Jan Bernecke

// Junior Marketing Manager D/A/CH

Als E-Mail Marketer möchten Sie Newsletter-Abmeldungen natürlich verhindern. In einigen Fällen wird Ihnen das allerdings nicht gelingen und Ihre Empfänger werden auf den Abmeldelink klicken.

Ist das nun das Ende? Nicht ganz. Ein optimal gestalteter Abmeldeprozess bietet viele Möglichkeiten für Sender und Empfänger gleichermaßen und kann sogar verhindern, dass Ihr Newsletter tatsächlich abbestellt wird.

In diesem Artikel widmen wir uns der Frage, wie Sie den Abmeldelink im Newsletter für sich und Ihre Abonnenten optimal gestalten. Denn eine Trennung im Guten kann für beide Seiten durchaus positive Aspekte haben.

 

Sollten sich Empfänger aus Ihrem Newsletter austragen, ist das natürlich ärgerlich.

Newsletter-Abmeldungen sind ein ganz normaler Vorgang und keine Katastrophe. Nichtsdestotrotz können Sie aktiv etwas gegen Austragungen aus Ihrer Kontaktliste unternehmen.

 

Opt-Outs: Was Newsletter-Abmeldungen technisch sind

Opt-in und Opt-out sind zwei Begriffe, die beim Permission Marketing immer wieder genannt werden. Beide beziehen sich auf die Art und Weise, wie ein Empfänger seine Zustimmung zu der Zusendung von Werbe- oder Informationsmaterial gibt oder untersagt.

Das Opt-Out ist konkret eine Praxis zum Abmelden von Newslettern und anderen Marketing E-Mails. Es beschreibt konkret die Handlung eines Kontaktes sich selbst aus einem Verteilersystem wie einer E-Mail Kontaktliste auszutragen.

Das Opt-Out ist eine aktive Entscheidung gegen und nicht für etwas. Es kommt dem Widerruf des Einverständnisses gleich, das ein E-Mail Abonnent dem Versender zuvor gegeben hat.

 

Die verschiedenen Arten von Opt-Outs

Wir können das Opt-Out auf verschiedene Weise verstehen:

  • Das vorab aktive Opt-Out
  • Das nachträglich passive Opt-Out
  • Das nachträglich aktive Opt-Out

Schauen wir uns die verschiedenen Opt-Out Arten im Folgenden näher an.

 

Das vorab aktive Opt-Out

Das aktive Opt-Out ist im juristischen Sinne eine Handlung, die bei der Anmeldung für eine Dienstleistung oder ein Angebot durchgeführt wird.

Bei diesem Verfahren gibt der Nutzer vorab explizit an, dass er keine weiteren Werbeinformationen, wie Newsletter, von einem Unternehmen erhalten möchte.

Das aktive Opt-Out ist bei Unternehmen eine gern genutztes Verfahren, denn es liegt beim Nutzer, ausdrücklich zu erklären, dass er KEINE Werbematerialien möchte.

In der Praxis sieht es so aus, dass ein Haken automatisch gesetzt ist. Die aktive Opt-out-Aktion besteht darin, dieses zu deaktivieren.

Im Vergleich zum Opt-in, bei dem der Nutzer aktiv angibt, dass er weitere Informationen erhalten möchten, ist das aktive Opt-out genau das Gegenteil bei der Erstellung eines Kontos oder der Registrierung über ein Formular.

 

Das nachträglich passive Opt-out

Es gibt jedoch Fälle, in denen die Nutzer nicht einmal die Möglichkeit haben, ihre Zustimmung zu geben oder zu widersprechen. Nicht selten erhalten Personen ungefragt Marketing E-Mails von Unternehmen.

Von einem passiven Opt-out sprechen wir dann, wenn der Empfänger ungewollt Marketing E-Mails erhält und dann versucht, sich davon wieder abzumelden.

Diese Praxis ist nicht nur gefährlich für den Ruf der IP-Adresse und E-Mail Zustellbarkeit des Absenders. Sie verstößt ebenfalls gegen alle Anti-Spam-Bestimmungen und ist zudem illegal (mehr dazu weiter unten).

Daher ist es wichtig, dass Sie nicht in die Versuchung geraten, E-Mail Listen oder Adressen zu kaufen oder Marketing E-Mails an Benutzer ohne deren Zustimmung zu versenden.

 

Das nachträglich aktive Opt-Out

Doch nicht immer muss ein Opt-Out rechtswidrig sein. In zahlreichen Fällen hat der Empfänger die Zustimmung zuerst gegeben (bspw. durch Ankreuzen eines Kästchens), möchte aber nach einiger Zeit keine weiteren Informationen per E-Mail erhalten.

Wenn der Empfänger nach einer ausdrücklichen Zustimmung versucht, sich aus dem E-Mail Verteiler abzumelden, sprechen wir vom nachträglichen aktiven Opt-Out.

Beim nachträglichen aktiven Abmeldung unterscheiden wir wiederum zwei Arten:

  • Die Abmeldung für eine bestimmte E-Mail Liste (z.B. Abmeldungen von Sonderaktionen und Angebote, aber nicht vom regulären Newsletter).
  • Das vollständige Opt-out mit dem Wunsch zukünftig keine Art von Marketing E-Mail von einem Unternehmen mehr zu erhalten.

Newsletter Abmeldelink

Beispiel für in einem Newsletter enthaltenden Abmeldelink.

 

Die verschiedenen Formen des Opt-Outs

Das vorab aktive Opt-Out, nachträglich passive Opt-Out und nachträglich aktive Opt-Out können in einfacher (Single Opt-Out) und doppelter Form (Double Opt-Out) auftreten.

Beim Single Opt-Out erfolgt der Widerspruch oder Abbestellung mittels einem einzigen Klick. Eine weiteres Zutun ist nicht mehr notwendig.

Beim Double Opt-Out erfolgt die E-Mail Listenaustragung dagegen in zwei Schritten. Ziel ist es, versehentliche Abmeldungen zu verhindern.

Die Funktionsweise ist der des Double Opt-in sehr ähnlich. Die Marketing E-Mail enthält im Footer einen Link, über den sich der Empfänger aus der dazugehörigen E-Mail Liste austragen kann. Er gelangt auf eine bestimmte Webseite oder erhält er eine E-Mail. Durch den Klick auf den sich dort befindenden Abmeldelink meldet er sich endgültig ab

Frage: Soll Abmeldung wirklich erfolgen?

In diesemDouble Opt-Out Beispiel wird der Newsletter-Abonnent auf eine Webseite geleitet, um zu bestätigen, dass er den Newsletter abbestellen möchte.

 

Die Vorteile des Abmelde-Links

Auch wenn wohl kaum jemand Newsletter-Abonnenten verlieren möchte, ist dies nichts ungewöhnliches. Tatsächlich liegt die normale Kündigungsrate je nach Branche pro Marketing E-Mail zwischen 0,2% und 0,8%.

Das Versenden von Newsletter und Co. an desinteressierte Kontakte bringt keinen Mehrwert. Tatsächlich kann diese Praxis sogar gefährlich für das Geschäft sein. Nichtsdestotrotz fürchten viele E-Mail Marketer immer noch den Abmeldelink. Dieser hat aber zahlreiche Vorteile.

Ein E-Mail Abmeldelink …

  • … hält die E-Mail Listen sauber,
  • … sorgt für eine bessere Reputation seitens der Empfänger und
  • … verbessert die allgemeine E-Mail Zustellbarkeit.

Wenn die Empfänger keinen Wert in der Kommunikation erkennen, werden sie die E-Mails abbestellen oder, schlimmer noch, als Spam markieren. Gerade Letzteres kann die E-Mail Zustellbarkeit ernsthaft beeinträchtigt.

E-Mail direkt in Gmail als Spam markieren

Zahlreiche ISPs darunter Gmail bietet die Möglichkeit an, E-Mails direkt als Spam zu markieren.

Gmail und iOS bieten die Option an, sich noch einfacher von Newsletter abzumelden. Google geht sogar so weit und schlägt seine Gmail Nutzer aktiv vor, bestimmte Werbe-E-Mails abzubestellen.

Google Feature Austragen aus Newsletter

Blick in die Gmail App: Gmail Posteingang mit Abmeldevorschlag

Sind Newsletter-Abmeldungen schlimm oder nicht?

Die gute Nachricht zuerst: Newsletter-Abmeldungen sind nichts ungewöhnliches. Die durchschnittliche Abmelderate pro Marketing E-Mail liegt zwischen 0,2% und 0,8%.

Sofern Ihre Abmelderate nicht über 0,5% ist, brauchen Sie sich keine Gedanken machen – zumindest was Ihre Online-Reputation betrifft.

Liegt dieser Wert jedoch weit darüber, dann sollten Sie aktiv werden und versuchen Ihre Newsletter-Abmelderaten zu senken.

Die Abmelderate berechnet sich wie folgt:

Berechnung Abmelderate

Wie Sie E-Mail Abmeldungen vermeiden

Wer verliert schon gerne Newsletter-Abonnenten? Um Opt-Outs so gut wie möglich zu vermeiden, empfehlen wir folgende Schritte zu unternehmen:

 

1. E-Mail Abmelderaten identifizieren

Der erste Schritt, um Opt-Outs zu reduzieren, ist zu überprüfen, wie viele Empfänger sich von Ihren Newsletter und Co. abmelden.

Gehen Sie dazu in die E-Mail Statistiken Ihrer E-Mail Marketing Software und schauen Sie sich die jeweiligen Abmelderate an.

Newsletter-Abmeldungen bei Mailjet analysieren

Die Mailjet E-Mail Kampagnen Statistiken geben Ihnen genaue Auskunft darüber, wer sich abgemeldet hat.

 

Die 11 wichtigsten Gründe für Newsletter-Abmeldungen

“Warum melden sich meine Newsletter-Abonnenten ab?” Dies ist einer der meist gestellten Fragen, die wir als Newsletter Software erhalten. Leider können wir nicht die eine Ursache dafür benennen, denn:

Für Newsletter-Abmeldungen gibt es unterschiedliche Gründe.

Untersuchung warum sich Empfänger von Newsletter abmelden, durchgeführt von MarketingSherpa.

Einige davon können Sie beeinflussen und vermeiden.

Überlegen Sie im zweiten Schritt die Gründe, warum sich die Empfänger von Ihren E-Mails abmelden. Ist die Abmelderate konstant oder gibt es Schwankungen? Sofern Sie Schwankungen ausmachen, erkennen Sie bestimmte Muster (Inhalt, Aufbau, Design, E-Mail Betreffzeile, Listensegmentierung etc.)?

Im Folgenden schauen wir uns einige der Gründe im Einzelnen genauer an und geben Ihnen konkrete Tipps, wie Sie Newsletter-Abmeldungen vermeiden.

 

1. Das Postfach Ihrer Empfänger ist viel zu voll

E-Mail Marketing boomt – trotz Social Media, Influencer Marketing, Messenger Marketing und den regelmäßig erscheinenen “Die E-Mail ist tot” Artikeln.

Problem:
Leider sind Sie nicht das einzige Unternehmen, das weiß, wie wertvoll gutes E-Mail Marketing für die eigenen Umsätze und Verkaufszahlen ist. Verschiedenste Untersuchungen bestätigen die hohe Bedeutung des E-Mail Marketings als Teil einer erfolgreichen Marketingstrategie.

Studie zeigt, dass E-Mail Marketing ist für Unternehmen wichtig ist

E-Mail Marketing ist nach wie vor eines der wichtigsten Digitalen Kommunikationskanäle, wie die DMA Insights: Marketer Email Tracking Studie zeigt.

Die Folge: Der Posteingang Ihrer Newsletter-Abonnenten ist voll.

Ihre Empfänger erhalten täglich zahlreiche E-Mails. Und viele haben das Gefühl, dass eine Abmeldung von einigen Newslettern die einzige Möglichkeit ist, Herr über die E-Mails Flut zu werden.

Das große Angebot und die wenige zur Verfügung stehende Zeit führen dazu, dass vor allem langweilige und unauffällige Newsletter abbestellt werden.

Wie Sie hier Newsletter-Abmeldungen vermeiden:
Um im Posteingang Ihrer Newsletter-Abonnenten positiv aufzufallen, müssen Sie aus der Masse herausstehen! Und dies erreichen Sie durch richtig gute E-Mail Betreffzeilen.

Entscheidend ist, dass Sie den Leser

  1. direkt ansprechen,
  2. neugierig machen und
  3. eine Art Dringlichkeit schaffen.

Verwenden Sie hierzu starke Wörter, W-Wörter, auffällige Satzzeichen, Zahlen und/oder Emoijs.

Insbesondere Emojis haben sich bewährt. Sie fallen im Posteingang besonders gut auf, da Sie Farbe ins Spiel bringen und somit eine angenehme Abwechslung bieten.

Hauptthema und Nebenthemen in der E-Mail Betreffzeile und Kopfzeile angeordnet
Emojis in verschiedenen Betreffzeilen des Mailjet Newsletters

Alles, was Sie dazu wissen müssen, erfahren Sie in unserem Artikel samt praktischer Checkliste über die optimale E-Mail Betreffzeile verfassen: die 11 besten Tipps.

In unserem großen Vergleichstest erfahren Sie, welcher Emoji sich wie auf die Öffnungsrate einer E-Mail auswirken kann.

 

2. Die Bedürfnisse und Interessen Ihrer Abonnenten haben sich geändert

Problem:
Täglich verändern sich Dinge und Umstände im Leben. Daher ist es normal, dass sich Interessen schnell in eine andere Richtung entwickeln. So ist es oft bei Ihren Kunden der Fall, die sich für eine Newsletter-Abmeldung entscheiden.

Waren vor ein paar Jahren beispielsweise Singlereisen interessant für Ihren Kunden, sind es jetzt vielleicht Familienreisen, die die Bedürfnisse Ihres Kunden erfüllen. Aus diesem Grund passen Ihre Newsletter-Inhalte nicht mehr zu Ihren Kunden und eine Abmeldung erfolgt.

Diese Entwicklung ist normal und sollte Ihnen keine Sorgen machen. Das Zielpublikum verändert sich – und das ist okay.

Wie Sie hier Newsletter-Abmeldungen vermeiden:
Doch nicht immer müssen Sie ihre Newsletter-Abonnenten komplett aufgeben. Entscheidend ist, inwiefern sich die Interessen verändert haben. Nicht selten können Unternehmen das geänderte Interesse weiterhin abdecken.

Dazu bedarf es im ersten Schritt einer genauen Zielgruppenanalyse. Hierbei analysieren Sie die vorhandenen demografischen und verhaltensbezogenen Daten Ihrer Empfänger.

Im zweiten Schritt gestalten Sie Ihren Newsletter mittels Segmentierung und Personalisierung noch individueller. Auf diese Weise erhöhen Sie die Relevanz Ihrer E-Mails.

Einfügen einer Variablen in Mailjets E-Mail Editor

Alles zum Thema Personalisierung haben wir in diesem Artikel zusammengefasst: Wie E-Mail Personalisierung erfolgreich gelingt.

 

3. Sie versenden zu viele Newsletter

Problem:
Viele Unternehmen versenden viel zu viele Newsletter an Ihre Abonnenten. Die Folge: Nicht wenige Empfänger sind mit dem Angebot komplett überfordert und lesen weitaus weniger Newsletter als Sie erhalten.

Umfrage von Dr. Kerstin Hoffman zur Newsletter Nutzung

Ergebnis der Umfrage von Dr. Kerstin Hoffmann zum Thema “Was ein Newsletter braucht, um beim Empfänger gut anzukommen”.

Newsletter mit einer zu hohen Versandfrequenz werden dann oft abgemeldet, um Luft im Postfach zu erlangen und weniger E-Mails zu empfangen.

Wie Sie hier Newsletter-Abmeldungen vermeiden:
Überhäufen Sie Ihre Leser nicht mit zu vielen E-Mails. Doch wann ist es zu viel?

Die Herausforderung: Die “richtige” Versandfrequenz ist für Newsletter nur schwer zu ermitteln und hängt von Branche sowie Produkt ab.

Während beispielsweise DIE ZEIT drei E-Mails am Tag mit aktuellen Nachrichten verschickt, wäre die gleiche Versandfrequenz für den Newsletter von Banken oder Versicherung weniger vorteilhaft.

Die einfachste Möglichkeit ist, Ihre Newsletter-Abonnenten zu fragen. Führen Sie hierzu eine Umfrage durch.

Wenn Sie bereits etwas fortgeschrittener sind bzw. die Ressourcen dazu haben, dann können Sie auch überlegen, verschiedene Newsletter einzurichten. Diese Praxis bietet sich vor allem dann an, wenn Ihre Empfänger unterschiedliche Präferenzen haben und Sie keinen eindeutigen Sieger ausmachen können.

Auswahl an verschiedenen Versandfrequenzen

Beispiel für eine Umfrage nach der Newsletter Versandfrequenz.

Auch die Frage nach dem richtigen Versandzeitpunkt beinhaltet einige Stolpersteine. Achten Sie darauf, Ihre E-Mails dann zu versenden, wenn Ihre Empfänger am wahrscheinlichsten vor dem Rechner sitzen. Ein Blick in Ihr Webanalyse-Tool, kann ich Ihnen hier nähere Auskünfte geben.

Folgende Parameter haben Einfluss darauf:

  • B2B oder B2C Umfeld
  • Ort (Im Büro, Zu Hause, unterwegs beruflich, unterwegs privat)
  • Zeitzone
  • Wetter
Wann B2B E-Mails versenden Wann B2C E-Mails versenden
Montag: 14 – 17 Uhr Montag: 7 – 9 Uhr und 17 – 22 Uhr
Dienstag: 10 – 12 Uhr und 14 – 17 Uhr Dienstag: 7 – 9 Uhr und 17 – 22 Uhr
Mittwoch: 10 – 12 Uhr und 14 – 17 Uhr Mittwoch: 7 – 9 Uhr und 17 – 22 Uhr
Donnerstag: 10 – 12 Uhr und 14 – 17 Uhr Donnerstag: 7 – 9 Uhr und 17 – 22 Uhr
Freitag: 10 – 12 Uhr Freitag: 7 – 9 Uhr und 17 – 20 Uhr
Samstag: Nicht zu empfehlen Samstag: 13 – 20 Uhr
Samstag: Nicht zu empfehlen Sonntag: 13 – 20 Uhr

Übersicht: Der beste E-Mail Versandzeitpunkt im B2B und B2C

Wie Sie diese umgehen und Ihren Lesern den Newsletter zum strategisch besten Zeitpunkt senden, haben wir in unserem Artikel Der beste Versandzeitpunkt für Newsletter und Co. zusammengefasst.

 

4. Sie versenden Newsletter mit unattraktiven Inhalte & Designs

Der erste Eindruck zählt! Egal ob bei der Partnerwahl oder bei der Wahl, welche Newsletter weiterhin im Postfach landen.

Problem:
Langweilige, unübersichtliche Texte oder prüde Designs sind ungern gesehen und motivieren Ihre Kunden weder zum Klicken noch zum Lesen Ihres Newsletters.

Wie Sie hier Newsletter-Abmeldungen vermeiden:
Auch hier gilt: Heben Sie sich aus Masse der restlichen E-Mail Newsletter heraus und überzeugen Sie mit einem übersichtlichem und ansprechendem Design.

Erstellen Sie klar strukturierte Newsletter-Vorlagen, die Sie dann mit Ihren neuesten Inhalte ausfüllen und absenden.

Abschnitte Newsletter Template

Beispiel eines Newsletter-Templates bei Mailjet

Beim Newsletter Design gilt:

  • Eine klare Struktur
  • Eine klare, unmissverständliche Botschaft
  • Ein markantes und stringentes Erscheinungsbild
  • Responsive

Konfrontieren Sie den Leser nicht mit viel zu langen Texten. Achten Sie jederzeit auf die Lesbarkeit und lockern Sie den Inhalt mit Absätzen, Bildern und Call-To-Action Buttons auf. Oder vielleicht sogar mit einem kleinen Video?

Animiertes Hintergrund Gif in E-Mail

Beispiel eines animierten Bilds in einem Newsletter

 

Alles zum Thema Newsletter Design, erfahren Sie in dieser Anleitung: Wie man überzeugende Newsletter Templates erstellt.

 

5. Ihre E-Mails werden als Spam markiert

Problem:
Empfangen Sie auch immer wieder Newsletter, für die Sie sich nie eingetragen haben? Dann kennen Sie sicherlich auch die Reaktion der meisten Empfänger auf diese Art von E-Mails: Das Verschieben in den Spam-Ordner oder das Markieren des Newsletters als Spam.

E-Mail direkt in Gmail als Spam markieren

Zahlreiche ISPs darunter Gmail bietet die Möglichkeit an, E-Mails direkt als Spam zu markieren.

Ob eine E-Mail als Spam deklariert bzw. aus anderen Gründen abgewiesen wird, hängt von verschiedenen Parametern ab, darunter Versandverlauf, Versandhäufigkeit, Senderadresse, Absender-Authentifizierung (SPF und DKIM), Sender-Reputation und Inhalt.

Auch wenn mit der neu in Kraft getretenen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die Anzahl dieser Spam-E-Mails abnehmen dürfte, sollten die Versender von Newslettern einige wichtige Punkte beachten, um nicht im digitalen Mülleimer zu landen.

Wie Sie hier Newsletter-Abmeldungen vermeiden:
Spam-Markierungen zählen neben Bounces zum Worst Case Szenario. Sofern Ihre Newsletter als Spam markiert werden, gilt es sofort zu handeln, da sie die E-Mail Zustellbarkeit enorm schädigen kann.

Im schlimmsten Fall blockieren ISPs Ihre Newsletter komplett.

Was können Sie konkret dagegen tun?

Überprüfen Sie ob Sie von allen Kontakten auf Ihrer E-Mail Liste das ausdrückliche Einverständnis zum Versenden von Marketing E-Mails eingeholt haben.

Durch die Nutzung eines Double Opt-In Verfahrens stellen Sie sicher, dass Ihr Kontakt sich aktiv für Ihren Newsletter entschieden hat. Speichern Sie diese Einverständniserklärung sicher ab.

Beim Double Opt-In Verfahren müssen neue Newsletter-Abonnenten Ihr Interesse bestätigen, um missbräuchliche Eintragungen zu vermeiden.

Ein weiterer Vorteil dieses Vorgehens ist, dass sich nur interessierte E-Mail Kontakte auf Ihrer Kontaktliste befinden, wodurch Ihre Öffnungsrate profitieren wird.

Neben Spamfilter entscheidet auch der Newsletter-Abonnent, ob es sich bei einer Nachricht um Spam handelt. Die Beurteilung hängt hier wesentlich von dessen Interesse ab. Entscheidend ist hier der empfundene belästigende Charakter. Die beiden wesentlichsten Kriterien sind hier Versandhäufigkeit und irrelevanter Inhalt.

Vermeiden Sie einschlägig bekannte Spam-Wörter. Hierbei handelt es sich um Begriffe, die…

  • prinzipiell keinen oder wenig Nutzen für den Empfänger haben.
  • aus dem E-Mail Text herausstechen, etwa durch die Schreibweise oder
  • als Trigger wirken, sprich sollen ein bestimmtes Gefühl auslösen und infolge dessen
  • zu einer sofortigen Handlung motivieren.

Beispiele für typische Spam-Begriffe sind: sichere Anlage, viel Geld sparen, kostenlos, kein Scherz, Glückwunsch, kein Scherz, Sie haben gewonnen, Sofort “x” Kilo verlieren, Gras, jetzt zuschlagen, nur heute, Traummann/Traumfrau, jetzt öffnen.

Glücksspiel Shopping Gesundheit Dating
Kein Scherz Jetzt zuschlagen Haarausfall behandeln Partner finden
Keine Abzocke Special Deal Cellulite Sexy Männer/Frauen
Gewinn einlösen Begrenzte Zeit Leicht abnehmen Singles kennenlernen
Poker Schnäppchen Falten entfernen Traummann/frau
Wette Nur heute verfügbar Wunderheilung Fetisch

Tabelle: Beispiele für Spam-Wörter in E-Mails.

Die vollständige Liste mit 120 Spam-Begriffen erhalten Sie in unserem kostenlosen Guide:

 

6. Sie haben zu viele Verkaufsabsichten

Natürlich können Ihre Newsletter auf Angebote, Rabatte oder Aktionen hinweisen. Achten Sie jedoch darauf, dass ein gesundes Verhältnis zwischen informativem Inhalt und Werbung besteht.

Problem:
Besteht Ihr Newsletter zu einem großen Teil nur aus Kaufaufforderungen und Sonderangeboten, können Sie damit Ihre Leser schnell abschrecken und zum Austragen aus Ihrer Liste verleiten.

Wie Sie hier Newsletter-Abmeldungen vermeiden:
Reduzieren Sie den Anteil an Werbung in Ihren Newslettern.

Bedenken Sie: Der Newsletter ist kein Salesletter! Gerade Onlineshops stolpern gerne in diese Fall.

Das bedeutet nicht, dass Sie auf Angebote nicht aufmerksam machen sollten. Doch achten Sie auf die Relation zu Ihrem Inhalt.

Wenn Sie ein Onlineshop mit angeschlossenem E-Mail Marketing sind und daher von Natur aus zahlreiche Projekte bewerben möchten, finden Sie konkrete Themen und Newsletter Ideen, die Sie zusätzlich mit Ihren Abonnenten teilen können.

Um Ihre Kunden über alle laufenden Aktionen und Rabatte zu informieren, nutzen Sie einen gut sichtbaren Link, der auf einer externen Seite alle Angebote präsentiert. So kann der Abonnent selbst entscheiden, ob er daran interessiert ist.

E-Mail Klickraten mit Sommersales erhöhen

Bespiel für einen Newsletter der Firma J.Crew mit externen Link zu aktuelle Rabatte.

Sie sind nun unsicher, wie Sie Ihren Newsletter denn nun inhaltlich gestalten sollen? Keine Sorge, in diesem Artikel erfahren Sie alles: Funktionierende Newsletter Inhalte erstellen

 

7. Ihren E-Mails mangelt es an Kompatibilität

In Zeiten von Smartphones und Laptops reicht es nicht mehr aus, zu versendende Inhalte nur auf eine Art von Endgerät auszulegen.

Ihre Abonnenten erwarten, dass Sie Ihren Newsletter jederzeit fehlerfrei angezeigt bekommen. Sei es auf dem PC im Büro oder auf dem Smartphone, während der Zugfahrt auf die Arbeit.

Problem:
Häufige Anzeigefehler werden Ihre Leser frustrieren. Bei der Dichte an Mitbewerbern im E-Mail Marketing werden Sie sich schnell für einen anderen Newsletter entscheiden, der auf allen Endgeräten ohne Probleme funktioniert.

Newletter mit gelockten Bildern

Beispiel eines Newsletters mit geblockten Bildern

 

Wie Sie hier Newsletter-Abmeldungen vermeiden:
Die Antwort ist in diesem Falle offensichtlich – Ihr Newsletter muss auf allen Geräten angezeigt werden.

Stellen Sie daher bei der Auswahl Ihres E-Mail Providers sicher, dass dieser volle Kompatibilität beim Versenden anbietet.

Finden Sie die Top 80 % der E-Mail Programme heraus, die Ihre Newsletter-Abonnenten nutzen und optimieren Sie Ihre E-Mails speziell für diese Clients.

E-Mail Clients herausfinden

Der Statistikbereich Ihres Newsletter Anbieters gibt Auskunft über die verwendeten Geräte, hier die Ansicht bei Mailjet.

Versenden Sie außerdem Test-E-Mails an sich selbst (Arbeitsrechner, Smartphone etc.), um die fehlerfreie Anzeige zu überprüfen.

A/B Testing Testgruppe auswählen

Möglichkeit, A/B Tests bei Mailjet zu versenden.

Erfahren Sie in unserem Blogartikel, wie Sie Ihre E-Mail Kampagne für alle Endgeräte optimieren.

 

8. Ihr Unternehmen wird nicht erkannt

Problem:
Ihre Leser können nicht erkennen, dass die E-Mail im Postfach von Ihnen ist.

Beinahe anonymisierte Newsletter ohne das spezielle Unternehmensdesign werden den Lesern suspekt vorkommen.

Nicht bekannte Absender ist ein wesentlicher Grund für E-Mail Abmeldungen

Die Untersuchung von Dr. Kerstin Hoffmann zeigt, das E-Mails von unbekannten Absendern eines der Hauptgründe für Newsletter-Abmeldungen sind.

 

Wie Sie hier Newsletter-Abmeldungen vermeiden:
Verstärken Sie das Vertrauen, das Ihnen der Kunde mit dem Abonnieren Ihres Newsletters bereits entgegengebracht hat.

Bei der hohen Anzahl von eingehenden E-Mails muss auf den ersten Blick erkennbar sein, wer Absender des Newsletters ist. Fehlende Informationen führen daher immer wieder zu Abmeldungen.

Verschiedene Varianten für E-Mail Absendernamen

Beispiele für verschiedene Möglichkeiten für eindeutige E-Mail Absendernamen.

Verwenden Sie daher:

  • Einen klaren und eindeutigen Absendernamen
  • Logo
  • Unternehmensfarben
  • Impressum am Ende des Newsletters

Newsletter Abmeldelink

Das Impressum bei Mailjet Newsletter. 

Zeigen Sie Ihrem Leser auf diese Weise, dass es sich um eine E-Mail Ihres Unternehmens handelt.

Ideen und Tipps zu den Themen Aufbau und Design Ihrer Newsletter, haben wir in unserem Artikel für Sie zusammengestellt.

 

9. Die Empfänger haben zu wenig Zeit

Könnten wir doch bloß alle Newsletter und Artikel auch lesen, die uns interessieren…

Leider ist das in den wenigsten Fällen möglich. Das große Angebot und die wenige zur Verfügung stehende Zeit zwingen uns dazu, viele Newsletter nur zu überfliegen.

Problem:
Komplexe, aufwendig gestaltete Inhalte können in vielen Situationen nicht mit der Aufmerksamkeit bedacht werden, die sie verdient hätten.

Das bedeutet, dass diese Newsletter oft nicht gelesen und nach einiger Zeit gekündigt werden. Der Inhalt war nicht an unsere eng geplanten Tagesabläufe angepasst.

Wie Sie hier Newsletter-Abmeldungen vermeiden:
Versenden Sie kurze, übersichtliche Newsletter. Konzentrieren Sie sich auf die Botschaft, die Sie vermitteln möchten.

Vermeiden Sie auf jeden Fall solch lange Newsletter:

Beispiel für einen umfangreichen Newsletter.

Lockern Sie Texte mit Absätzen und Bildern auf, damit Ihre Leser nicht von einer Textwand erschlagen werden.

Benutzen Sie Key-Wörter, die Sie auch fetten können, um den Blick der Empfänger darauf zu lenken. So weiß der Leser schnell, um was es in Ihrem Newsletter inhaltlich geht und er kann entscheiden, ob er weiterlesen möchte.

In unserem umfassenden Guide stellen wir 50 Ideen für funktionierende Newsletter vor, die Sie zu einmaligen E-Mail Kampagnen inspirieren und Ihren Empfängern im Gedächtnis bleiben werden.

 

10. Die Empfänger kennen Ihre Inhalte bereits aus anderen Kanälen

Problem:
Ihre Leser möchten Neuigkeiten erfahren. Wenn Sie ihnen allerdings die gleichen Inhalte wie auf Ihrem Facebook- oder Twitterkanal bieten, werden sich viele Abonnenten fragen, warum Sie Ihren Newsletter noch bestellen sollen.

Als Konsequenz werden Sie viele Leser verlieren, da Ihr Newsletter keine neuen Informationen beinhaltet.

Wie Sie hier Newsletter-Abmeldungen vermeiden:
Verwenden Sie für Ihre unterschiedlichen Kanäle verschiedene Strategien und Inhalte.

Bieten Sie Ihren Abonnenten verschiedene Angebote, die Sie dazu verleiten, Ihnen auf den jeweiligen Plattformen zu folgen. Newsletter und Social Media Inhalten sollten sich unterscheiden. Zwar machen Überschneidungen Sinn, doch achten Sie darauf Kanalspezifische Inhalte zu veröffentlichen.

Beispiele für Content auf Social Media

Beispiele für Newsfeed Inhalte auf Facebook und Twitter bei Mailjet, die man nicht im Newsletter erhält.

Ihr Newsletter sollte einen einzigartigen Inhalt bieten und wichtige Informationen enthalten, sodass Ihr Kunden einen Mehrwert im Abonnement sehen.

Wussten Sie, dass Sie mit Social Media Plattformen wie Facebook oder Twitter Ihre E-Mail Kontaktliste vergrößern können?

Probieren Sie es aus!

 

11. Der Empfänger hat eine neue E-Mail Adresse

Problem
Nicht jede Abmeldung ist ein Abschied für immer. Abonnenten können sich auch von Ihrem Newsletter abmelden, weil Sie eine neue E-Mail Adresse bekommen haben.

Möglich ist allerdings auch, dass alte Adressen einfach verfallen werden lassen und Ihre E-Mails an nicht mehr genutzte Konten gesendet werden.

Wie Sie hier Newsletter-Abmeldungen vermeiden:
Pflegen Sie Ihre Kontaktliste regelmäßig und gewissenhaft. Auf diese Weise sind Sie in der Lage, inaktive E-Mail Adressen zu erkennen und auszusortieren.

Wichtig ist das Reinigen Ihre Kontakte besonders in Hinblick auf die Öffnungsrate Ihre E-Mail Kampagnen. Wir empfehlen Ihnen daher Ihre Kontaktlisten regelmäßig zu reinigen.

Idealerweise sortieren Sie nach jeder versendeten Marketing Kampagne die Adressen aus, die mit Fehlern, Blockierungen, Abmeldungen oder Spam-Beschwerden zurück gesendet wurden.

Um solche Kontakte zu identifizieren, gehen Sie in Ihre Versandstatistik. Die E-Mail Kampagnen Versandstatistik gibt Ihnen genaue Auskünfte darüber, welcher Empfänger wie genau mit Ihrem Newsletter interagiert hat. Schauen sich neben den Spam-Markierungen auch die Bounces an.

Newsletter-Abmeldungen bei Mailjet analysieren

E-Mail Kampagnen Statistik bei Mailjet.

Im zweiten Schritt können Sie dann diese Kontakt händisch austragen.

Möglichkeit Empfänger von Kontaktliste zu entfernen

Bei Mailjet haben Sie die Möglichkeit, Kontakte händisch aus E-Mail Listen zu entfernen.

Sollten Sie dabei feststellen, dass sich viele inaktive Empfänger in Ihrer Kontaktliste befinden, gibt es Mittel und Wege, um diese Abonnenten für Ihren Newsletter zurückzugewinnen.

 

3. Opt-In Anmeldeprozess richtig gestalten

Um Opt-Outs weitestgehend zu vermeiden, muss zunächst das Opt-In richtig implementiert sein. Klingt auf den ersten Blick unlogisch? Ist es aber nicht.

Insbesondere nachträglich passive Abmeldungen gilt es zu vermeiden, um die eigene E-Mail Zustellbarkeit sowie Reputation nicht in Gefahr zu bringen.

Ihre Benutzer sollten sich immer für etwas entscheiden (d.h. ein Kästchen ankreuzen) und nicht dagegen (ein Kästchen ankreuzen oder entfernen, um die Sendung zu verbieten).

Beispiel für aktives Opt-In

So macht man es richtig: Bei Konversionskraft muss der Benutzer den Haken aktiv setzen.

Idealerweise gestalten Sie Ihren Newsletter-Anmeldeprozess im Double Opt-In Verfahren. Es existieren einige Tools am Markt, die es ermöglichen, Double Opt-In Verfahren zu integrieren. Auch Mailjet bietet eine sehr einfache Implementierung an.

 

4. Relevante E-Mail Kampagnen erstellen

Ihre beste Lebensversicherung gegen Opt-Outs sind für die Empfänger relevante E-Mails. Hierzu benötigen Sie u.a.

  • eine durchdachte E-Mail Strategie,
  • ein ansprechendes Design,
  • interessante Inhalte sowie
  • die passende Versandfrequenz.

In unserer großen “Wie Sie einen Newsletter erstellen” Anleitung erfahren Sie alles, was Sie dazu wissen müssen.

 

5. Den Opt-Out Abmeldeprozess richtig gestalten

Effektives E-Mail Marketing betreiben Unternehmen vor allem dann, wenn die versendeten E-Mails an Kontakte gesendet werden, die ein echtes Interesse daran haben.

Doch Lebenssituationen, Interessen und Bedürfnisse ändern sich. Das ist per se nichts schlimmes, sondern eher etwas normales.

Führen Sie beispielsweise einen Onlineshop für Baby- und Kleinkinderbekleidung und sind Ihre Zielgruppe junge Mütter, dann werden sie Ihre Inhalte nach ca. 3 Jahren nicht mehr Interesse.

Durch komplizierte Abmeldeprozesse versuchen Unternehmen gerne Newsletterabmeldung zu verhindern. So werden Double Opt-out Verfahren genutzt oder vor der Abmeldung die Login Daten abgefragt.

Diese Praxis empfehlen wir aber nicht. Newsletter-Abonnenten werden durch einen solch umständlichen Abmeldeprozess eher verärgert. Die Gefahr ist hier groß, dass sie Ihren Newsletter als Spam markieren.

Für den Empfänger ist das Ergebnis gleich: Er erhält Ihre E-Mails nicht mehr. Doch für Sie ist dies das Worst Case Scenario.

 

Verhindern Sie Newsletter-Abmeldungen im Voraus

Die Abmeldung aus Ihrem Newsletter passiert nicht willkürlich. Ihre Abonnenten haben sich zu einem früheren Zeitpunkt dafür entschieden, regelmäßig von Ihnen informiert zu werden.

Auf dem Weg von der Newsletter-Anmeldung zur Newsletter-Abmeldung kann vieles geschehen.

Auch der interessanteste und spannendste Newsletter kann abbestellt werden, weil sich beispielsweise die Interessen der Newsletter-Abonnenten ändern oder die Zeit zum Lesen nicht mehr gegeben ist.

Gründe für Newsletter-Abmeldungen Umfrage Connox

Studie von connox über die Gründe von Newsletter-Abmeldungen. 

Um unnötigen Newsletter-Abmeldungen zu entgehen, sollten Sie einige Maßnahmen beim Versand Ihrer Newsletter ergreifen:

  • Relevante Newsletter Inhalte erstellen
  • Sie erstellen einzigartige Newsletter Inhalte
  • Richtiger Versandzeitpunkt und -frequenz verwenden
  • Ansprechendes Newsletter-Design verwenden
  • Double Opt-In Verfahren nutzen
  • Empfänger E-Mail Adressen auf Aktualität hin prüfen
  • Newsletter Kontaktliste regelmäßig reinigen
  • Ihre Newsletter sind keine Salesletter
  • Newsletter sind responsive
  • Kluge E-Mail Betreffzeilen verfassen
  • Eindeutige Absendernamen wählen
  • Ihre Newsletter sind nicht überladen

 

Lesen Sie hier den ausführlichen Artikel über das Thema Vermeidung von Newsletter-Abmeldungen.

Wir haben hier die häufigsten Gründe für Austragungen aus Kontaktlisten zusammengestellt – und noch viel wichtiger. Was Sie dagegen tun können!

 

Abmeldung vom Newsletter: Das sagt der Gesetzgeber

Rein rechtlich sind Sie als Versender von Newslettern dazu verpflichtet, eine gültige Adresse anzugeben, unter der sich Abonnenten abmelden können. Nicht verpflichtend ist ein Link, der zur sofortigen Abmeldung führt.

Theoretisch müssen Sie an dieser Stelle keine E-Mail Adresse angeben, Kündigungen können auch über Kanäle wie Telefon oder das Kontaktformular auf Ihrer Webseite erfolgen.

Der Nachteil: Sie müssen alle abbestellten Newsletter manuell bearbeiten und die jeweiligen Kontaktdaten löschen.

Das kostet viel Zeit und Arbeit. Sollten Sie vor dem Versenden Ihrer nächsten E-Mail Kampagne eine Adresse vergessen auszutragen, senden Sie eine unerlaubte Marketing E-Mail an diese Person.

Diesen Fall gilt es mit allen Mitteln zu vermeiden.

Beachten Sie: Hat ein Nutzer das Abonnement gekündigt, möchte er keine weiteren E-Mails von Ihnen erhalten. Vermeiden Sie daher eine Bestätigungs-E-Mail!

Im Rahmen der neuen DSGVO sind vorausgewählte Checkboxen unzulässig, also Boxen, bei dem der User den Haken aktiv entfernen muss (vorab aktives Opt-Outs). Die neue Allgemeine Datenschutzverordnung verlangt nämlich eine klare und ausdrückliche Einwilligung seitens des Benutzers.

Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um Endkunden/Verbraucher (B2C) oder Unternehmen (B2B) handelt. Auch unterscheidet die DSGVO grundsätzlich nicht zwischen Interessenten und Bestandskunden.

Kunden, die einen Kauf tätigen oder sich für ein Konto registrieren, dürfen ebenfalls nicht dazu verpflichtet werden, sich gleichzeitig in eine E-Mail Liste einzutragen.

Eine Frage, die wir als E-Mail Marketing Software häufiger hören, ist: Ist es noch zulässig, kostenlose Downloads, sogenannte Freebies, als Leadgenerierungs-Maßnahme für die Newsletter Liste zu nutzen?

Die Antwort: Es kommt drauf an. Prinzipiell existiert ein Kopplungsverbot. Ob diese Praxis zulässig ist, hängt im Wesentlichen davon, wie stark die thematische Überschneidung ist.

Freebies als Maßnahme einzusetzen, um Ihre E-Mail Listen wachsen zu lassen, bleibt ein legitimes Mittel, sofern ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Empfänger sich gleichzeitig für den Newsletter oder Co. anmeldet.

Gutes Beispiel: Nils Kattau stellt die Newsletter-Anmeldung in den Vordergrund und gibt das Freebie quasi als  “Willkommensgeschenk” dazu.

 

 

So gestalten Sie Ihren Newsletter-Abmeldeprozess richtig

Prinzipiell gilt: Gestalten Sie Ihren Newsletter-Abmeldeprozess so benutzerfreundlich wie möglich.

Abmeldung ist nicht gleich Abmeldung. Auch bei diesem Schritt können Sie als Versender von Newslettern noch etwas positives aus der Situation ziehen.

Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Sie mit der richtigen Strategie viele, wenn auch nicht alle Abmeldungen verhindern können.

 

Vermeiden Sie diese Fehler bei Formularen zur Newsletter-Abmeldung

Ziel des Abmeldeprozesses ist es, dem Nutzer eine möglichst schnelle und einfache Möglichkeit zu bieten, den Newsletter zu kündigen. Uninteressierte Abonnenten wirken sich auf Ihre Öffnungsrate aus und kosten unnötige Ressourcen.

Daher ist es auch zu Ihrem Vorteil, wenn sich Empfänger unkompliziert und in kurzer Zeit aus Ihrer Kontaktliste austragen können. Dabei gilt es einigen Stolpersteinen auszuweichen:

Verzichten Sie auf die Abfrage von persönlichen Daten

Erschweren Sie den Abmeldeprozess nicht mit der Abfrage nach Passwörtern. Nicht jeder Nutzer wird diese auf die Schnelle finden – mit der Konsequenz, dass Ihr Newsletter nicht abbestellt, sondern als Spam markiert wird.

Die Eingabe der E-Mail Adresse ist ausreichend .

Vermeiden Sie eine übertriebene grafische Gestaltung

Diese verwirrt Ihre Kunden, da sie keine klaren Linien und Strukturen bietet. Um Ihren Kunden die Newsletter-Abmeldung zu erleichtern, setzen Sie bei der Gestaltung auf ein schlichtes grafisches Design.

Beschränken Sie das Layout auf das Wesentliche:

  • Hinweis auf Abbestellung
  • Handlungsaufforderung
  • Auffälliger Call-To-Action Button

ferienpartner abmeldung

Übersichtliches Abmeldeformular von Feriepartner

 

Hierzu bieten sich mehrere Möglichkeiten an, die wir im Folgenden besprechen.

 

Das 1-Klick-Verfahren

Eine Möglichkeit, Ihren Newsletter-Abmeldeprozess richtig zu gestalten, ist das sogenannte 1-Klick-Verfahren.

Häufig versuchen Unternehmen durch lange Abmeldeformulare oder komplizierte Abmeldeprozesse eine Newsletter-Abmeldung zu verhindern.

So werden Double Opt-out Verfahren genutzt oder vor der Abmeldung die Login Daten abgefragt. Dadurch wird die Abmeldung unnötig in die Länge gezogen.

Mehr zu dem Thema Opt-Out erfahren Sie in unserem Blogartikel.

Die Problematik: Ihre Kunden werden durch einen solchen Abmeldeprozess schnell verärgert und die Gefahr ist groß, dass sie Ihren Newsletter als Spam markieren anstatt sich abzumelden.

E-Mail direkt in Gmail als Spam markieren

Zahlreiche ISPs darunter Gmail bietet die Möglichkeit an, E-Mails direkt als Spam zu markieren.

Sie sind daher gut beraten, Nutzern eine unkomplizierte Abmeldung zu ermöglichen. Eine Option, Ihren Newsletter-Abmeldeprozess richtig zu gestalten ist das sogenannte 1-Klick-Verfahren.

Bieten Sie am Ende Ihrer E-Mail einen Link an mit dem Abonnenten mit einem Klick Ihren Newsletter abbestellen können.

 

Newsletter Abmeldelink
Eingebaute Abmeldefunktion im Newsletter von Mailjet

 

Doch das 1-Klick-Verfahren hat auch Nachteile. Man erfährt nichts über die Gründe, warum sich der Abonnenten von Ihrem Newsletter abmelden möchte und Sie können Ihre E-Mail Kampagnen nicht auf der Grundlage vom Feedback Ihrer Nutzer optimieren.

Um ein versehentliches Abbestellen des Newsletters auszuschließen, können Sie eine Bestätigungsfrage einfügen oder dem Nutzer die Möglichkeit bieten, sich mit einem Klick wieder anzumelden.

 

 

Frage: Soll Abmeldung wirklich erfolgen?

Bestätigungsfrage während des Abmeldeprozesses

 

Beenden Sie die Abmeldungen mit der Bestätigung, dass die vorgenommene Abmeldung erfolgreich war. Auf diese Weise ersparen Sie sich den Versand einer Bestätigungs-E-Mail.

 

Bestätigung der Abmeldung

Einfach gehaltene Abmeldebestätigung

 

Das 2-Klick-Verfahren

Neben dem 1-Klick-Prinzip können Sie Ihren Newsletter-Abmeldeprozess via 2-Klick gestalten.

Über einen Abmelde-Link in Ihrem Newsletter führen Sie den Nutzer dabei auf eine eigene Landing Page.

Auf dieser Seite können Sie die Abmeldung bestätigen lassen und nach dem Grund fragen. Halten Sie diese Landing Pages vom Design her schlicht und einfach, damit der Nutzer auf den ersten Blick erkennt, was Sie von ihm möchten.

Wichtig: Das Abbestellen Ihres Newsletter ist nicht gleichbedeutend mit dem Verlust eines Kunden. Auch dies ist ein weiterer Grund, warum Sie den Empfängern Ihrer Marketing E-Mails immer die Möglichkeit geben sollten, sich aus Ihrer Kontaktliste auszutragen und Sie nicht zu verärgern.

Doch was gehört auf der Newsletter-Abmelde Landing Page?

Hier bieten sich wiederum vier verschiedene Möglichkeiten an:

1. Möglichkeit: Fragen Sie nach Feedback

Sie müssen Ihre Newsletter-Abmeldungen nicht immer als negativ betrachten. Sehen Sie jede einzelne Abmeldung als Optimierungspotenzial und als eine Chance an, Ihr Unternehmen weiterzuentwickeln. Und dazu benötigen Sie das Feedback Ihrer Kunden.

newsletter t3n

Das Online-Magazin t3n fragt auf Ihrer Newsletter-Abmelde Landing Page nach dem Grund für die Abmeldung

 

Erarbeiten Sie Umfragen, die Sie gezielt in Ihren Abmeldeprozess einbinden, um herauszufinden warum sich Ihre Abonnenten abmelden.

So erhalten Sie wertvolle Informationen über potenzielle Schwachstellen in Ihrer Newsletter – Strategie und haben die Möglichkeit schnell zu reagieren.

Wir empfehlen diese Umfragen auf freiwilligen Basis ausfüllen zu lassen und Kategorien wie diese anzubieten:

  • Unansprechende Inhalte
  • Kein Interesse
  • Newsletter wird zu häufig versand
  • Newsletter wird zu selten versand
  • Technische Probleme
  • Sonstige Gründe

Neben solchen Kategorien ist auch ein freies Kästchen für individuelle Anmerkungen empfehlenswert.

 

Raum für individuelle Äußerungen

Beispiel einer Antwortbox

Durch solche Umfragen reduzieren Sie Ihre zukünftige Newsletter – Abmelderate erheblich. Außerdem erfreuen Sie sich über eine hohe Anzahl an Newsletter – Abonnenten, die Ihren Newsletter auch wirklich erhalten möchten.

Aber nicht nur das: Auch Ihre Ex – Abonnenten behalten Sie positiv im Hinterkopf. Denn mit einer solchen Umfrage zeigen Sie, dass Ihnen die Meinung Anderer wichtig ist.

 

2. Möglichkeit: Versandhäufigkeit anpassen

Einer der Hauptgründe für die häufigsten Austragungen aus Newsletter-Listen ist eine zu hohe Versandfrequenz von Newslettern und eine dementsprechend hohe Anzahl an E-Mails im Postfach.

Für den Fall, dass Ihr Empfänger sich an zu vielen E-Mails stört, bieten Sie ihm doch einfach eine alternative Sendefrequenz an. Sollte ein Kontakt weiter an Ihrem Inhalt interessiert sein, sich aber an dem zu hohen E-Mail Volumen stören, können Sie eine endgültige Abmeldung auf diese Weise verhindern.

Lidl Abmeldung

Abmeldung mit der Möglichkeit weniger Newsletter zu empfangen von Lidl

 

 

3. Möglichkeit: Newsletter-Inhalte selber bestimmen und zusammenstellen

Diese Variante bieten sich für große Unternehmen mit mehreren verschiedenen Newslettern und einer hohen Sendefrequenz an.

Wenn Ihre Empfänger in Ihren Newslettern nicht mehr genügend relevanten Inhalt vorfinden, werden Sie schnell den Link zur Abmeldung suchen.

Neben der Option sich schnell und einfach abzumelden, geben Sie dem Nutzer die Chance, den Newsletter auf seine Bedürfnisse zuschneiden zu können. Neben der Möglichkeit der endgültigen Abmeldung Ihres gesamten Newsletter, weisen Sie darauf hin, dass auch nur einzelne Inhalte abonniert werden können.

Auf diese Weise können Ihre Abonnenten selbst entscheiden, ob Sie für konkrete Themen den Newsletter beibehalten möchten.

Newsletter-Abmeldung mit der Möglichkeit zur Personalisierung bei EMP

 

Tipp: Falls Sie mehrere Themengebiete mit Ihrem Newsletter abdecken und viele verschiedene E-Mail Kampagnen verschicken, bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit auf Personalisierung auch bereits bei der Anmeldung an.

So stellen Sie sicher, dass der Posteingang Ihrer Abonnenten nicht zu überladen wird und nur die für den Nutzer interessanten Inhalte versendet werden.

 

Formular zur Personalisierung des Newsletters bei KLM

Und jetzt?

Optimieren Sie Ihre Newsletter und entwickeln Sie einen benutzerfreundlichen Abmeldeprozess. Alle Abmeldungen werden Sie leider nicht verhindern können, mit der richtigen Strategie werden Sie diese allerdings gering halten.

Erstellen Sie daher von Anfang an funktionierende und aussagekräftige Newsletter, die Ihre Abonnenten interessieren. Erfahren Sie in unserem Newsletter Marketing Guide alles, was Sie über das Erstellen von Newslettern wissen müssen. Klicken Sie dazu, einfach auf das Bild:

Für den Fall von Austragungen aus Ihrer Kontaktliste haben Sie nun das gesamte Wissen, das Sie benötigen, um den Newsletter-Abmeldeprozess richtig zu gestalten. Probieren Sie gleich  in der Praxis aus. Loggen Sie sich dazu bei Mailjet ein oder erstellen Sie kostenlos ein Konto:

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