Juliane Heise

// Country Marketing Manager D/A/CH

Eine sehr E-Mail Zustellbarkeit ist das A und O für E-Mail Marketer. Denn kommen E-Mails nicht in den Posteingang an, dann ist selbst die ausgeklügeltste E-Mail Marketing Strategie mit hervorragenden Kampagnen für die Katz.

Es gibt zahlreiche Gründe, warum E-Mail den Posteingang nicht erreichen. Einer der schlimmsten ist, auf einer Blacklist gelandet zu sein.

Doch wie genau schaffen Sie es, E-Mail Blacklists zu vermeiden und was können Sie tun, wenn Sie doch auf einr landen? Dieser Artikel gibt die Antwort.

 

Was ist eine Blacklist?

Eine E-Mail Blacklist, auch schwarze Liste genannt, ist eine Ansammlung von Daten, die aufgrund von speziellen Bedingungen von bestimmten Services ausgeschlossen werden.

ISPs wie Gmail, Yahoo, Outlook, Apple Mail und Co. verwenden solche eine E-Mail Blacklist, um deren Nutzer vor Kommunikation mit belästigendem Charakter zu schützen.

Auf eine E-Mail Blacklist kommen E-Mail Versender (mittels E-Mail Adresse und IP-Adresse), die gegen bestimmte Kriterien verstoßen. Hierzu verfügen die ISP über unterschiedliche Kriterien, die Sie in ein Bewertungssystem bündeln.

Warum E-Mail Blacklisting zu vermeiden ist

ISP-Blacklisting ist das schlimmste Worst-Case-Szenario eines E-Mail Marketers. Wenn Sie bei einem oder mehreren ISPs auf einer Blacklist landen, bedeutet das, dass Sie als Spammer angesehen werden. Ihre E-Mails werden in diesem Fall vorab blockiert und landen dann nicht mehr in dem Posteingang der Empfänger, die bei diesem ISP ein E-Mail Konto haben.

Laut Return Path stehen 20 % aller US-amerikanischen Unternehmen auf einer ISP bzw. E-Mail Blacklist. Hierbei handelt sich dabei um sogenannte “White-Hat E-Mail Marketer”, die eigentlich keine Kunden mit unerwünschten E-Mails bombardieren.

Viel mehr schicken diese relevante Informationen an ihre Empfänger, das Interesse an Mitteilungen und Informationen bekundet hat.

Warum stehen diese Versender dennoch auf einer Blacklist?

Die 3 häufigsten Gründe für Zustellbarkeitseinbrüche und E-Mail Blacklisting

ISPs unterliegen strengen Algorithmen, die darauf ausgelegt sind, Spammer so schnell wie möglich zu identifizieren. Gelegentlich kann es jedoch vorkommen, dass auch seriöse Absender auf die Blacklist gelangen, wenn sie neue Techniken ausprobieren oder wenn ihre Versand-Reputation als bedenklich eingestuft wird.

1. Grund: Plötzliche Erhöhung des E-Mail Volumens “über Nacht”

Besonders interessant ist, dass Unternehmen vor allem während der Feriensaison auf Blacklists landen, weil

  • Unternehmen gerne ihre Versandfrequenzen zu erhöhen beginnen, um so viele Empfänger wie möglich zu erreichen.
  • diese hier besonders stark auf den Versand von Werbe-E-Mails setzen.

 

Wichtige Zeiträume mit einem generell hohen Versandvolumen sind um:

  • Wintersales
  • Valentinstag
  • Ostern
  • Muttertag
  • Sommersales
  • Black Friday bis Cyber Montag
  • Weihnachten

 

Doch diese abrupte Versanderhöhung kann unter Umständen zu einer schlechten Zustellbarkeit führen.

In Anbetracht der Tatsache, dass das Versenden hoher E-Mail Volumen zu bestimmten Stoßzeiten ein globaler Trend ist, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass E-Mail Clients diese zusätzliche Menge an E-Mails bewältigen müssen.

Ereignisse mit höher E-Mail Versandvolumen

Typische Versandspitzen im E-Mail Marketing. Quelle: Mailjet, 2018

Je nach E-Mail Menge kann dies zu Verzögerungen beim Versand und manchmal sogar zu Zeitverschiebungen auch bei Absendern mit einer positiven Absender-Reputation führen, wenn die Server der E-Mail Clients überlastet sind.

Es ist auch bekannt, dass der E-Mail Verkehr während dieser Zeiträume zu einer strengeren ISP-Spamfiltersytem führen. ISPs nehmen nämlich große Volumensteigerungen von E-Mail Kampagnen als “Spikes” wahr.

Diese Spikes werden von den ISPs sehr misstrauisch angesehen, da sie das Verhalten von Spammern nachahmen bzw. eine gängige Praxis darstellt.

Die Konsequenz: Die E-Mails landen im Spam-Ordner oder werden vorab blockiert – im schlimmsten Fall sogar dauerhaft und dann auf der E-Mail Blacklist.

Bounce Rate bei E-Mail Kampagne sehen bei Mailjet

Ein Blick in Ihre E-Mail Statistiken zeigt die Anzahl der Bounces an.

Dies macht es noch schwieriger für Versender, den Posteingang der Empfänger erfolgreich zu erreichen. Auch führt dies zu längeren Bearbeitungszeiten seitens des ISP-Supportteams, sollten Sie diese um Hilfe bitten.

Hinzu kommt: E-Mail Marketing Softwares können nicht kontrollieren, ob ein ISP die E-Mails annehmen, oder wie schnell sie auf Supportanfragen reagieren.

2. Grund: Plötzlicher E-Mail Versand an inaktive Empfänger

Neben einer rapiden Erhöhung des Versandvolumens, kann das plötzliche Anschreiben von inaktiven Kontakten ebenfalls zu einem Einbruch der E-Mail Zustellbarkeit führen.

Inaktive Kontakte meint Empfänger, die seit einer gewissen Zeit nicht mehr mit Ihren E-Mails interagiert hat.

Wir bei Mailjet sprechen von inaktiven Kontakte, die

  • seit drei Monaten keine E-Mails mehr geöffnet oder angeklickt haben
  • sich aus der E-Mail Liste abgemeldet haben, jedoch noch im System sind und weiterhin angeschrieben werden
  • Ihre E-Mails als Spam markieren
  • oder wenn die E-Mail zurück kommt (Bounce),

 

Das unerwartete Anschreiben von inaktiven E-Mail Kontakte kann zu hohen Bounce-Raten, Spamfallen und ISP-Blacklisting führen.

3. Grund: Plötzliche Zunahme der Versandfrequenz ohne Ankündigung

Während bei einem einmaligen Massenversand eher die ISP Alarm schlagen und diese Praxis gerne direkt mit einer schlechten Zustellbarkeitsrate bestrafen, kann eine plötzliche Erhöhung der allgemeinen E-Mail Verandfrequenz an die Empfänger sich ebenfalls negativ auswirken, besonders dann, wenn diese ohne Vorankündigung geschieht.

Von einer plötzlichen Erhöhung spricht man beispielsweise dann, wenn Sie Ihre Empfänger normalerweise einmal pro Woche einen Newsletter schicken und Sie den Versand von heute auf morgen auf drei Mal pro Woche erhöhen.

Doch wenn Empfänger nicht an diese neue hohe Versandfrequenz gewöhnt sind bzw. nicht informiert werden, können diese davon schnell überfordert sein oder verärgert werden. Dies kann zu höheren Spam-Beschwerden, E-Mail Blacklisting und Abmelderaten sowie niedrigeren Öffnungs- und Klickraten führen.

E-Mail direkt in Gmail als Spam markieren

Option in Gmail E-Mail als Spam zu markieren.

Alle diese Reaktionen werden von ISPs negativ bewertet, was zum Weiterleiten der E-Mail in den Spam-Ordner oder direkte Blockierungen führt.

Prinzipiell ist es in Ordnung, die Versandfrequenz zu erhöhen. Doch empfehlen wir

  1. Ihre Empfänger vorab darüber zu informieren und
  2. wertvolle E-Mail Inhalte bereitstellen, die die Zeit des Empfängers wert sind.

 

In jedem Fall sollten Sie eine klare E-Mail Strategie haben und nicht aus dem Bauch heraus mehr E-Mail Kampagnen als sonst versenden.

Was Sie konkret tun können, um ISP-Blacklisting zu vermeiden

Es kann sehr schwierig sein, wieder von dieser E-Mail Blacklist heraus zu kommen. Am besten ist es daher, gar nicht auf solch einer Verbannungsliste zu gelangen.

Die besten Strategien dazu besprechen wir im Folgenden.

Technische Einrichtung

Kennen Sie Ihre Absender-Reputation

Ob Sie auf eine Backlist landen, hängt im Wesentlichen von Ihrer Absender-Reputation ab.

Die E-Mail Absender-Reputation thematisiert das Verhalten einer IP Adresse, der Domain und den Content einer jeden E-Mail und ist als komplexe Metrik zu verstehen.

Wenn Sie durch eine “falsche” Versandpraktik Ihre Absender-Reputation verschlechtern, dann erhöht dies die Gefahr, dass Sie auf eine ISP-Blacklist landen.

Im ersten Schritt gilt es daher zu erfahren, wie gut oder schlecht es um Ihre Absender-Reputation steht.

Sender Score von Sending IP berechnen

Beispiel, um die Absender-Reputation einer IP-Adresse herauszufinden.

Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Unsere E-Mail Experten helfen Ihnen gerne dabei dabei:

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Geben Sie Ihren E-Mails die beste Chance, im Posteingang zu landen. Unsere E-Mail Experten entwickeln und verwalten eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene E-Mail und Zustell-Strategie. Fordern Sie jetzt ein individuelles Angebot ein.

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Richten Sie SPF und DKIM ein

Stellen Sie zu jeder Zeit sicher, dass Sie als legitimer Absender mit öffentlichem WHOIS identifiziert sind und die SPF- und DKIM-Protokolle korrekt eingerichtet sind.

Das Sender Policy Framework (SPF) sorgt dafür, dass der Server des Versenders identifiziert wird. Versenden Sie beispielsweise Ihre Kampagnen über einen E-Mail Marketing Anbieter wie Mailjet, wird der Internet Service Provider Ihrer Empfänger dank des SPF sicherstellen können, dass die E-Mails nicht als Spam angesehen werden, da der sendende Server als sicher angesehen wird.

So funktioniert SPF

DKIM steht für “Domain Keys Identified Mail”. Es fügt Ihren Mails eine einzigartige Signatur hinzu, die sich Ihrer Domain zuordnet und für alle Nachrichten, die Sie versenden, benutzt wird. Dies hilft dem Internet Service Provider bei der Kontrolle der Authentizität Ihrer E-Mails und garantiert für die Integrität Ihrer Nachrichten.

Wie man SPF bei Mailjet einrichtet

Wie Sie beides mit Mailjet einrichten, dass erfahren Sie hier: SPF und DKIM einrichten mit Mailjet

Entscheiden Sie sich für eine shared oder dedizierte IP-Adresse

So wie auch Banken die Schufa zur Bestimmung einer Kreditwürdigkeit einsetzen, vergeben die ISPs (Gmail, Yahoo usw.) einen Reputationswert für jede IP-Adresse der Absender.

Dabei gilt es zwischen 2 verschiedenen Arten von IP-Adresse zu unterscheiden

  1. gemeinsam genutzten (Shared IP)
  2. dedizierten IP (Dedicated IP)

Welche Option die richtige für Sie ist, hängt von Ihrem E-Mail Versandvolumen ab.

Unterschied Shared IP und dedizierte IP
Unterschied einer Shared IP und dedizierten IP in schematischer Darstellung.

Das Ziel einer gemeinsamen IP (englisch: Shared IP) ist es, dass sich mehrere Nutzer die gleiche IP-Adresse teilen. Die Verwendung einer gemeinsamen IP erfordert leistungsfähige Server, die in der Lage sind, mehrere verschiedene Datenpakete zu verwalten. Auf diese Weise können sich viele verschiedene Konten eine teilen. Versenden Sie einige hundert oder tausend Mails pro Monat, bietet es sich an, eine gemeinsam genutzte IP-Adresse (Shared IP) zu verwenden. 

Vorteile Nachteile
Günstiger Preis Teilen der Reputation mit Vielen
Wartungsfrei Gefahr, das eigene E-Mails fälschlicherweise als Spam-E-Mails angesehen werden
Muss nicht vorbereitet werden

Vor- und Nachteile einer Shared IP.

Eine dedizierte IP-Adresse wird ausschließlich einem einzigen Absender zugeteilt, sodass sie vor dem ersten Versenden eine neutrale Reputation besitzt. Wenn Sie genügend E-Mails versenden, sind Sie nicht mehr auf die Reputation anderer Sender angewiesen. Vor allem für Vielversender (wir empfehlen mindestens 150.000 E-Mails per Monat oder mehr) ist eine eigene IP-Adresse interessant.

Vorteile Nachteile
Bessere Kontrolle der Absender-Reputation Initialisierungsprozess für neue IP-Adresse notwendig
Bessere Skalierbarkeit Höhere Kosten
Möglichkeit verschiedene Arten von E-Mails zu trennen

Tabelle: Vorteile und Nachteile einer dedizierten IP-Adresse.

Wenn Sie sich unsicher sind, welche dieser beiden Möglichkeiten, die für Sie richtige Variante ist, dann kontaktieren Sie uns:

Shared IP oder dedizierte IP?
Über die wichtige Funktion dieser Server sollten sich Versender von E-Mails Bewusst sein, denn die Entscheidung, welchen E-Mail Server Sie verwenden, ist grundlegend für Ihren Erfolg beim Versenden Ihrer Mails.Wir sagen Ihnen, ob für Sie eine Shared IP oder dedizierte IP die passende Variante ist.

Mailjet kontaktieren

Wählen Sie Ihren Absender-Name schlau

Benutzen Sie keine privaten E-Mail Adressen von Gmail, GMX oder Web.de, diese Praxis wirkt unprofessionell und bei erhöhtem Sendevolumen werden Ihre E-Mails vermutlich von jedem Spam-Filter abgefangen.

Auf diese Weise steigen Ihre Chancen, von den Internet Service Providern Ihrer Empfänger als vertrauensvoller Absender angesehen zu werden.

Tipp: Verwenden Sie nach den @ Ihren Markennamen.

Hinsichtlich der Information vor dem @ gilt: Wählen Sie vor dem entweder einen nicht personengebundenen Absendernamen wie

  • kontakt@
  • info@
  • shop@
  • willkommen@
  • newsletter@
  • kundensupport@
  • hilfe@

Beispiele für Absendernamen

Blick in das Mailjet E-Mail Marketing Tool: Absender-Adressen hinzufügen

Erstellen Sie einen IP-Warmup Plan

Der Schlüssel zu einer starken Zustellbarkeit während dieser Spitzenzeiten und -tage liegt in der vorausschauenden Planung und einem gut durchdachten Ansatz.

Im Idealfall sollte jede Volumenzunahme von einem Tag auf den anderen nie mehr als 25-40% betragen, gemessen an das Volumen, das Sie in den letzten zwei Wochen gesendet haben.

E-Mail Versender mit hoher Datenqualität und Absender-Reputation können manchmal mit enormen Mengensteigerungen davonkommen. Doch das empfehlen vor allem bei den typischen E-Mail Spitzenzeiten nicht.

Vermeiden Sie daher einen sprunghaften Anstieg des E-Mail Volumens über Nacht. Eine sicherere Empfehlung wäre es, die Volumenzunahme auf maximal 25% zu begrenzen.

D.h., wenn Sie typischerweise an 100.000 Empfänger versenden, sollten Sie bei der nächsten Kampagne ca. 125.0000 Kontakte anvisieren, dann rund 156.000 und so weiter. Dies entspricht dem gängigen IP-Warm-Up-Plan.

Beispiel für einen IP-Warmup-Plan

Diese Empfehlung zur Vermeidung von Volumenspitzen ist in erster Linie für Absender mit einer dedizierten IP wichtig, denn für diese Versender ist eine sehr gute Zustellbarkeit in der Regel besonders wichtig.

Beachten Sie jedoch, dass es auch für Absender im Shared Pool wichtig ist, das Versandvolumen nur gemäßigt zu erhöhen.

ISPs wie Google Mail verfolgen die Reputation auf Absenderadresse und Domain-Ebene, so dass Volumenspitzen von einer bestimmten Domain auch als verdächtig angesehen werden können.

Sie versenden monatlich über 500.000 E-Mails und sind sich unsicher, wie Sie solch einen IP-Warmup aufstellen, weil viel auf dem Spiel steht? Unsere Mailjet E-Mail Experten unterstützen Sie gerne bei der Festlegung eines individuellen IP-Warmup Plan.

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Geben Sie Ihren E-Mails die beste Chance, im Posteingang zu landen. Unsere E-Mail Experten entwickeln und verwalten eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene E-Mail und Zustell-Strategie. Fordern Sie jetzt ein individuelles Angebot ein.

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Hohe Datenqualität gewährleisten

Bauen Sie Ihre E-Mail Listen DSGVO-konform auf

Damit Sie auf der rechtlich sicheren Seite sind, sollten Sie unbedingt zwei wichtige Punkte beachten:

  1. Nutzen Sie für das Anmeldeverfahren zu Ihrem Newsletter ein Double-Opt-In Widget
  2. Stellen Sie am Ende jedes versendeten Newsletters einen Abmeldelink zur Verfügung

 

Double-Opt-In bedeutet, dass der jeweilige Kontakt nach der Anmeldung eine E-Mail erhält, in der dieser Schritt noch einmal manuell bestätigt werden muss.

Mit Mailjet DSGVO konforme Newsletter Anmeldeformulare erstellen

Beispiel für eine Bestätigungs-E-Mail

Kaufen Sie keine E-Mail Adressen und Kontaktlisten

Der Kauf von E-Mail Empfängern ist nach wie vor eine beliebte Praxis. Doch: Die Verwendung von solchen Listen ist pure Geldverschwendung.

Gekaufte E-Mail Adresslisten enthalten in der Regel viele Spam-Fallen und E-Mail Adressen von schlechter Qualität. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese E-Mails Adressen den Spamfiltern bereits bekannt sind, ist hoch. Wenn Ihre E-Mail an diese E-Mail Adresse versendet wird, dann werden sie automatisch als Spam betrachtet.

Die Verwendung solcher E-Mail Listen verstößt in der Regel auch gegen die Versandrichtlinien von zahlreichen E-Mail Marketing Softwares.

Kaufen, leihen oder kopieren Sie keine E-Mail Kontaktlisten von Dritten. Also Finger weg von Leadgenerierungsangeboten.

Reinigen Sie Ihre Kontaktlisten regelmäßig

Verwalten Sie regelmäßig Ihre Kontaktliste, um sicherzustellen, dass sie aktuell ist und dass alle Kunden, die sich aus Ihrer E-Mail Liste ausgetragen haben, aus dieser Liste entfernt werden.

Es beeinträchtigt Ihre Glaubwürdigkeit und Seriosität, wenn Sie Kunden weiterhin E-Mails senden, die keine Werbung mehr wünschen.

Nehmen Sie regelmäßig eine Reinigung Ihrer Kontaktlisten vor und separieren Sie die inaktiven von den aktiven Empfängern.

E-Mail Segment Inaktive Empfänger bei Mailjet erstellen

Beispiel für ein E-Mail Segment bei Mailjet, das inaktive Kontakte auswählt.

Entfernen Sie dazu alle inaktiven Kontakte (diejenigen, die in den letzten 3 bis 6 Monaten nicht mit Ihrem E-Mails interagiert haben) und senden Sie Rückgewinnungs-E-Mails an die verbleibenden Kontakte.

Rückgewinnungs-E-Mail Vorlage von Mailjet. Diese und weitere E-Mails Templates in Ihrem eigenen Brand Design können Sie hier einsehen und herunterladen.

Tipp: Bieten Sie ihnen einen Anreiz, auch weiterhin Ihre E-Mails zu erhalten oder sich abzumelden. Auf diese Weise bleiben Ihnen die interessierten Kontakte erhalten.

Starten Sie hierbei mit einem kleinen Prozentsatz dieser E-Mail Kontakte als Test. Wir empfehlen diese Testgröße auf maximal 10% des Tagesvolumens zu beschränken, welches Sie zu Beginn versenden möchten.

Hierzu können Sie Tools wie das A/B Testing verwenden

Mailjet erlaubt es Ihnen die A/B Stichprobengröße beliebig zu wählen

Bei Mailjet können Sie die Stichprobengröße und Zielparameter individuell bestimmen.

Wenn der Test gut verläuft, dann erhöhen Sie den Prozentsatz, um maximal 25%.

Tägliche E-Mail Praktiken

Planen Sie Ihre E-Mail Versandaktivitäten im Vorraus

Feste Feiertage wie Ostern und Weihnachten lassen sich nicht verschieben. Das heißt aber auch, dass diese nicht überraschend kommen und man sich im Vorfeld ausreichend darauf vorbereiten kann.

Um zu vermeiden, dass Sie Ihre Werbe-Kampagnen mit einem Schwung an alle Ihre Empfänger versenden und damit auf eine E-Mail Blacklist gelangen, gilt es Ihren E-Mail Versand strategisch zu planen.

Arbeiten Sie stets mit einem Redaktionsplan. So haben Sie alle geplanten E-Mail Kampagnen mit deren Versandzeit im Blick.

Mailjet E-Mail PLaner

Beispiel für einen E-Mail Marketing Redaktionskalender.

Arbeiten Sie mit Personalisierungen und Segmentierungen

E-Mail Kampagnen stets an gesamte E-Mail Liste zu versenden, ist in den meisten Fällen eine eher schlechte Idee. Besonders dann, wenn Sie verschiedene Arten von E-Mails versenden.

Planen Sie bestimmte Kampagnen zu versenden, die aller Wahrscheinlichkeit nach nur für einen Teil Ihrer Empfänger interessant ist, dann empfehlen wir, auch nur diese Ihre E-Mail zuzuschicken. Dies erreichen Sie mittels Personalisierung und Segmentierung.

Segmentieren Sie Ihre E-Mail Kontaktliste nach bestimmten Parametern. Hier ein paar Beispiele:

Segmente ganz einfach erstellen

Beispiel für ein E-Mail Segment basierend auf Alter-Kontakteigenschaft.

Arbeiten Sie ergänzend oder alternativ mit dynamischen Inhalten. Dynamische Inhalte ist eine Form der E-Mail Personalisierung, bei dem Sie Inhalte dynamisch und basierend auf den Segmenten anzeigen, zu denen Ihre Kontakte gehören.

Blick in die Funktion dynamische E-Mail Inhalte bei Mailjet.

Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Ihre Empfänger die E-Mail Inhalte erhalten für die sie sich auch interessieren.

Tipp: Sofern Sie nichtwissen welche Inhalte Ihre E-Mail Empfänger haben wollen, dann fragen Sie diese doch einfach ;).

Beispiel für Newsletter Inhalte Umfarge

E-Mail Vorlage für eine Feedback-E-Mail. Dieses E-Mail Template können Sie hier herunterladen.

Bitten Sie User, Sie hinzuzufügen

Einer der einfachsten Wege, nicht auf einer E-Mail Blacklist zu landen ist es, Kunden zu bitten, Sie auf eine Whitelist zu setzen.

Wenn Kunden Ihre E-Mail Adresse zu ihrem Adressbuch hinzufügen, stufen die ISPs Sie dann als persönlichen Kontakt des jeweiligen Kunden ein und lassen Ihre E-Mails passieren.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Ihre E-Mails dann nicht im Werbe- sondern im Haupt-Postfach landen.

Verwenden Sie keine Link-Kürzungen

Link-Kürzungen von bit.ly, Buffer und Tiny können sich als sehr nützlich herausstellen, weil sie lange URLs verkürzen. Sie erhöhen jedoch die Wahrscheinlichkeit, auf einer Blacklist zu landen.

Diese verkürzten Links “verstecken” die ursprünglichen URLs und werden gerne von Spammern verwendet, um die schädlichen Inhalten ihrer E-Mails zu verstecken.

Nicht immer werden Sie deswegen auf einer E-Mail Blacklist landen, es ist jedoch sicherer, solche Link-Kürzungen nicht zu verwenden. Fügen Sie in Ihren E-Mails stets die vollständige URL inkl. UTM-Parameter ein.

Einfügen von URL in E-Mail bei Mailjet

 Blick in den E-Mail Editor von Mailjet mit URL-Feld Eingabe.

Lesen Sie aktuellste Spam-News

Weil Spammer ständig versuchen, ihre Techniken weiterzuentwickeln, werden die Algorithmen immer wieder verbessert, um dem entgegenzuwirken.

Was wir tun können, ist, sich regelmäßig über aktuelle Trends in Sachen Spam und Sicherheitsangelegenheiten zu informieren. Einige Blogs, die wir diesbezüglich empfehlen können sind Magill Report und Return Path. Auch können Sie Ihren Kundenbetreuer fragen.

SOS-Maßnahmen, wenn Sie auf einer E-Mail Blacklist stehen

Doch was können Sie machen, wenn das Kind nun einmal in den Brunnen gefallen ist und Sie auf einer oder mehreren ISP-Blacklists stehen?

Kontaktieren Sie die ISPs, Webmails und Vereinigungen, die Ihre DNS oder IP auf die Blacklist gesetzt haben, um diese von dieser Liste entfernen zu lassen.

Sie benötigen dafür eventuell einen Nachweis Ihrer Legitimität und dafür, dass es sich bei Ihnen nicht um einen Spammer handelt. Gute Versandstatistiken und die Verbesserung der Ergebnisse könnten dabei hilfreich sein.

Fragen Sie bei Ihrer E-Mail Marketing Software des Vertrauens auch um Rat, um Ihnen hier konkrete Tipps sowie Unterstützung geben zu können. Viele haben eine gute und direkte Beziehung zu den verschiedenen ISP und können den Kommunikationsprozess beschleunigen.

Dieser Service steht in der Regel nur Kunden zur Verfügung, wenn Sie einen bestimmten Plan gebucht haben. Bei Mailjet beispielsweise erhalten Sie Zugang zu einen Zustellbarkeits-Experten, wenn Sie mindestens den 150.000 Premium-Plan gebucht haben.

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