Thomas Hajdukowicz

Thomas Hajdukowicz

Überraschenderweise geht es für viele Vermarkter beim E-Mail Versand hauptsächlich darum, eine saubere Kontaktliste zu haben, inhaltliche Ideen zu entwickeln (von der Betreffzeile bis hin zu den CTAs) und auf „Senden“ zu klicken. Die Meisten sind dann der Meinung, dass Sie Ihren Job ordentlich erledigt haben, obwohl die Arbeit an diesem Punkt erst zur Hälfte erledigt ist. Beim E-Mail Versand geht es um mehr, als nur um das Versenden von Kampagnen oder das Erstellen von Transaktions-E-Mails. Kampagnen zu verfolgen, Ergebnisse zu analysieren und Rückschlüsse zu ziehen ist von hoher Relevanz, um zukünftige Sendungen zu optimieren. Aber wie?

An dieser Stelle kommen die E-Mail Statistiken ins Spiel. In diesem Beitrag lernen Sie die Statistiken kennen, die Sie im Auge behalten müssen, erfahren, was die Ergebnisse über Ihre Praktiken beim E-Mail Versand aussagen und wie Sie diese Statistiken verbessern.

 

E-Mail Statistiken, die Sie im Auge behalten müssen

Offensichtlich sind alle Statistiken, die von den verschiedenen E-Mail Service Providern bereitgestellt werden, von Relevanz. Sie sind tatsächlich so relevant, dass unabhängig von der für das Senden der E-Mails verwendeten Plattform die in Ihrem Dashboard mit Statistiken verfügbaren E-Mail Status die gleiche Bezeichnung haben.

 

Die Grundlagen von E-Mail Statistiken

Wir bei Mailjet unterscheiden zwischen positiven und negativen Statistiken. Diese Einteilung ist nicht offizieller Art. Sie unterstützt uns jedoch dabei, positives weiter zu verbessern und eventuell vorhandene Fehler zu erkennen.

Positive Statistiken: Gesendet und zugestellt: Beginnen wir mit der offensichtlichsten Statistik: die Sende- und Zustellungsrate. Wie der Name schon verrät, ist die Senderate der Anteil von E-Mails, die den Server des Absenders tatsächlich verlassen, um zum Empfänger zu gelangen. Die Zustellungsrate ist der Anteil gesendeter E-Mails, die auf dem Server des Empfängers landen. Werden von Ihnen die Best Practices für das Versenden von E-Mails eingehalten, liegen diese Statistiken durchschnittlich zwischen 95 % und 100 %.

Geöffnet: Die Öffnungsrate ist der Anteil zugestellter E-Mails, die mindestens einmal geöffnet wurden. Mit ihr stellen Sie fest, ob der Empfänger Ihre Nachrichten liest.

Angeklickt: Die Klickrate ist der Anteil geöffneter E-Mails, die mindestens einmal angeklickt wurden. Dank ihr stellen Sie fest, welche Inhalte interessant genug sind, um Leser auf Ihre Webseite zu lenken.

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Negative Statistiken: Negative Statistiken sind diejenigen, die Ihrer Absender-Reputation schaden (im schlimmsten Fall sogar sehr). Wir bei Mailjet haben einen Grenzwert festgelegt, der von Ihnen nicht überschritten werden darf, da Ihr Konto sonst eventuell in Quarantäne gestellt oder sogar blockiert wird.

Abmeldungen: Die Abmelderate ist mit der Öffnungsrate verbunden. Sie gibt den Anteil der Empfänger an, die auf den Abmelde-Link in der geöffneten E-Mail klicken (oder, wie in manchen Fällen, auf die Abmeldeschaltfläche, die von einigen der Webmail-Clients und ISPs bereitgestellt wird). Mit diesem Helfer, halten Sie Ihre Kontaktlisten auf natürliche Weise auf dem neuesten Stand. Die positive Nachricht: Mailjet entfernt alle abgemeldeten E-Mail Adressen automatisch von Ihrer Kontaktliste. Ein Grund mehr Ihre E-Mail Kampagnen mit Mailjet zu versenden.

Rückläufer: Die Rücklaufrate berechnet sich auf der Basis der Gesamtanzahl versendeter E-Mails. Ein Rückläufer bedeutet, dass die E-Mail ihr vorgesehenes Ziel aus irgendeinem Grund nicht erreicht (der Posteingang Ihres Kontakts). Wir bei Mailjet unterscheiden zwischen welchen Rückläufern (Soft Bounces) wie voller Posteingang, Abwesenheitsnachricht usw. und harten Rückläufern (Hard Bounces) wie ungültige Domain, nicht vorhandener Server usw.

Blockiert: Die Blockierungsrate ergibt sich aus der Gesamtanzahl der versendeten E-Mails. Der Status „Blockiert“ ist ein Status, den Mailjet für seine Benutzer festlegt. E-Mails, die zuvor harte Rückläufer waren oder als Spam eingestuft wurden, werden von unserem System vorab blockiert. Auf diese Weise wird die Reputation des Absenders weniger geschädigt.

Als Spam eingestuft: Die berüchtigte Spam-Kategorie basiert ebenfalls auf der Anzahl zugestellter E-Mails. Unter „Spam“ finden Sie alle Empfänger, die auf die Schaltfläche „Als Spam melden“ ihres Webmail-Clients oder ISPs klicken. Diese Kategorie sollte mehr als jede andere unbedingt gemieden werden. Die Folge: Eine schlechte Absender-Reputation.

 

Die Bedeutung dieser Statistiken

Diese Statistiken existieren nicht aufgrund unserer Liebe für Zahlen. Sie haben eine Bedeutung. Je nach Ergebnis und der von Ihnen festgelegten KPIs ergreifen Sie verschiedene Maßnahmen. Betrachten wir einige der am häufigsten anzutreffenden Szenarien…

Die negativen Statistiken liegen deutlich unter den Grenzwerten, aber die Öffnungsrate ist sehr niedrig. Bevor ein Empfänger Ihre E-Mail öffnet, prüft er drei Dinge: Absendername, E-Mail Betreffzeile und Kopfzeile. Haben Sie diese Elemente getestet? Der von Ihnen verwendete Absendername ist unter Umständen nicht so selbsterklärend, wie Sie vielleicht annehmen. Peppen Sie Ihre E-Mail Betreffzeile mit Emojis auf – wie es unsere Freunde von Product Hunt gerne tun. Sie wissen nicht genau, wo Sie anfangen sollen? Wir haben die richtige Lösung für Sie mit diesem Beitrag über die Elemente, die Sie testen können (und sollten).

Die Öffnungsrate ist hoch, aber die Klickraten stagnieren. Glückwunsch! Ihre Empfänger öffnen Ihre E-Mails. Der erste wichtige Schritt ist getan. Aber aus irgendeinem Grund werden sie nicht angeklickt. Dies liegt entweder an einer CTA oder an einem inhaltlichen Problem.  Das bedeutet: Sind die klickbaren Inhalte Ihrer E-Mail nicht ausreichend oder die Inhalte nicht ansprechend genug, werden sie von den Lesern eher nicht angeklickt.

Testen Sie daher unbedingt die Position der CTAs und die Länge Ihrer Inhalte. Gestalten Sie die CTA für ein Anklicken attraktiv, wie z. B. durch Schaltflächen und/oder Bilder, anstatt nur einfache Links in den Text zu integrieren. Betrachten Sie das von der praktischen Seite: Werden Ihre E-Mails auf einem Mobilgerät geöffnet und gelesen, ist das Drücken einer Schaltfläche mit dem Daumen einfacher, als den Text zu vergrößern.

Die negativen Statistiken spielen verrückt. Die von Ihnen verwendete Kontaktliste ist von schlechter Qualität. In diesem Fall gibt es mehrere Optionen:

  • Sie haben seit längerer Zeit keine E-Mail versendet und die Empfänger wissen nicht mehr, wer Sie sind.
  • Sie haben vor Kurzem die Liste eines Drittanbieters gekauft oder ausgeliehen (WAS AUF KEINEN FALL GETAN WERDEN SOLLTE) und erfahren jetzt die Konsequenzen dieses Handelns.
  • Ihre Kontaktliste wurde seit Beginn des regelmäßigen Versendens von E-Mails nicht wirklich gesäubert, was jetzt zu einer schlechten Statistik führt.

Um das zu verhindern, gibt es nur wenige Möglichkeiten. Vor dem Versenden gilt: VERWENDEN SIE UNTER KEINEN UMSTÄNDEN EINE GEKAUFTE KONTAKTLISTE! Zweitens: VERWENDEN SIE UNTER KEINEN UMSTÄNDEN EINE GEKAUFTE KONTAKTLISTE! Und drittens: Siehe Punkt 1 und 2.

Da Sie die goldene Regel jetzt kennen, haben wir hier ein paar Handlungsempfehlungen für Sie. Handelt es sich um die erste Kampagne seit langer Zeit oder ist es zumindest schon eine Weile her? Dann versenden Sie zuerst Kampagnen an einen kleinen Teil der Liste und fragen Sie die Kontakte, ob sie auch weiterhin E-Mails von Ihnen erhalten möchten. Auf diese Weise begrenzen Sie das Risiko von Massenabmeldungen und steigender Spamraten.

Entfernen Sie außerdem nicht zustellbare Adressen, als Spam eingestufte und blockierte E-Mails von der Kontaktliste. Auch wenn das Entfernen dieser Adressen lästig und nutzlos erscheint, liefert es langfristig gesehen gute Ergebnisse. Sie behalten Ihre gute Absender-Reputation.

Sie haben jetzt die wichtigen Statistiken kennengelernt, die für eine Optimierung Ihrer E-Mail Kampagnen zu beachten sind. Wie Sie feststellen konnten, ist das keine komplizierte Angelegenheit, sondern einfach nur testen, verbessern und wieder testen. Also, werden Sie zum E-Mail Champion! Das Spielfeld gehört Ihnen. Verbessern Sie Ihre positiven Statistiken und befördern Sie die negativen in die Bedeutungslosigkeit!

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