newsletter hinaus die Aktionen Ihrer Abonnenten zu verfolgen und zu ermitteln wie viele Leser die von Ihnen vorgegebene Aktion abgeschlossen haben.

Einflussfaktoren sind hier insbesondere:

  • der Aufbau Ihrer Webseite oder Landing Page,
  • der Bestell-, Anmelde- oder auch Downloadprozess,
  • die Zahlarten und -modalitäten,
  • die Gestaltung und Usability

 

Abmelderate: Alles hat ein Ende

Viele Unternehmen lösen sofort Alarmstufe rot aus, wenn Ihre Abmelderate etwas ansteigt. Meist ist dies jedoch ganz normal und ist kein Grund zu Besorgnis. Wie im normalen Leben ist es auch im E-Mail Marketing der Fall: “Menschen kommen und gehen”.

Oft liegt es schlicht daran, dass sich die Interessen oder auch die Lebensumstände Ihrer Leser verändert haben. Die Folge sind dann inaktive E-Mail Kontakte oder halt Newsletterabmeldungen.

Um herauszufinden, welche Gründe sich hinter den Abmeldungen verstecken, empfehlen wir Ihnen Ihre Abonnenten bei der Abmeldung um ein Feedback zu bitten.

Nutzen Sie die Möglichkeit, Schwachstellen zu identifizieren und Ihre Abmelderate zu senken. Besonders mit personalisierten und segmentierten Inhalten in Ihrem Newsletter lässt sich die Abmelderate von Anfang an verringern.

Beispiel Segmentierung in Passport

Das Gesetz schreibt vor, dass sich Ihre Abonnenten jederzeit ohne Probleme und großen aufwand von Ihrem Newsletter abmelden können. Integrieren Sie daher unbedingt einen Abmeldelink am Ende Ihrer E-Mail. Besonders aufgrund der neuen DSGVO-Richtlinien die Ende Mai 2018 in Kraft treten ist es sehr zu empfehlen diese Vorschriften einzuhalten, um hohen Strafen zu entgehen.

Mit denen von uns vorgestellten Kennzahlen bestimmen Sie die genaue Performance Ihres Newsletter, sodass Sie Anpassungen an den einzelnen Elementen vornehmen können. Wir empfehlen Ihnen, diese Anpassungen stets mit A/B Testing durchzuführen.

 

Newsletter Optimierung: Sichern Sie sich langfristige Erfolge

Damit Ihr Newsletter bestmögliche Ergebnisse erzielt, ist es wichtig kontinuierlich A/B Testing durchzuführen.

Was ist A/B Testing? Beim A/B Testing erstellen Sie von einem Ihrer Newsletter mehrere Versionen. Bei so einem Newsletter Test können Sie beispielsweise den Call-to-Action Button, die Ansprache, die Platzierung der Bilder oder auch das ganze E-Mail Design variieren lassen.

Die folgenden Elemente werden in einem Newsletter Test oft Ihren Erfolg geprüft:

  • Betreffzeile
  • Absendername
  • Ansprache
  • CTA
  • visuelle Inhalte
  • Textlänge
  • Informative & werbliche Inhalte
  • Social Media Buttons
  • Newsletter Design
  • Newsletter Layout
  • Versandzeit

Beispiel A/B Testing Versandzeit auswählen

Versenden Sie Ihre unterschiedlichen Versionen an einen kleinen Teil Ihrer Empfänger. Werten Sie im Nachhinein die Statistiken aus, um festzustellen welcher Newsletter erfolgreicher war. Den erfolgreichsten Newsletter verschicken Sie dann an Ihre gesamte Liste.

A/B Testing Testgruppe auswählen

Durch das sorgfältige Planen von Newsletter Tests erhöhen Sie die Effektivität Ihrer Newsletter deutlich. Nutzen Sie bereits gewonnene Ergebnisse aus Ihren Analysen um Handlungsempfehlungen abzuleiten und diese dann auf Erfolg zu testen.

So finden Sie mit dem Einsatz eines durchdachten A/B Testings heraus, welche Inhalte und welches Design für Ihre Zielgruppen am erfolgreichsten sind.

Mit einer kontinuierlichen Newsletter Optimierung steigern Sie Ihre Öffnungs- und Klickraten, sodass sich langfristig Ihr Webseiten-Traffic als auch Ihre Verkäufe und Umsätze erhöhen werden.

Es zeigt sich, dass ohne die Analyse Ihrer E-Mail Statistiken und die Optimierung Ihrer Newsletter erfolgreiches E-Mail Marketing nicht möglich ist. Nur wenn Sie Ihre KPI`s stetig überwachen, Optimierungsvorschläge ableiten und diese testen, schaffen Sie es langfristig erfolgreich zu sein.

 

Jetzt sind Sie dran!

Jetzt wissen Sie, wie Sie erfolgreiche Newsletter planen, erstellen und analysieren. Setzen Sie das eben Gelernte doch gleich in die Praxis um. Loggen Sie sich dazu bei Mailjet ein oder melden Sie sich kostenlos an.

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