Wenn ich früher eine E-Mail erhielt, die ich nicht richtig lesen konnte, nahm ich immer an, mein Handy sei schuld. Ich versuchte es zu schütteln oder sogar die klassische aber sensationelle Methode des „E-Mail-Schließen-und-wieder-Öffnens“.

Wie viele E-Mails empfangen Sie heutzutage pro Tag? 20, 30, 100? Wenn ich heute eine E-Mail mit einer zweifelhaften Anzeige, zugeschnittenen Bildern oder seltsam ausgerichteten, einem Picasso-Kunstwerk ähnelnden Blöcken erhalte, klicke ich einfach auf „Löschen“. Und da bin ich nicht der Einzige: 80% der Menschen würden eine E-Mail, die auf ihrem mobilen Gerät nicht gut aussieht, löschen.

Deshalb: In einer von Handys beherrschten Welt, in der Personen wie ich die ganze in einen Newsletter oder Kampagnen Mühe unterbewerten und diese einfach ohne den geringsten Skrupel löschen, ist die wichtigste Eigenschaft Responsivität (Anpassungsfähigkeit).

Eine responsive E-Mail zu programmieren kann allerdings irritierend sein und ist sicher auch schwer zu erlernen. Glücklicherweise gibt es Alternativen um das Entwerfen einer anpassungsfähigen Nachricht zu einer intuitiven Aufgabe werden zu lassen. Es gibt eine Reihe von Punkten, auf die man beim Gestalten von responsiven E-Mails achten sollte:

 

1. Die Ausrichtung ist entscheidend

Manchmal, wenn wir eine E-Mail gestalten, entwickeln wir plötzlich künstlerische Fähigkeiten und experimentieren mit mehrspaltiger Aufteilung, tollen Hintergründen, Katzen-GIFs und Bildern, nur um dann beim Öffnen der Nachricht auf einem Tablet oder Smartphone festzustellen, dass die ganze Anstrengung umsonst war.

Die Verwendung einspaltigen Layouts verhindert, dass das Design bei kleiner werdenden Bildschirmgrößen umgestaltet werden muss. Bei mobilen Geräten ist Einfachheit Ihr Verbündeter!

Werfen Sie einen Blick auf diese Layout-Flops, die geradewegs aus unserem eigenen Posteingang kommen!

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2. Das Verhältnis Bild-Text

Bilder (und GIFs) eignen sich hervorragend dazu, lange Textblöcke aufzulockern. Bilder können sich jedoch unter Umständen als zweischneidiges Schwert erweisen. Nicht richtig dargestellte Bilder können auf einigen Geräten zu groß oder zu klein wirken und dadurch Ihren Hintergrund verunstalten oder Ihre Banner unleserlich machen.

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Achten Sie auch auf zu große und nicht richtig ladende Bilder, wenn Sie Datentarife ohne 4G benutzen. Bearbeiten und optimieren Sie Ihre Bilder für das Web vor dem Hochladen und vergessen Sie nicht den Alt-Text hinzuzufügen.

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3. Klare Call-To-Actions

Ohne eine klare Anweisung an Ihre Empfänger wird es schwierig, sie einzuladen, Ihre Website zu besuchen. Hier müssen die Links Ihrer E-Mail-Kampagnen taktisch klug platziert sein.

Deshalb müssen auch Call-To-Actions und Links leicht zu erkennen und auf Ihre Besucher zugeschnitten sein. Größe und Position müssen gut überlegt sein: nicht zu viele, nicht zu nah beieinander.

Gestalten Sie die wesentlichen Beteiligungsaufrufe als Schaltflächen, so dass sie auf Handys und Tablets einfach mit dem Finger angetippt werden können – und wir wissen alle, wie groß manche Finger sind! Versuchen Sie kreativ zu sein und die Links an anderen Stellen zu platzieren, wie zum Beispiel zweitrangige Beteiligungsaufrufe innerhalb des Textes oder Bilder, die sich in einen anklickbaren Link verwandeln.

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4. Achten Sie auf den Text

Mehr als die Hälfte aller versendeten E-Mails werden auf einem mobilen Geräten geöffnet, allerdings sind Handys nicht ideal, um lange Texte zu lesen.

Bevor responsive E-Mails zum Standard wurden, stauchte man die für mobile Geräte optimierten E-Mails und Webseiten einfach zusammen, damit sie auf den Bildschirm passten – ohne weitere Änderungen an Layout, Inhalt oder Bilder vorzunehmen. Heute wissen wir um die Wichtigkeit der Optimierung dieser Elemente, damit unsere Nachrichten auf allen Geräten und bei jeder Bildschirmgröße gut aussehen.

Text gehört zu den Dingen, die wir anpassen sollten, um sicherzugehen, dass Leute die unsere Nachrichten unterwegs öffnen nicht odurch kleine Schrift und lange Paragrafen überfordert werden.
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Und doch gibt es immer noch E-Mails, die eher Romankapiteln ähneln. Seien wir ehrlich: Niemand wird das hier lesen:

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Tipp: Stellen Sie einen Textausschnitt zur Verfügung und laden Sie die Empfänger ein, den vollständigen Artikel in Ihrem Blog zu lesen.

 

5. Hierarchie und Prioritäten

In einem Webbrowser gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit der Leser zu wecken: Zum Beispiel durch die Verwendung von Farben,von ins Auge springender Bilder und stilvoller Schriftarten. Aber bei anderen kleineren Bildschirmen, wie beispielsweise Smartphone-Bildschirmen, muss die Hierarchie deutlich sein, damit die Leser ein Gefühl für die Kernaussage bekommen, auch wenn Sie nicht bis nach unten scrollen.

Da Menschen jeden Tag eine Vielzahl von E-Mails erhalten, ist die Konkurrenz groß, und es wird immer schwieriger sie dazu zu bewegen, Ihre E-Mail von vorne bis hinten durchzulesen. Deshalb sollte man eine E-Mail immer in der Reihenfolge der Wichtigkeit gestalten, , wobei die wesentlichen Elemente an den Anfang kommen.

 

Zugabe

Wir haben es fast geschafft: Wir haben eine schöne E-Mail entworfen, sie auf verschiedenen Geräten getestet und sind zum Senden bereit … Nein, warten Sie. Was ist mit den Landingpages?

Auch wenn wir ausgezeichnete Arbeit geleistet und es geschafft haben, unsere Leser zu fesseln, kann unsere Mühe immer noch von einer nicht anpassungsfähigen Landingpage zunichte gemacht werden! Forschungen belegen, dass mobile Geräte zwar eine höhere Öffnungsrate zu verzeichnen haben, die meisten Konversionen jedoch von einem Schreibtisch ausgehen..Machen Sie es Ihren Lesern leicht und sorgen Sie unabhängig vom Endgerät für ein positives Benutzererlebnis!

 

Haben Sie vorher schon einmal einige dieser Methoden ausprobiert? Was sind Ihre Tipps für anpassungsfähige E-Mails? Teilen Sie uns diese in unserem Community Forum mit, so dass wir sie in zukünftige Artikel miteinbeziehen können!