Die E-Mail ist heute wichtiger denn je. Mit schätzungsweise 205 Milliarden versendeten E-Mails pro Tag ist es unbestreitbar, welche Bedeutung sie für unsere Gesellschaft besitzt. Kaum jemand schreibt im neuen Jahrtausend noch Briefe. Die elektronische Kommunikation hat sich weit etabliert und mit WhatsApp, Messenger, Skype & Co. zu neuen Formen gefunden.

Doch wer hat eigentlich die E-Mail erfunden?

Der amerikanische Informatiker Ray Tomlinson erfand 1971 die E-Mail mitsamt @-Symbol und revolutionierte damit die digitale Welt. Am 7. März 2016 ist er im Alter von 74 Jahren verstorben. Ein Nachruf.

 

Verpassen Sie zukünftig keine spannenden News und Geschichten rund um die E-Mail, indem Sie unseren Newsletter abonnieren.

Ja, senden Sie mir den Mailjet Newsletter zu. Ich bin ausdrücklich damit einverstanden, den Newsletter zu erhalten und weiß, dass ich mich jederzeit problemlos wieder abmelden kann.

Mailjet Newsletter abonnieren

Ja, senden Sie mir den Mailjet Newsletter zu. Ich bin ausdrücklich damit einverstanden, den Newsletter zu erhalten und weiß, dass ich mich jederzeit problemlos wieder abmelden kann.

 

Ray Tomlinson: der Erfinder der E-Mail. Ein Nachruf

 

Wie Tomlinson die E-Mail erfand

Ray Tomlinson studierte zuerst Elektrotechnik am Rensselaer Polytechnic Institute und anschließend am renommierten Massachusetts Institute of Technology, welches er 1965 mit einem Master abschloss. Bereits während seines Studiums begann er, an Computerprogrammen zu arbeiten und wurde nach seinem Abschluss als Computertechniker bei dem privaten Forschungsunternehmen BNN angestellt.

1968 erhielt das Unternehmen den Auftrag, das Arpanet – den Vorgänger des Internets – aufzubauen. Zunächst entstand dabei CPYNET, ein Protokoll, das Dateien zwischen Computersystem übermitteln konnte.

Tomlinson kam dadurch auf die Idee eines asynchronen Kommunikationsdienstes. Er nutzte SNDMSG, ein Programm, das Postfächer erstellte und kombinierte es mit CPYNET. Durch diese Modifizierung sollte es möglich sein, Nachrichten zwischen zwei Computern zu versenden.

1971 schließlich versendete Tomlinson seine erste E-Mail. Er schickte sie von einer Maschine zu einer anderen, die neben ihm stand. An den Inhalt dieser E-Mail kann er sich nicht mehr erinnern.  Als er seine Errungenschaft seinem Kollegen vorstellte, bat er ihn: „Sag das niemandem! Das ist nicht das, woran wir arbeiten sollen.“

Die Erfindung der E-Mail machte natürlich schnell die Runden und verbreitete sich in in der gesamten USA. Bis sie nach Deutschland gelang, dauerte es allerding noch einige Jahre: Am 2. August 1984 erhielt der Karlsruher Professor Michael Rotert die erste E-Mail in Deutschland. Sie wurde aus den USA verschickt und brauchte knapp eine halbe Stunde, bis sie es ins Postfach schaffte.

 

Kleines Symbol, lange Geschichte

Woher stammt eigentlich das @-Symbol, für dass die E-Mail so berühmt ist? Um die Entstehungsgeschichte des Zeichens ranken sich einige Mythen. Angeblich wurde es bereits im Mittelalter als Ligatur (Verbindung) verwendet und kürzte sich vom lateinischen “ad” (dt. “Bei, zu, an”) auf den Buchstaben “a”, der vom Bauch des “d”s umkreist dargestellt wurde.

Im 16. Jahrhundert wurde es von venezianischen Händlern als Symbol für Amphoren genutzt, bis es im 19. Jahrhundert auf den Londoner Märkten wieder auftauchte, wo es Händler verwendeten,  um den Einzelpreis eines Produktes anzugeben (“10 Kartoffeln @ 10 Pence”). Zuletzt gibt es noch eine Theorie, dass Zeichen stamme vom französischem “à” ab. Bislang konnte nicht eindeutig geklärt werden, wodurch das Symbol tatsächlich entstand.

Tomlinson erkannte das Potential des kleines Symbols – dadurch, dass es in Namen nicht verwendet wurde, nutzte er es, um die Adressaten eindeutig unterscheiden zu können und sie lokal (eng.“at” – dt. “zu”, “bei”) zuzuordnen. Somit ist das @ gleichzeitig ein Symbol und eine Präposition. Das Symbol wurde schnell populär und verbreitete sich in den 90er-Jahren auch in Deutschland, wo es zunächst als “Klammeraffe” bezeichnet wurde. 2010 nahm das Museum of Modern Art in New York City das Zeichen in seinen Bestand auf.

 

Tomlinsons Vermächtnis

Seit der Erfindung der E-Mail durch Tomlinson hat sich vieles verändert. Mit der Entwicklung des Internets 1989, dass durch den Wissenschaftler Tim Berners-Lee ausgelöst wurde, entstanden auch komplett neue Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation.

Heute ist E-Mail einer der wichtigsten Kommunikationswege weltweit und im Bereich Marketing der ROI-intensivste sowie beliebteste Kanal. Technologisch gesehen werden E-Mails immer komplexer und bestehen schon lange nicht mehr nur aus Texten, sondern sind auch mit Bildern, Buttons, CTAs, Gifs und Videos versehen.

Die Zukunft hält noch viele Entwicklungen bereit. Und nicht zuletzt: Unser Unternehmen würde gar nicht existieren, hätte Raymond Tomlison 1971 nicht seine bahnbrechende Idee gehabt. Tomlinsons Errungenschaft ist zudem wichtig, da sie demonstriert, was den Erfolg einer jeden menschlichen Initiative ausmacht: Umdenken.

Nichts als gegeben nehmen. Innovationen wagen. Wir werden weiterhin Tomlinsons Vermächtnis als Inspiration nutzen, um unsere Technologie kontinuierlich weiterzuentwickeln, in Frage zu stellen, besser zu machen – und  verabschieden uns in Dankbarkeit von einem großen Erfinder.

 

Fullscreen_25_02_2016__16_46

Jetzt sind Sie dran!

Welche Arten von E-Mails verfassen Sie?

Anmeldung bei Mailjet

 

Ihre Meinung ist uns wichtig! Nehmen Sie an einer kurzen Umfrage zu unserem Blog teil. Ihnen hat der Artikel gefallen? Dann teilen Sie diesen aufFacebook, Twitter, LinkedIn und XING. Und vergessen Sie nicht unseren Newsletter zu abonnieren :).