Mary Dolan

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Datenschutz ist etwas, das wir alle uns wünschen, vor allem, da wir immer mehr globale Technologien einsetzen. Auch bei unseren E-Mails und anderen Onlineaktivitäten möchten die meisten von uns sicher sein, dass die Dinge, die wir tun, nur von den Personen gesehen und genutzt werden kann, denen wir es erlauben. Wenn eine neue Maßnahme zum Datenschutz auftaucht wie die neue E-Mail-Datenschutzfunktion von Apple, freuen wir uns üblicherweise darüber.

Allerdings können E-Mail-Marketer diese Freude nicht immer teilen. Wie sollen Sie effektive Kampagnen durchführen, wenn Sie aufgrund der E-Mail-Datenschutzfunktion von Apple die Öffnungsraten nicht mehr sehen können? Wird die Behauptung „E-Mail ist tot!“ vielleicht langsam doch wirklich?

Keine Angst: Das E-Mail-Marketing wird so schnell nicht verschwinden. Allerdings müssen Sie möglicherweise Ihre Strategien ändern, um sich an die neue Normalität anzupassen. Wir haben uns mit Bloomreach zusammengetan, um Ihnen die neuesten Informationen zur E-Mail-Datenschutzfunktion von Apple zu liefern und aufzuzeigen, mit welchen Schritten Sie den weiteren Erfolg Ihres E-Mail-Marketingprogramms sicherstellen können.

Sind Sie bereit? Legen wir los!

Was ist die E-Mail-Datenschutzfunktion von Apple (Apple Mail Privacy Protection)?

Heutzutage wünschen sich die Nutzer mehr Kontrolle über ihre Nutzerdaten und mehr Mitspracherecht bei der Verwendung dieser Daten durch Marketer. Diese Entwicklung ist den Unternehmen nicht entgangen.

Die E-Mail-Datenschutzfunktion von Apple zielt darauf ab, diese Nutzerdaten für Marketer zu beschränken, indem „Benutzer:innen verhindern [können], dass Absender:innen erfahren, wann sie eine E-Mail öffnen. Außerdem verbirgt es ihre IP-Adresse, damit sie nicht mit anderen Onlineaktivitäten verknüpft oder zur Bestimmung ihres Standorts verwendet werden kann.“ Die Nutzer können die Funktion im nachstehenden Popup-Fenster aktivieren oder deaktivieren.

Quelle: Bloomreach

 

Was bedeutet das alles? Das Wichtigste ist: E-Mail-Marketer werden für Apple-Mail-Nutzer keine Öffnungsraten mehr verfolgen oder dynamische Inhalte nutzen können, die auf den IP-Adressen der Nutzer basieren. Eventuell machen Sie sich jetzt Sorgen, dass Ihr Kampagnen-Tracking und Zielgruppen-Targeting damit weniger genau werden.

Keine Panik: Sie können einige Maßnahmen ergreifen, mit denen Sie Ihre E-Mail-Kampagnen dennoch in die richtige Richtung leiten können. Die Öffnungsraten sind längst nicht das A und O der Zielgruppenmessung. Die Datenschutzfunktionen von Apple Mail wurden am 20. September als Bestandteil von iOS 15 veröffentlicht und es lohnt sich, schnellstmöglich darauf vorbereitet zu sein.

Sorgen Sie als Erstes dafür, dass Sie verstehen, was das Datenschutz-Update für Apple Mail bedeutet und wie es Sie beeinflusst. Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel Datenschutzfunktionen bei Apple Mail: Ist E-Mail-Marketing wieder tot?.

Danach wird es Zeit, aktiv zu werden. Was können Sie also tun?

So können Sie sich auf die E-Mail-Datenschutzfunktionen von Apple vorbereiten

Die Maßnahmen, mit denen Sie sich auf die E-Mail-Datenschutzfunktionen von Apple vorbereiten können, sind zum Glück weder schwierig noch völlig neu. E-Mails haben sich seit ihren Anfängen weiterentwickelt, und das E-Mail-Marketing hat sich bisher immer erfolgreich angepasst. Vielleicht sind Sie mit einigen der folgenden Praktiken schon vertraut, doch wenn nicht, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um sie zu Ihrer Marketing-Werkzeugkiste hinzuzufügen. Bei Bloomreach und Pathwire haben die folgenden Praktiken sich als narrensicher erwiesen, wenn man den Öffnungsraten nicht vertrauen kann.

Die Listenhygiene pflegen, wenn Öffnungsraten unklar sind

Eine saubere Kontaktliste gehört zu den wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche E-Mail-Marketing-Strategie. Viele Marketer nutzen die Öffnungsraten als unkomplizierte Grundlage für die Listenhygiene: Wenn eine Person eine E-Mail nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums geöffnet hat, wird sie von der Liste genommen, um die Öffnungsraten zu erhöhen.

Wenn Sie allerdings nicht sehen können, wer Ihre E-Mails öffnet, müssen Sie proaktiv handeln, um eine saubere E-Mail-Liste aufzubauen und zu pflegen. Am wichtigsten ist dabei, dass Sie die Anmeldung neuer Kontakte für Ihre Liste immer per Double-Opt-In bestätigen. Beim Double-Opt-In-Verfahren wird an jede E-Mail-Adresse, die sich für Ihre E-Mails anmeldet, eine Nachricht gesendet und – wie unten dargestellt – dazu aufgefordert, die Anmeldung zu bestätigen. Erst danach wird die Person Ihrer Liste hinzugefügt.

Mit dieser Methode stellen Sie sicher, dass keine falsch geschriebenen, nicht existierenden oder Spam-E-Mail-Adressen Ihre Kontaktliste füllen. Stattdessen erhalten Sie eine überprüfte Liste echter Verbraucher, die für ein regelmäßiges Engagement sorgen und Sie nicht als Spam markieren. Qualität ist an dieser Stelle definitiv wichtiger als Quantität.

Sie können auch Tools zur E-Mail-Validierung nutzen, um Ihre bestehende E-Mail-Liste als Ganzes zu bereinigen. Denken Sie auch hier daran: Qualität vor Quantität! Sobald Sie unerwünschte Adressen auf Ihrer Liste identifiziert und gelöscht haben, haben Sie eine zwar kleinere, aber deutlich repräsentativere Verbrauchergruppe für Ihr Marketing. Bloomreach und Pathwire empfehlen Ihnen dringend, jetzt Ihre Listenhygiene zu überprüfen: Die Nutzer beginnen bereits, die Datenschutzfunktionen in Apple Mail zu aktivieren, und Ihnen stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch die besten Daten zur Verfügung, um Ihre Liste zu bereinigen.

Mit diesen Methoden können Sie Ihre Listen mühelos sauber halten und Ihre Öffnungsraten konstant halten, ohne dass Sie die Öffnungsraten sehen müssen. Doch wie können Sie nun effektiv das Engagement managen, nachdem Sie Ihre erstklassige Kontaktliste aufgebaut haben?

Den E-Mail-Marketingerfolg messen – über Öffnungsraten hinaus

Der Verlust des Einblicks in Ihre Öffnungsraten kann sich wie ein Schlag für Ihre E-Mail-Kampagnen anfühlen. Vergessen Sie daher nicht, dass die Öffnungsraten nur der erste Schritt im Prozess sind. Behalten Sie Ihre Klick- und Konversionsraten im Auge. Diese sind für Ihre Strategie eindeutig am wichtigsten: Wenn 100 % Ihrer Zielgruppe Ihre E-Mails öffnen, aber 0 % auf Links klicken oder einen Kauf abschließen, haben Sie Ihr Ziel nicht erreicht. Wenn hingegen 50 % der Abonnenten Ihre E-Mails öffnen und 25 % auf Links klicken oder Käufe tätigen, haben Sie bei den Verbrauchern ein großes Interesse geweckt und deutlich höhere Erfolge zu verzeichnen.

Zusätzlich können Sie verschiedene Tools einsetzen, die Ihre E-Mail-Marketing-Strategie vorantreiben. Mit A/B-Tests können Sie verschiedene Betreffzeilen, Preheader und andere Inhalte für Segmente Ihrer Zielgruppe testen. Selbst ohne Öffnungsraten können Sie so messen, welche Arten von Inhalten die höchsten Klickraten und die niedrigsten Abmelderaten erzielen.

Nicht zuletzt können Sie jederzeit direkt zur Quelle gehen und Kundenumfragen erstellen: Fragen Sie Ihre Zielgruppe, was ihr an Ihrer E-Mail-Marketing-Strategie gefällt und was sie stört. Solche Umfragen liefern immer spannende Einblicke, die Ihnen aufzeigen, was Sie an Ihren E-Mails ändern und verbessern können.

Es gibt noch weitere Strategien, mit denen Sie Ihre Zielgruppensegmente vorbereiten können, bevor die Datenschutzfunktionen eingeführt werden: Optimieren Sie Ihre bestehenden Abläufe für alternative Metriken, konzentrieren Sie sich auf einen Omnichannel-Ansatz und nutzen Sie eine Kombination aus KI und Zero-Party-Daten, um die Personalisierung zu stärken. Finden Sie heraus, was für Sie funktioniert, und bleiben Sie dabei.

Fazit

Wir hoffen, dass wir Sie davon überzeugen konnten, dass die Datenschutzfunktionen von Apple Mail nur auf den ersten Blick bedrohlich wirken. In Wirklichkeit sollten unsichtbare Öffnungsraten sich nicht negativ auf Ihre E-Mail-Strategie auswirken, solange Sie Ihr Engagement mit anderen Methoden messen. Denken Sie daran, sich auf Ihre anderen Kennzahlen zu konzentrieren und Tools wie Double-Opt-In, das Validieren Ihrer Kontaktlisten, A/B-Tests und Umfragen zu nutzen, damit Sie Ihre Zielgruppe und deren Bedürfnisse im Blick behalten. So bekommt Ihre Zielgruppe den Datenschutz, den Sie sich wünscht, und Sie bekommen die Daten, die Sie brauchen – und das ist etwas, wovor Sie niemals Angst haben sollten.

Möchten Sie von Bloomreach und Pathwire weitere Tipps zur E-Mail-Datenschutzfunktion von Apple erhalten, wenn diese in Kraft getreten ist? Halten Sie Ausschau nach unseren Webinaren beim Email Camp von Pathwire Ende Oktober und melden Sie sich jetzt an, um über Neuigkeiten informiert zu werden.

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Dieser Artikel wurde von Mary Dolan, Content Marketer bei Pathwire, und Philip Grotto, Partner Marketing Manager bei Bloomreach, geschrieben. Bloomreach ist eine führende Plattform für digitale Lösungen, die die Macht einheitlicher Kunden- und Produktdaten mit der Geschwindigkeit und Skalierbarkeit von KI und prädiktiver Entscheidungsfindung kombiniert. Mit Bloomreach können Nutzer ein einzigartiges Kundenerlebnis bieten, das in jedem Kanal und in jeder Customer Journey zu Konversionen führt.