Wearables werden die Art der Kommunikation verändern. Bereits jetzt gelten Smartwatches, Fitnesstracker und Co. neben Big Data als der nächste große Trend. Einer der weltweit größten Meinungsforschngsunternehmen Gartner schätzt, dass der globale Wearables Umsatz um 18% im Jahr 2016 wachsen werde. Vermutlich werden bis Ende 2016 rund 275 Millionen tragbare Geräte über den Ladentisch gehen. Ein ähnliches Wachstum wird für 2017 erwartet.

Der Siegeszug von Smartwatches und Co. bedeutet für Marketer weitere Touchpoints in der Kundenkommunikation. Unternehmen können ihre Zielgruppenansprache weiter optimieren und ihre Produkte und/oder Dienstleistungen zielgerichteter promoten. In der Konsequent bedeuten Wearables aber auch, dass die Erstellung von responsiven E-Mails noch komplizierter wird.

 

Die responsive Herausforderung

Bei einer durchschnittlichen Größe von 9 bis 16 Quadratzentimetern (das ergeben pro Zeile rund 16 Zeichen Platz, für den gesamten Bildschirm zwischen 30 bis 80 Zeichen) stellt sich natürlich die Frage, was Sinn macht auf diesen Geräten an Inhalten darzustellen. Auch wenn sich die Displaygrößte und Anzeigegröße bei den einzelnen Herstellern etwas unterscheiden, wirklich viel Platz ist das aber nicht. Doch auch wenn Smartwatches das Scrollen ermöglicht, dafür primär ausgelegt sind sie nicht.

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E-Mail dargestellt auf der Sony Smartwatch 3

 

Keine Sorge, Sie müssen jetzt nicht in Panik verfallen und alle Ihrer E-Mail Vorlagen komplett neu gestalten, um den “Wearables Standards” zu entsprechen. Aus technischer Sicht können diese Geräte Media Queries bislang nicht richtig verarbeiten. Das heißt, dass Ihre professionell gestalteten E-Mail Designs zum gegenwärtigen Zeitpunkt höchtwahrscheinlich nicht korrekt angezeigt werden.

Hinzu kommt, dass der Benutzer darüber entscheiden kann, welche der eingehenden E-Mails er zu seiner Smartwatch weitergeleitet haben möchte und welche nicht. Das bedeutet, dass auch Ihre Marketing-E-Mails unter Umständen es nicht auf die Smartwatch schaffen werden. In diesem Fall laufen Ihre ganzen Anstrengungen, Ihre E-Mails für Wearables zu optimieren, ins Leere.

Es ist daher nicht notwendig jede Ihrer versendeten E-Mails auf Wearables hin zu optimieren. Statt Newsletter macht es vielmehr Sinn, einfache automatisierte Benachrichtigungen an die Smartwatch zu senden, also E-Mails, die als reiner Text funktionieren und bei dem keine Links notwendig sind. Mögliche Szenarien sind Barcodes, die als Eintrittskarte dienen, Versandbestätigungen oder Nachrichten über Terminänderungen und -verschiebungen.

 

Sollten Sie überhaupt mit dem Thema Wearables und E-Mail beschäftigen?

Smartwatches erfreuen sich bereits großer Beliebtheit und alles spricht dafür, dass diese Beliebtheit mit fortschreitender Entwicklung noch weiter zunehmen wird. Auch wird vermutlich die E-Mail Darstellung weiter verbessert werden, womit diese Technologie für E-Mail Versender bald durchaus interessant werden dürfte. Und wenn diese Zeit da ist, wahrscheinlich eher früher als später, dann können sich diejenigen freuen, die jetzt schon entsprechende Vorkehrungen treffen.

Sie können bei der E-Mail Optimierung für Wearables einfach beginnen. Halten Sie Ihren Betreff zu kurz wie möglich und stellen Sie die wichtigsten Punkte zu Beginn der E-Mail. Auf einen Einleitungssatz können Sie verzichten. Vergessen Sie aber den Preheader nicht. Nutzen Sie diesen für eine Zusammenfassung Ihrer Nachricht. Streichen Sie Füllwörter und Wiederholen konsequent aus Ihren Nachrichten. Optimieren Sie ebenfalls Ihren Absendernamen. Ihr Name ist ohne Frage ein wesentlicher Teil Ihrer Marke. Versuchen Sie eine kürzere Variante wie “Mailjet Team”.

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E-Mail auf einer Apple Watch

 

Auch wenn Wearables bislang nicht im Fokus Ihrer E-Mail Marketing Strategie stehen brauchen, empfiehlt es sich dennoch, die eben genannten Punkte schon jetzt anzuwenden. Wenn Smartwatches und Co. dann mehr und mehr in den Mittelpunkt rücken, haben Sie bereits die notwendige Vorarbeit geleistet. Sie können dann Ihren Fokus bereits auf fortgeschrittene Praktiken richten, u.a. die Integration von auf Smartwatches perfekt anzeigbaren Barcodes. Die Zukunft wird uns zeigen, wo die Reise hingeht. Seien Sie gespannt. Wir sind das in jedem Fall.

 

Wie schätzen Sie die Zukunft der E-Mail in Zeiten von Wearables ein? Hat da Medium E-Mail auf diesen Geräten eine Chance? Kommentieren Sie auf unserer Facebook-Pinnwand oder twittern Sie uns.