Juliane Heise

// Country Marketing Manager D/A/CH

Die E-Mail Öffnungsrate ein entscheidender Aspekt für den Erfolg einer E-Mail Kampagne. Wenn E-Mails nicht geöffnet werden, dann können die Empfänger auch nicht die von Ihnen gewollte Aktion ausführen.

Was kann also dafür getan werden, dass Ihre Empfänger Ihre E-Mails in großer Zahl öffnen?

In diesem Blogartikel erfahren Sie, wie sich die E-Mail Öffnungsrate errechnet, was eine gute Quote für Ihre Branche ist und was Sie aktiv tun können, um diese zu erhöhen.

 

Was ist die E-Mail Öffnungsrate?

Beginnen wir mit den Grundlagen: Die Öffnungsrate ist der Anteil der E-Mails, der von Ihren Empfängern geöffnet wird.

Dieser Prozentsatz wird einfach berechnet, indem die Anzahl der geöffneten E-Mails durch die Anzahl der zugestellten E-Mails geteilt wird.

Berechnung Öffnungsrate

Formel zur Berechnung der Öffnungsrate

 

P.S. Die Anzahl der zugestellten E-Mails ist die Anzahl der Mails, die die Posteingänge Ihrer Empfänger erreicht haben.

Die Anzahl der geöffneten E-Mails verrät dem Absender vieles über den Erfolg seiner Kampagnen, aber auch über das Verhalten seiner Empfänger und seinen Stellenwert bei diesen.

So kann anhand der Öffnungsrate bemessen werden, wie stark diese an den empfangenen Themen interessiert sind.

Eine niedrige E-Mail Öffnungsrate ist für den Versender ein wichtiger Hinweis darauf, dass die versendete E-Mail für die Empfänger nicht relevant ist.

 

Was ist eine gute E-Mail Öffnungsrate?

Im Idealfall hat eine E-Mail Kampagne eine Öffnungsrate von 100%.

In der Realität ist dieser Wert jedoch nicht zu erreichen. Nicht jede versendete E-Mail schafft es in den Posteingang (Hard Bounce, Soft Bounce, Spam, Blockiert etc.).

Im Allgemeinen kann davon ausgegangen werden, dass sich eine gute durchschnittliche Öffnungsrate zwischen 20% und 25% befinden sollte – je nach Tätigkeitsfeld kann dies stark variieren.

Die E-Mail Öffnungsrate ist im Wesentlichen abhängig von:

  1. E-Mail Typ
  2. E-Mail Kontaktliste
  3. Versandfrequenz
  4. Branche

 

Kriterium: E-Mail Typ

Ein wichtiger Unterschied bei der Frage nach einer akzeptablen Öffnungsrate ist, ob sie Transaktions- oder Marketing E-Mails versenden.

Bei Transaktions-E-Mails handelt es sich um Nachrichten, die durch eine Aktion des Kunden ausgelöst wurden und somit von ihm auch im Postfach erwartet werden (Registrierungen, Kaufbestätigungen, Passwortzurücksetzungen, etc).

Beispiel transaktionale E-Mail Fitbit

Das erklärt auch die höheren Öffnungsraten von Transaktionalen E-Mails.

Etwas anders sieht es bei Marketing E-Mails aus, also z.B. Newsletter oder Werbekampagnen. Diese müssen die Interessen des Empfängers treffen, damit dieser sie öffnet.

Blick in den deutschsprachigen Newsletter von Mailjet

Beispiel: Mailjet Marketing Newsletter

 

 

Kriterium: E-Mail Kontaktliste

E-Mails werden in der Regel nur von aktiven Kontakten geöffnet. Um eine hohe E-Mail Öffnungsrate zu erzielen benötigen Sie eine gut gepflegte Kontaktliste, die von vornherein wenig Bounces, Spam und Blockierungen auslöst.

Kontaktliste 1

 

Kriterium: Versandfrequenz

Im Allgemeinen gilt: Je häufiger Sie E-Mails versenden, desto höher ist die Öffnungsrate.

Wie häufig öffne ich keine E-Mail, weil ich den Absender nicht kenne oder ich vergessen habe, dass ich mich in dessen E-Mail Liste eingetragen haben.

Unsere Empfehlung: Versenden Sie wöchentlich mindestens eine E-Mail an Ihre Empfänger. Auf diese Weise bleiben Sie im Gedächtnis.

 

Kriterium: Branche

Die folgende Grafik zeigt Ihnen eine Übersicht über die durchschnittliche E-Mail Öffnungsrate, gegliedert nach Branchen:

Öffnungsrate nach Industrie

Tabelle und Daten von smartinsights.com

 

 

Wie Sie Ihre E-Mail Öffnungsrate verbessern

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass Sie, wenn es um die Öffnungsrate Ihrer E-Mails geht, nicht unbedingt mit Ihren Mitbewerbern konkurrieren.

Vielmehr sind Ihre  versendete E-Mail Kampagnen ein Maßstab, an dem Sie sich orientieren sollten und den es zu verbessern gilt.

 

 

Erhöhen sich die Klicks für Ihre E-Mails, so wird dies auch Ihrem E-Mail Service Provider auffallen, der Sie mit einer verbesserten Reputation belohnen wird – eine Win-Win-Situation!

Damit Sie von einer hohen Öffnungsrate profitieren können, haben wir im Folgenden einige Punkte zusammengefasst, die mit darüber entscheiden, ob E-Mails geöffnet werden oder im digitalen Mülleimer landen.

 

1. Mit der richtigen Absenderadresse versenden

Ihre Empfänger müssen auf den ersten Blick erkennen können, wer Ihnen eine E-Mail geschickt hat.

Nutzen Sie daher Ihren Unternehmensnamen in der Absenderadresse in Verbindung mit Begriffen wie:

Transaktionale E-Mails Marketing E-Mails
shop@ newsletter@
bestellung@ marketing@
kundenservice@ team@
kundensupport vorname@
info@
hallo@

Tabelle: Beispiele für kundenfreundliche Absenderadresse
 

Auf diese Weise wissen Ihre Kontakte nicht nur, dass Sie der Absender sind, es wird auch eine Kundenbeziehung aufgebaut.

Damit diese weiter gefestigt wird, sorgen Sie dafür, dass Sie keine Noreply E-Mail Adressen verwenden, die dem Empfänger keine Chance lässt, auf die Nachricht zu antworten. Die genauen Gründe dafür, erfahren Sie hier: Noreply E-Mail Adressen verwenden: Ja oder nein?

Marketing E-Mails mit noreply

So bitte nicht: Vermeiden Sie Noreply E-Mail Adressen

 

2. Die E-Mail Betreffzeile richtig verfassen

Die E-Mail Betreffzeile einer E-Mail ist vergleichbar mit der Überschrift eines Zeitungsartikels: Sie entscheidet darüber, ob die E-Mail bzw. der Artikel interessant genug ist, um gelesen zu werden.

Das bedeutet für den Versender von Marketing Kampagnen: Kurz, aber präzise den Inhalt der Mail thematisieren und damit im Posteingang auffallen.

Beispiele für E-Mail Betreffzeilen

 

Wie kann das gelingen?

  1. Schritt: Die Grundlagen umsetzen
    1. Die optimale Länge der E-Mail Betreffzeile bestimmen
    2. Thema der E-Mail aufgreifen
    3. Nutzen Sie den Preheader
  2. Schritt: Relevanz erhöhen
    1. Entscheiden Sie sich: Frage oder Behauptung
    2. Finden Sie starke Wörter
    3. Platzieren Sie die Wörter an der richtigen Stelle
    4. E-Mail Betreffzeile personalisieren: Ja oder nein?
  3. Schritt: Den letzten Schliff verleihen
    1. Möglichkeit: Auffällige Satzzeichen
    2. Möglichkeit: Farbige Symbole
    3. Möglichkeit: Superlative
    4. Möglichkeit: Zahlen

 

Eine genaue Anleitung zu jedem einzelnen dieser Punkte, finden Sie hier: E-Mail Betreffzeile verfassen [101 Guide] inklusive einer großen Betreffzeilen-Bibliothek und Längenchecker.

 

E-Mail Betreffzeile Zeichen Pixel
Sind Sie mit Ihrem Newsletter wirklich zufrieden? 49 392px
Nutzen Sie das Potenzial Ihres E-Mail Marketings? 49 403px
Haben Sie bereits Ihren Sommerurlaub gebucht? 45 388px
Arbeiten Sie mit DSGVO-konformen Drittanbietern zusammen? 57 513px
Entsprechen Sie den Erwartungen Ihrer Kunden? 45 389px
Du hast die Einladung, wir haben das besondere Kleid! 53 435px
Deine Suche hat ein Ende! 25 208px
Die 10 besten Urlaubsziele für diesen Sommer! 46 371px
Darum funktioniert Ihr Newsletter nicht! 40 309px
Hunger? Dann bestellen Sie jetzt! 33 267px
Urlaub noch nicht gebucht? Die besten Angebote nur für Sie! 60 487px
Nichts Passendes anzuziehen? Hier werden Sie garantiert fündig! 64 526px
Sie möchten mehr? Dann Verwenden Sie diesen einen Code! 56 492px
Sie brauchen Spaß? Feiern Sie mit uns! 39 315px

Tabelle: Untersuchung der E-Mail Betreffzeilen Länge

 

Erweitern Sie den Informationsgehalt der E-Mail Betreffzeile, um Ihren Lesern einen stärkeren Eindruck davon zu vermitteln, was sie in der E-Mail erwarten wird.

Beachten Sie dabei, dass sowohl für Betreff- als auch für Kopfzeile nicht unendlich Platz zur Verfügung steht. Schicken Sie sich daher lieber zuvor eine Test E-Mail, damit Sie sehen können, ob auch wirklich der gesamte Text angezeigt wird.

 

3. Richtige/n Versandzeitpunkt und -frequenz bestimmen

Die Frage, wann Sie ihren Newsletter versenden spielt einen wichtige Rolle für Ihre Öffnungsrate und Ihr E-Mail Marketing allgemein.

Denn der richtige Moment des Versandes entscheidet darüber, ob Ihre Empfänger Ihre E-Mails öffnen oder nicht.

Der falsche Zeitpunkt wirkt sich negativ auf Ihre Öffnungsraten und somit natürlich auch auf Ihre Klick- und Konversionraten aus.

Demzufolge bringt auch eine tolle E-Mail Kampagne mit interessanten Inhalten nicht viel, wenn Sie zum falschen Zeitpunkt versendet wird.

Auch bei diesem Thema muss wieder zwischen den beiden verschiedenen Arten von E-Mails unterschieden werden.

Die Antwort auf die Frage, wann der richtige Versandzeitpunkt für Ihre spezifische E-Mail Kampagne ist, lautet auch in diesem Falle:

Es hängt ab von:

  1. B2B oder B2C
  2. Marketing oder Transaktions-E-Mail

 

Was auf den ersten Blick nicht ganz zufriedenstellend wirkt, ergibt bei näherer Betrachtung Sinn. Denn: Je nach Industrie und Unternehmensbranche sind die Verhaltensweisen Ihrer Kunden verschieden.

Wann B2B E-Mails versenden Wann B2C E-Mails versenden
Montag: 14 – 17 Uhr Montag: 7 – 9 Uhr und 17 – 22 Uhr
Dienstag: 10 – 12 Uhr und 14 – 17 Uhr Dienstag: 7 – 9 Uhr und 17 – 22 Uhr
Mittwoch: 10 – 12 Uhr und 14 – 17 Uhr Mittwoch: 7 – 9 Uhr und 17 – 22 Uhr
Donnerstag: 10 – 12 Uhr und 14 – 17 Uhr Donnerstag: 7 – 9 Uhr und 17 – 22 Uhr
Freitag: 10 – 12 Uhr Freitag: 7 – 9 Uhr und 17 – 20 Uhr
Samstag: Nicht zu empfehlen Samstag: 13 – 20 Uhr
Samstag: Nicht zu empfehlen Sonntag: 13 – 20 Uhr

Übersicht: Der beste E-Mail Versandzeitpunkt im B2B und B2C

 

So haben Kunden im E-Commerce ein anderes Aktivitätenmuster als die Empfänger der Newsletter von Versicherungen oder Banken.

Während Kunden eine Transaktions-E-Mail sofort nach der entsprechenden Aktion erwarten, sind Marketing E-Mails schwieriger zu planen.

Alles zu diesem Thema und wie Sie den richtigen Versandzeitpunkt für Ihr Unternehmen ermitteln, erfahren Sie in unserem Blogartikel.

 

4. A /B Tests optimal einsetzen

Die Interessen Ihrer Kontakte optimal zu kennen und die E-Mail Kampagnen danach auszurichten ist eine wahre Kunst.

Ein wichtiges Werkzeug, dass Ihnen dabei helfen kann, Ihre Kunden besser zu verstehen, sind A/B Tests.

Dabei senden Sie zwei oder mehrere verschiedenen Versionen Ihrer Kampagne an unterschiedliche Teile Ihrer Kontaktliste.

Blick in das Tool: A/B Test Kampagne bei Mailjet versenden

 

Sie analysieren danach, welche Kampagne die besseren Ergebnisse erzielen konnte.

Performance A/B Test E-Mail analysieren

Blick in das Tool: A/B Test Kampagnen bei Mailjet miteinander vergleichen

 

Testen Sie auf diese Weise verschiedene Betreffzeilen, Emojis, Kopfzeilen oder ganze Inhalte – die Ergebnisse sind für zukünftige Kampagnen Gold wert.

Noch mehr Informationen über dieses Thema erfahren Sie in unserem Blogartikel: A/B Testing im E-Mail Marketing.

 

5. Die allgemeine Zustellbarkeit verbessern

Eine Grundvoraussetzung dafür, dass Empfänger Ihre E-Mails öffnen können, ist die Zustellbarkeit Ihrer Kampagnen.

Da sich die E-Mail Öffnungsrate aus der Menge der zugestellten und nicht der versendeten Mails errechnet, hängt viel von diesem Faktor ab.

Auf dem Weg von Absender bis zum Postfach des Empfängers nehmen Ihre E-Mails eine weite Reise auf sich, auch wenn diese in Echtzeit nur wenige Sekunden dauert.

Den detaillierten Weg Ihrer E-Mails haben wir hier für Sie zusammengefasst: So funktioniert der E-Mails Versand.

Taktiken, mit denen Sie Ihre Zustellbarkeit erhöhen können. Via marketinsherpa

 

Im Allgemeinen hängt die Zustellbarkeit, also das Erreichen der E-Mail im System Ihrer Empfänger, vor allem von Ihrer Reputation ab.

Sehen wir uns im Folgendem die Aspekte an, die ausschlaggebend für Ihre Zustellbarkeit sind

Technische Einrichtungen
Verifizieren Sei Ihre Domain mittels SPF, DKM und DMARC
Verknüpfen Sie Ihre E-Mail Adresse mit einer aktiven Webseite
Vermeiden kostenlose webbasierten E-Mail Adressen wie @gmail, @hotmail, @yahoo etc.
Vermeiden Sie noreply@ E-Mail Adressen
Versenden Sie ggf. über eine dedizierte IP-Adresse
Gute Datenqualität garantieren
Kaufen Sie keine E-Mail Adressen und Kontaktlisten von Dritten
Nutzen Sie das Double Opt-In Verfahren
Löschen Sie inaktive Empfänger
Entfernen Sie Bounces
Die E-Mail erstellen
Schreiben Sie wirklich gute E-Mail Betreffzeilen
Vermeiden Sie Spam-Wörter
Achten Sie auf das richtige Text-Bild Verhältnis
Versenden Sie Ihre E-Mails regelmäßig
Führen Sie Spam-Tests durch

Checkliste: Maßnahmen gegen den Spam-Ordner

 

Wie Ihnen das am besten gelingen wird? In diesem Artikel gehen wir auf jeden einzelnen Punkt ein: E-Mail Zustelbarkeit verbessern [101 Guide]

 

Was jetzt?

Sie wissen nun, wie sich die Öffnungsrate zusammensetzt, welche Faktoren sie bedingen und wie Sie diese optimieren.

Probieren Sie dieses Wissen in Ihrer nächsten Kampagne direkt aus und erzielen Sie höhere Öffnungsraten!

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