Jan Bernecke

// Marketing Manager D/A/CH

Wenn Sie E-Mail Marketing betreiben, werden Sie gute Gründe gehabt haben, als Sie sich für Ihren jetzigen E-Mail Service Provider entschieden haben.

Im Laufe der Zeit können sich aber sowohl Ihre Ansprüche an eine leistungsstarke E-Mail Marketing Software, als auch das Angebot Ihres Anbieters geändert haben. Das stellt unter Umständen ein Problem dar.

Viele Unternehmen schrecken vor einem Wechsel des Anbieters jedoch zurück. In den meisten Fällen beruhen die Gründe dafür auf unbegründeten Sorgen. Ein bestehendes E-Mail Versandsystem zu verändern wird mit komplexen Prozessen, Ausfällen beim Versand und technischen Schwierigkeiten verbunden. Zu recht?

In diesem Artikel möchten wir Ihnen daher zeigen, wie Sie Ihre E-Mail Marketing Software ganze einfach wechseln, welche Vorteile sich dabei für Sie ergeben und was Sie dazu benötigen.

 

Wechsel der E-Mail Marketing Software: Die Mythen

Bevor wir im Detail auf die einzelne Schritte bei einem Wechsel des E-Mail Marketing Anbieters eingehen, möchten wir die 3 größten Mythen über diesen Prozeß aufdecken.

Bei der Umstellung von Systemen und Prozessen denkt wohl eine Vielzahl von Nutzern in erster Linie an die folgenden Probleme, die wir gleich ins richtige Licht setzen möchten:

 

Der Wechsel ist ein komplexer Prozess

Die Wahrheit ist, dass ein Anbieterwechsel in den meisten Fällen unkompliziert und schnell vollzogen werden kann. Besonders kleine und mittlere Unternehmen können die einzelnen Schritte ohne größere Vorkenntnisse meistern.

Die meisten E-Mail Service Provider besitzen eine Vielzahl an Integrationen, die dafür sorgen, dass Sie Ihr neues Konto problemlos mit den restlichen Systemen verbunden werden können.

Bei Mailjet stellen wir Ihnen eine riesige Auswahl an Integrationen zu Verfügung, damit Sie Ihre verschiedenen Tools problemlos verknüpfen und direkt mit dem Versenden loslegen können.

 

Ausfall bei der E-Mail Aktivität

Ist das Wechseln der E-Mail Marketing Software unweigerlich mit einem Ausfall Ihres E-Mails Versandes verbunden? Nicht, wenn Sie richtig vorbereitet sind und den richtigen Anbieter gewählt haben.

Um die Umstiegszeit so gering wie möglich zu halten und ein sofortiges Senden Ihrer E-Mail Kampagnen zu gewährleisten, empfehlen wir Ihnen, den Übergang schrittweise zu vollziehen.

Während dieses Prozesses sind Sie in der Lage, ihre neue IP-Adresse aufzuwärmen und Ihre Kampagnen eine nach der anderen zu Ihrem neuen Anbieter zu übertragen.

 

Zustellungsprobleme beim neuen E-Mail Anbieter

Was passiert, wenn Sie den Wechsel vollziehen und die Zustellbarkeit verschlechtert sich? Hier bei Mailjet haben wir alle erforderlichen Prozesse integriert, die genau dies verhindern.

Bannerbild zum Mailjet Guide: E-Mail Zustellbarkeit

Bevor Sie sich für unsere Lösung entscheiden, muss Ihre aktuelle Sendeaktivität einen Compliance-Prozess durchlaufen.

Um eine Kompatibilität zu unserem System zu gewährleisten, müssen gelegentlich Änderungen an Ihren Methoden zur Datenerfassung vorgenommen werden. Durch diese Überprüfung werden unsere hohen Zustellbarkeitsstandards sichergestellt.

 

Der Weg zum neuen Anbieter: Schritt für Schritt

Es liegt in der Natur der Sache, dass Sie in einem ersten Schritt einen neues Konto bei Ihrem neuen Anbieter benötigen.

Viele ESPs bieten eine kostenlose Variante an, sodass das Erstellen eines Kontos in den meisten Fällen kostenlos ist. Bei Mailjet können Sie beispielsweise bis zu 200 E-Mails pro Tag umsonst versenden.

 

Finden Sie die richtige Alternative zu Ihrem Anbieter

Bei der Auswahl Ihres neuen E-Mail Service Providers sollten Sie darauf achten, dass er Ihren Anforderungen entspricht.

MailChimp Mailjet Mailjet CampaignMonitor SendinBlue SendGrid
Marketing E-Mails true true true true true
Transaktionale E-Mails (durch Mandrill) true true true true
Marketing Automation true true true false true
DSGVO Zertifizierung false true true false false
Unterkonten true true true Nur mit White Label true
Marketing SMS false false false true false
Transaktionale SMS false true true true true
Intuitiver E-Mail Builder true true true true true
E-Mail Vorlagen Galerie true true true true true
Multible A/B Tests true true true Nur Betreffzeile true
Erweiterte Statistiken true true true true true
Segmentierung von Kontakten true true true true true
SMTP Relay true true true Nur Transaktionale E-Mails true
Kompletter API Zugang true true true true true
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Erweiterte Template-Sprache false true false false true
Benachrichtigungen über Transaktionale E-Mails in Echtzeit false true false true true
Preis €€€ €€€ €€ €€

Vergleich verschiedener E-Mail Marketing Service Anbieter
Anmelde Banner Blo Mailjet

 

Wichtig: Verwenden Sie bei Anmeldung unbedingt die gleiche E-Mail Adresse, die Sie auch bei Ihrem alten Anbieter genutzt haben und die den Namen Ihres Unternehmens, bzw. Ihrer Webseite beinhaltet.

Damit stellen Sie zwei Dinge sicher:

  • Ihre Empfänger erkennen Ihre E-Mail Adresse wieder.
  • Sinkende Spam-Gefahr bei E-Mail Service Anbietern und Internet Service Provider (ISP).

Die Wahl Ihrer E-Mail Adresse ist ein erster wichtiger Schritt, mit der Sie die Zustellbarkeit Ihrer E-Mail Kampagnen erheblich beeinflussen können. Doch bereits hier gilt es einige Stolperfallen zu vermeiden.

info@unternehmen.de maxmustermann@gmail.com
maxmustermann@unternehmen.com abcdf@gmx.de
marketing@unternehmen.de noreply@unternehmen.de
unternehmen@deutschland.de max1234@gmail.com

Tabelle: Welche Art von E-Mail Adressen Sie nutzen sollten und welche nicht.
Der Grund dafür ist, dass sowohl ESPs als auch ISPs eine Übereinstimmung von E-Mail Adresse und Webseite als Kriterium bei der Klassifizierung ansehen.

Benutzen Sie eine E-Mail Adresse wie name@gmx.de oder name@gmail.com, laufen Ihre E-Mails Gefahr, als Spam angesehen und aussortiert zu werden. Die geschieht, da viel Spam-E-Mails in großer Anzahl von derartigen Adressen versendet werden.

Warum Sie generell keine dieser E-Mail Adressen für das Versenden von Kampagnen nutzen sollten, haben wir ausführlich in unserem Blogartikel über dieses wichtige Thema aufgearbeitet.

Die Auswahl der richtigen E-Mail Adresse ist von großer Wichtigkeit für Ihre späteren Versandaktivitäten und Statistiken. Hier gilt es von Anfang an, die größten Stolperfallen zu vermeiden.

Aus diesem Grund sollte Ihr Unternehmen auch auf Adressen wie noreply@abc.de verzichten. Dieser speziellen Problematik haben wir ebenfalls einen eigenen Artikel gewidmet, da diese Praxis noch immer weit verbreitet ist.

Verwenden Sie daher immer eine benutzerdefinierte Domain-E-Mail Adresse, die mit Ihrer Website verknüpft ist. Indem Sie Ihre Domain authentifizieren, erhöhen Sie die Absender-Reputation Ihres Domain-Namens.

 

Die richtige Einstellung von DKIM und SPF

Damit Sie sich bei Ihrem neuen Anbieter gleich von Beginn an auf eine zuverlässige Zustellungsrate verlassen können, richten Sie Ihre Authentifizierung ein.

Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Ihre Empfänger oder die ISPs Ihre E-Mail Kampagnen auch nach dem Wechsel des E-Mail Marketing Anbieters nicht als Spam kennzeichnen.

Das Sender Policy Framework (SPF) stellt dabei sicher, dass kein Dritter ungebetene Spam-E-Mails über Ihre Domain versendet. Auf diese Weise erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf Akzeptanz Ihrer E-Mails im System Ihrer Empfänger.

Die Domain Keys Identified Mail (DKIM) authentifiziert den Absender einer E-Mail. Auch hier liegt der Nutzen in der höheren Zustellbarkeit.

Wie man SPF bei Mailjet einrichtet

Einfaches Einrichten des Sender Policy Frameworks (SPF) bei Mailjet
Diese beiden Authentifizierungsmöglichkeiten sind Grundlagen. Achten Sie in jedem Fall darauf, dieses richtig einzurichten.

Bei Mailjet geschieht dies mit wenigen Klicks, die wir in dieser Anleitung bereits für unsere Nutzer zusammengestellt haben.

 

Das Übertragen Ihrer Kontaktliste(n)

Nachdem Sie die grundlegenden Authentifizierungen eingerichtet haben, benötigen Sie die Kontaktlisten, mit all den interessierten Empfängern, die auf Ihre nächste E-Mail Kampagne warten.

Und das geht sehr viel einfacher, als Sie vielleicht im ersten Moment annehmen.

Zunächst laden Sie Ihre Kontakte manuell in einer CSV-Datei herunter. Optional haben Sie, falls Ihr Anbieter dies unterstützt, die Möglichkeit, diesen Prozess unter elastic.io zu automatisieren.

Falls Sie sich für die manuelle Variante entscheiden, laden Sie im nächsten Schritt Ihre Kontaktliste im System Ihres neues ESPs hoch.

Kontaktliste importieren

Bestehende Kontaktlisten bequem bei Mailjet importieren.
Sollte es sich bei diesem um Mailjet handeln, haben wir in unserem ausführlichen und bebilderten Handbuch bereits eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Sie vorbereitet.

Sie sehen, ein Wechsel des ESPs ist bei Weitem nicht so komplex, wie es zu Beginn vielleicht den Anschein hat.

Wichtig: Achten Sie darauf, alle Kontakte zu übertragen – auch bereits ausgeschlossene und jene, die sich von Ihrer Liste abgemeldet haben. So stellen Sie sicher, dass Sie diesen Empfängern nicht erneut eine E-Mail senden und als Spamer gekennzeichnet werden.

 

Die Aufwärmphase einrichten

Der Wechsel Ihres Service Anbieters bedeutet auch einen Wechsel Ihrer IP-Adresse. Je nachdem, ob Sie sich diese mit mehreren Versendern teilen oder eine eigene, dedizierte IP benutzen, müssen einige Dinge beachtet werden.

Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile. Bei der Wahl Ihrer IP-Adresse kommt es vor allem auf Ihre persönlichen Anforderungen für Ihren E-Mail Versand an. Wir haben die einzelnen Argumente für dedizierte und geteilte IP-Adressen in unserem Blogartikel zusammengefasst.

Unterschiede zwischen dedizierter und gemeinsam genutzter IP-Adresse
Im Falle einer persönlichen, dedizierten IP, die nur Sie alleine nutzen, benötigen Sie eine Aufwärmphase.

In dieser werden täglich und über Wochen hinweg nur wenige tausend E-Mails gesendet, um eine positive Reputation für Sie aufzubauen. Senden Sie mit einer IP-Adresse ohne entsprechende Reputation von Beginn an große Kampagnen, laufen Sie auch hier Gefahr, als Spam im elektronischen Mülleimer zu landen. Und das möchten wir vermeiden! :)

Am Ende dieser Einführungsphase verfügen Sie über eine IP-Adresse, die aufgrund der guten Statistiken für optimale Zustellungsraten sorgen wird.

Wichtig: Wenn Sie bei Ihrem neuen Anbieter eine dedizierte IP-Adresse nutzen möchten, denken Sie daran, Zeit für die Aufwärmphase Ihrer neuen Adresse einzuplanen. Rechnen Sie hierzu etwa mit einem Zeitraum von 2-3 Wochen.

 

Das Übertragen Ihrer E-Mail Vorlagen

Die Empfänger Ihrer E-Mail Kampagnen schätzen Ihre Inhalte, dazu gehören auch Aspekte wie Layout und Design – Dinge, an denen man Sie und Ihr Unternehmen jederzeit wieder erkennt.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich für Ihre Nutzer nicht viel daran ändert.

E-Mail Vorlagen können Sie als HTML-Version bei ihrem alten Anbieter herunterladen und im neuen System wieder einfügen.

Eigene Vorlagen hochladen

 

Einfügen eigener HTML-Vorlagen bei Mailjet

Ihr Vorteil: Schnelles und unkompliziertes Übertragen Ihrer E-Mail Vorlagen und deren Integration in das neue System.

Bei Mailjet haben Sie dank der von uns entwickelten Programmiersprache MJML darüber hinaus die Möglichkeit, responsive E-Mail Vorlagen zu erstellen, die auf jedem Endgerät problemlos angezeigt werden.

Dies ist besonders wichtig, da der Trend sich dahingehend entwickelt, dass Ihre Kunden viele E-Mails auf mobilen Geräten öffnet.

Statistik: Mit diesen Endgeräten werden die meisten E-Mails geöffnet. Bild von emailmonday.com
Um hier Darstellungsprobleme zu vermeiden und auch interaktive E-Mail Kampagnen problemlos zu versenden, haben wir bei Mailjet MJML entwickelt.

Transaktionale E-Mails mit MJML erstellen

Mailjets leicht zu verwendende Programmiersprache MJML
 

Tipp: Informieren Sie Ihre Empfänger

Nach dem Sie nun Ihre Kontaktlisten und E-Mail Vorlagen importiert haben sowie alle technischen Voraussetzungen erfüllen, ist es an der Zeit, Ihre Empfänger zu informieren.

Dies sollten Sie aus mehreren Gründen tun:

  • Bieten Sie Transparenz, schließlich haben Ihre Nutzer Ihnen ihre Daten anvertraut
  • Zeigen Sie auf, welche Vorteile Ihre Empfänger von dem Wechsel des E-Mail Service Providers erwarten können
  • Es ist ein hervorragende Gelegenheit, Ihre Empfänger zu bitten, Sie in das Adressbuch aufzunehmen.

Falls Sie nicht sicher sind, ob Sie alle Kontakte nach den Standards der DSGVO eingeholt haben, versende Sie ein erneutes Double-Opt-In.

 

Was jetzt?

Sie wissen nun, was bei einem Wechsel des E-Mail Marketing Service auf Sie zukommt und wie Sie problemlos Ihre Daten transferieren werden.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Artikel einige fälschliche Befürchtungen widerlegen zu können. Falls Sie der Meinung sind, dass Mailjet mit seinen Funktionen und Möglichkeiten zu Ihnen passen würde, probieren Sie uns doch gleich kostenlos aus :)

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