Jan Bernecke

Jan Bernecke

Marketing Manager D/A/CH

Als E-Mail Marketer möchten Sie Newsletter-Abmeldungen natürlich verhindern. In einigen Fällen wird Ihnen das allerdings nicht gelingen und Ihre Empfänger werden auf den Abmeldelink klicken.

Ist das nun das Ende? Nicht ganz. Ein optimal gestalteter Abmeldeprozess bietet viele Möglichkeiten für Sender und Empfänger gleichermaßen und kann sogar verhindern, dass Ihr Newsletter tatsächlich abbestellt wird.

Aus diesem Grund haben wir in unserer 3-teiligen „Opt-out“ Serie alles Wissenswerte über Newsletter-Abmeldungen, und wie Sie diesen entgegenwirken, zusammengefasst.

In diesem 3. und letzten Teil widmen wir uns der Frage, wie Sie den Abmeldelink im Newsletter für sich und Ihre Abonnenten optimal gestalten. Denn eine Trennung im Guten kann für beide Seiten durchaus positive Aspekte haben.

Die richtige E-Mail Marketing Praxis kann den Unterschied ausmachen. Um zukünftig keine E-Mail Marketing Tipps und Tricks zu verpassen, abonnieren Sie unseren Newsletter.

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Sollten sich Empfänger aus Ihrem Newsletter austragen, ist das natürlich ärgerlich.

Newsletter-Abmeldungen sind ein ganz normaler Vorgang und keine Katastrophe. Nichtsdestotrotz können Sie aktiv etwas gegen Austragungen aus Ihrer Kontaktliste unternehmen.

 

Verhindern Sie Newsletter-Abmeldungen im Voraus

Die Abmeldung aus Ihrem Newsletter passiert nicht willkürlich. Ihre Abonnenten haben sich zu einem früheren Zeitpunkt dafür entschieden, regelmäßig von Ihnen informiert zu werden.

Auf dem Weg von der Newsletter-Anmeldung zur Newsletter-Abmeldung kann vieles geschehen.

Auch der interessanteste und spannendste Newsletter kann abbestellt werden, weil sich beispielsweise die Interessen der Newsletter-Abonnenten ändern oder die Zeit zum Lesen nicht mehr gegeben ist.

Gründe für Newsletter-Abmeldungen Umfrage Connox

Studie von connox über die Gründe von Newsletter-Abmeldungen. 

Um unnötigen Newsletter-Abmeldungen zu entgehen, sollten Sie einige Maßnahmen beim Versand Ihrer Newsletter ergreifen:

  • Relevante Newsletter Inhalte erstellen
  • Sie erstellen einzigartige Newsletter Inhalte
  • Richtiger Versandzeitpunkt und -frequenz verwenden
  • Ansprechendes Newsletter-Design verwenden
  • Double Opt-In Verfahren nutzen
  • Empfänger E-Mail Adressen auf Aktualität hin prüfen
  • Newsletter Kontaktliste regelmäßig reinigen
  • Ihre Newsletter sind keine Salesletter
  • Newsletter sind responsive
  • Kluge E-Mail Betreffzeilen verfassen
  • Eindeutige Absendernamen wählen
  • Ihre Newsletter sind nicht überladen

 

Lesen Sie hier den ausführlichen Artikel über das Thema Vermeidung von Newsletter-Abmeldungen.

Wir haben hier die häufigsten Gründe für Austragungen aus Kontaktlisten zusammengestellt – und noch viel wichtiger. Was Sie dagegen tun können!

 

Abmeldung vom Newsletter: Das sagt der Gesetzgeber

Rein rechtlich sind Sie als Versender von Newslettern dazu verpflichtet, eine gültige Adresse anzugeben, unter der sich Abonnenten abmelden können. Nicht verpflichtend ist ein Link, der zur sofortigen Abmeldung führt.

Theoretisch müssen Sie an dieser Stelle keine E-Mail Adresse angeben, Kündigungen können auch über Kanäle wie Telefon oder das Kontaktformular auf Ihrer Webseite erfolgen.

Der Nachteil: Sie müssen alle abbestellten Newsletter manuell bearbeiten und die jeweiligen Kontaktdaten löschen.

Das kostet viel Zeit und Arbeit. Sollten Sie vor dem Versenden Ihrer nächsten E-Mail Kampagne eine Adresse vergessen auszutragen, senden Sie eine unerlaubte Marketing E-Mail an diese Person.

Diesen Fall gilt es mit allen Mitteln zu vermeiden.

Beachten Sie: Hat ein Nutzer das Abonnement gekündigt, möchte er keine weiteren E-Mails von Ihnen erhalten. Vermeiden Sie daher eine Bestätigungs-E-Mail!

 

So gestalten Sie Ihren Newsletter-Abmeldeprozess richtig

Prinzipiell gilt: Gestalten Sie Ihren Newsletter-Abmeldeprozess so benutzerfreundlich wie möglich.

Abmeldung ist nicht gleich Abmeldung. Auch bei diesem Schritt können Sie als Versender von Newslettern noch etwas positives aus der Situation ziehen.

Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Sie mit der richtigen Strategie viele, wenn auch nicht alle Abmeldungen verhindern können.

 

Vermeiden Sie diese Fehler bei Formularen zur Newsletter-Abmeldung

Ziel des Abmeldeprozesses ist es, dem Nutzer eine möglichst schnelle und einfache Möglichkeit zu bieten, den Newsletter zu kündigen. Uninteressierte Abonnenten wirken sich auf Ihre Öffnungsrate aus und kosten unnötige Ressourcen.

Daher ist es auch zu Ihrem Vorteil, wenn sich Empfänger unkompliziert und in kurzer Zeit aus Ihrer Kontaktliste austragen können. Dabei gilt es einigen Stolpersteinen auszuweichen:

Verzichten Sie auf die Abfrage von persönlichen Daten

Erschweren Sie den Abmeldeprozess nicht mit der Abfrage nach Passwörtern. Nicht jeder Nutzer wird diese auf die Schnelle finden – mit der Konsequenz, dass Ihr Newsletter nicht abbestellt, sondern als Spam markiert wird.

Die Eingabe der E-Mail Adresse ist ausreichend .

Vermeiden Sie eine übertriebene grafische Gestaltung

Diese verwirrt Ihre Kunden, da sie keine klaren Linien und Strukturen bietet. Um Ihren Kunden die Newsletter-Abmeldung zu erleichtern, setzen Sie bei der Gestaltung auf ein schlichtes grafisches Design.

Beschränken Sie das Layout auf das Wesentliche:

  • Hinweis auf Abbestellung
  • Handlungsaufforderung
  • Auffälliger Call-To-Action Button

ferienpartner abmeldung

Übersichtliches Abmeldeformular von Feriepartner

 

Hierzu bieten sich mehrere Möglichkeiten an, die wir im Folgenden besprechen.

 

Das 1-Klick-Verfahren

Eine Möglichkeit, Ihren Newsletter-Abmeldeprozess richtig zu gestalten, ist das sogenannte 1-Klick-Verfahren.

Häufig versuchen Unternehmen durch lange Abmeldeformulare oder komplizierte Abmeldeprozesse eine Newsletter-Abmeldung zu verhindern.

So werden Double Opt-out Verfahren genutzt oder vor der Abmeldung die Login Daten abgefragt. Dadurch wird die Abmeldung unnötig in die Länge gezogen.

Mehr zu dem Thema Opt-Out erfahren Sie in unserem Blogartikel.

Die Problematik: Ihre Kunden werden durch einen solchen Abmeldeprozess schnell verärgert und die Gefahr ist groß, dass sie Ihren Newsletter als Spam markieren anstatt sich abzumelden.

E-Mail direkt in Gmail als Spam markieren

Zahlreiche ISPs darunter Gmail bietet die Möglichkeit an, E-Mails direkt als Spam zu markieren.

Sie sind daher gut beraten, Nutzern eine unkomplizierte Abmeldung zu ermöglichen. Eine Option, Ihren Newsletter-Abmeldeprozess richtig zu gestalten ist das sogenannte 1-Klick-Verfahren.

Bieten Sie am Ende Ihrer E-Mail einen Link an mit dem Abonnenten mit einem Klick Ihren Newsletter abbestellen können.

 

Newsletter Abmeldelink
Eingebaute Abmeldefunktion im Newsletter von Mailjet

 

Doch das 1-Klick-Verfahren hat auch Nachteile. Man erfährt nichts über die Gründe, warum sich der Abonnenten von Ihrem Newsletter abmelden möchte und Sie können Ihre E-Mail Kampagnen nicht auf der Grundlage vom Feedback Ihrer Nutzer optimieren.

Um ein versehentliches Abbestellen des Newsletters auszuschließen, können Sie eine Bestätigungsfrage einfügen oder dem Nutzer die Möglichkeit bieten, sich mit einem Klick wieder anzumelden.

 

 

Frage: Soll Abmeldung wirklich erfolgen?

Bestätigungsfrage während des Abmeldeprozesses

 

Beenden Sie die Abmeldungen mit der Bestätigung, dass die vorgenommene Abmeldung erfolgreich war. Auf diese Weise ersparen Sie sich den Versand einer Bestätigungs-E-Mail.

 

Bestätigung der Abmeldung

Einfach gehaltene Abmeldebestätigung

 

Das 2-Klick-Verfahren

Neben dem 1-Klick-Prinzip können Sie Ihren Newsletter-Abmeldeprozess via 2-Klick gestalten.

Über einen Abmelde-Link in Ihrem Newsletter führen Sie den Nutzer dabei auf eine eigene Landing Page.

Auf dieser Seite können Sie die Abmeldung bestätigen lassen und nach dem Grund fragen. Halten Sie diese Landing Pages vom Design her schlicht und einfach, damit der Nutzer auf den ersten Blick erkennt, was Sie von ihm möchten.

Wichtig: Das Abbestellen Ihres Newsletter ist nicht gleichbedeutend mit dem Verlust eines Kunden. Auch dies ist ein weiterer Grund, warum Sie den Empfängern Ihrer Marketing E-Mails immer die Möglichkeit geben sollten, sich aus Ihrer Kontaktliste auszutragen und Sie nicht zu verärgern.

Doch was gehört auf der Newsletter-Abmelde Landing Page?

Hier bieten sich wiederum vier verschiedene Möglichkeiten an:

1. Möglichkeit: Fragen Sie nach Feedback

Sie müssen Ihre Newsletter-Abmeldungen nicht immer als negativ betrachten. Sehen Sie jede einzelne Abmeldung als Optimierungspotenzial und als eine Chance an, Ihr Unternehmen weiterzuentwickeln. Und dazu benötigen Sie das Feedback Ihrer Kunden.

newsletter t3n

Das Online-Magazin t3n fragt auf Ihrer Newsletter-Abmelde Landing Page nach dem Grund für die Abmeldung

 

Erarbeiten Sie Umfragen, die Sie gezielt in Ihren Abmeldeprozess einbinden, um herauszufinden warum sich Ihre Abonnenten abmelden.

So erhalten Sie wertvolle Informationen über potenzielle Schwachstellen in Ihrer Newsletter – Strategie und haben die Möglichkeit schnell zu reagieren.

Wir empfehlen diese Umfragen auf freiwilligen Basis ausfüllen zu lassen und Kategorien wie diese anzubieten:

  • Unansprechende Inhalte
  • Kein Interesse
  • Newsletter wird zu häufig versand
  • Newsletter wird zu selten versand
  • Technische Probleme
  • Sonstige Gründe

Neben solchen Kategorien ist auch ein freies Kästchen für individuelle Anmerkungen empfehlenswert.

 

Raum für individuelle Äußerungen

Beispiel einer Antwortbox

Durch solche Umfragen reduzieren Sie Ihre zukünftige Newsletter – Abmelderate erheblich. Außerdem erfreuen Sie sich über eine hohe Anzahl an Newsletter – Abonnenten, die Ihren Newsletter auch wirklich erhalten möchten.

Aber nicht nur das: Auch Ihre Ex – Abonnenten behalten Sie positiv im Hinterkopf. Denn mit einer solchen Umfrage zeigen Sie, dass Ihnen die Meinung Anderer wichtig ist.

 

2. Möglichkeit: Versandhäufigkeit anpassen

Einer der Hauptgründe für die häufigsten Austragungen aus Newsletter-Listen ist eine zu hohe Versandfrequenz von Newslettern und eine dementsprechend hohe Anzahl an E-Mails im Postfach.

Für den Fall, dass Ihr Empfänger sich an zu vielen E-Mails stört, bieten Sie ihm doch einfach eine alternative Sendefrequenz an. Sollte ein Kontakt weiter an Ihrem Inhalt interessiert sein, sich aber an dem zu hohen E-Mail Volumen stören, können Sie eine endgültige Abmeldung auf diese Weise verhindern.

Lidl Abmeldung

Abmeldung mit der Möglichkeit weniger Newsletter zu empfangen von Lidl

 

 

3. Möglichkeit: Newsletter-Inhalte selber bestimmen und zusammenstellen

Diese Variante bieten sich für große Unternehmen mit mehreren verschiedenen Newslettern und einer hohen Sendefrequenz an.

Wenn Ihre Empfänger in Ihren Newslettern nicht mehr genügend relevanten Inhalt vorfinden, werden Sie schnell den Link zur Abmeldung suchen.

Neben der Option sich schnell und einfach abzumelden, geben Sie dem Nutzer die Chance, den Newsletter auf seine Bedürfnisse zuschneiden zu können. Neben der Möglichkeit der endgültigen Abmeldung Ihres gesamten Newsletter, weisen Sie darauf hin, dass auch nur einzelne Inhalte abonniert werden können.

Auf diese Weise können Ihre Abonnenten selbst entscheiden, ob Sie für konkrete Themen den Newsletter beibehalten möchten.

Newsletter-Abmeldung mit der Möglichkeit zur Personalisierung bei EMP

 

Tipp: Falls Sie mehrere Themengebiete mit Ihrem Newsletter abdecken und viele verschiedene E-Mail Kampagnen verschicken, bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit auf Personalisierung auch bereits bei der Anmeldung an.

So stellen Sie sicher, dass der Posteingang Ihrer Abonnenten nicht zu überladen wird und nur die für den Nutzer interessanten Inhalte versendet werden.

 

Formular zur Personalisierung des Newsletters bei KLM

Und jetzt?

Optimieren Sie Ihre Newsletter und entwickeln Sie einen benutzerfreundlichen Abmeldeprozess. Alle Abmeldungen werden Sie leider nicht verhindern können, mit der richtigen Strategie werden Sie diese allerdings gering halten.

Erstellen Sie daher von Anfang an funktionierende und aussagekräftige Newsletter, die Ihre Abonnenten interessieren. Erfahren Sie in unserem Guide alles, was Sie über das Erstellen von Newslettern wissen müssen. Klicken Sie dazu, einfach auf das Bild:

Für den Fall von Austragungen aus Ihrer Kontaktliste haben Sie nun das gesamte Wissen, das Sie benötigen, um den Newsletter-Abmeldeprozess richtig zu gestalten. Probieren Sie gleich  in der Praxis aus. Loggen Sie sich dazu bei Mailjet ein oder erstellen Sie kostenlos ein Konto:

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