So reaktivieren Sie Ihre Kontaktliste nach dem Sommer

Huch, wie ist das denn passiert? Vor ein paar Tagen lagen Sie vielleicht noch am Strand, haben an Ihrer Bräune gearbeitet und alle fünf Minuten auf die Uhr geschaut, um auf keine Fall die Happy Hour an der Cocktailbar zu verpassen. Jetzt sitzen Sie wieder im Büro und müssen vielleicht an eine schräge Version des Grease-Songs „Summer dreams ripped at the seams… denken.

Statt aufs blaue Meer, schauen Sie nun wieder auf Ihren Bildschirme und kümmern sich um Ihre E-Mail Kampagnen. Ihre Öffnungsraten der letzten Wochen geben Ihnen vielleicht keinen Anlass zur Freude. Für das ehe bescheidene Abschneiden Ihrer Mailings kann es viele Gründe geben. Vielleicht haben Sie eine Sommerpause eingelegt oder aber Ihre Kampagnen fanden lediglich verwaiste Posteingänge vor. In der heißen Jahreszeit verändern sich die Verhaltensweisen und Abläufe der Nutzer und Absender. Viele sind in dieser Zeit im Urlaub oder chillen auf dem heimischen Balkon satt in ihrem Posteingang zu schauen.

Aber wie können Sie sicherstellen, dass Sie mit dem Herbstbeginn wieder gemeinsam an alte Erfolge anknüpfen? Lesen Sie einfach weiter und erfahren Sie, wie Sie das Interesse Ihrer Nutzer wieder für Sie wecken.

 

Sie müssen alles für Ihre Kontakte geben

Das Nutzerverhalten hat sich im Laufe des Sommers verändert? Dann müssen Sie die genauen Gründe dafür herausfinden.

Werfen Sie dazu einen Blick auf die Analysen Ihrer letzten Kampagnen. Mit einem entsprechenden Tool zum Kampagnenvergleich können Sie sehen, ob Ihre Kampagnen schlechtere oder bessere Ergebnisse als die der letzten Urlaubssaison erzielt haben – ein hervorragender Ausgangspunkt, um zu analysieren, ob etwas schief gelaufen ist.

Sind Ihre „Als Spam markiert“-Raten sogar in die Höhe geschnellt, als Sie ihre erste E-Mail nach einer langen und ruhigen Sommerpause verschickt haben? Dies ist nicht verwunderlich. Nur durch das Verschicken regelmäßiger Nachrichten wird sichergestellt, dass die Kunden Ihre Marke im Hinterkopf behalten. Verschicken Sie Ihre Kampagnen auch über den Sommer hinweg. Wenn es um E-Mail-Marketing geht, kommt es in erster Linie auf die Sendehäufigkeit an. Planen Sie, wenn nötig, Ihre Kampagnen zukünftig vor und versenden Sie diese automatisiert – mit Mailjet kein Problem.

Sie könnten Ihren Kunden beispielsweise eine einfache „Erinnern Sie sich an uns?“-Kampagne schicken. Teilen Sie Ihnen mit, dass Sie hoffen, dass sie die Sommerzeit in vollen Zügen genossen haben, und dass Sie ihnen auch weiterhin gerne zur Verfügung stehen. Auf diese Weise lenken Sie die Aufmerksamkeit nach dem Sommerloch wieder auf sich und legen den Grundstein für eine (erneut) gute Zusammenarbeit.

Wenn die Öffnungs- und Klickraten Ihrer Sommerkampagnen niedrig waren, könnte das daran liegen, dass Ihre Nutzer einfach zu sehr mit sommerlichen Aktivitäten beschäftigt waren (ganz gleich, wie diese auch aussehen mögen … das ist jedem selbst überlassen). Wenn sie nach dem Ende der Urlaubszeit jedoch immer noch gering sind, ist es an der Zeit, dafür zu sorgen, dass man Ihnen wieder mehr Beachtung schenkt.

 

Reaktivieren Sie Ihre E-Mail-Listen mit der richtigen Kampagne

Im Grunde können nach dem Sommer zwei Dinge mit Ihren Kontakten passieren: Entweder widerstrebt es ihnen noch etwas, zu ihrem aktiven Lebensstil zurückzukehren oder sie sind gut erholt und bereit, das rechtliche Jahr mit vollem Elan anzugehen. Ganz gleich, was davon zutreffen mag, mit Ihren E-Mails vermitteln Sie ihnen unter Umständen ein Gefühl der Routine. Der Funke und die Schmetterlinge im Bauch sind einfach weg. Die Herausforderung ist daher klar: Sie müssen sich in ihren Augen wieder interessant machen. Meinen wir damit, dass Sie sich wie in Grease eine Perücke aufsetzen und den Song „Look at me, I’m Sandra D“ singen sollten? Nicht wirklich (aber wenn Sie es tun, twittern Sie uns doch bitte ein Video davon).

Es ist Zeit für einen neuen Ansatz, um ihre Aufmerksamkeit zurück zu erlangen. Aber Vorsicht: Wir fordern Sie nicht dazu auf, Ihre Identität komplett aufzugeben. Sie sollten definitiv wiederzuerkennen sein. Sie könnten den gegenteiligen Effekt erzielen und auf direktem Wege im Spam-Ordner landen.

Wir meinen vielmehr, dass Sie etwas Neues ausprobieren sollten, um das Interesse Ihrer Kunden zu wecken, ohne dabei Ihre vorherigen Nachrichten aus den Augen zu verlieren. Sie könnten das Format Ihrer E-Mail Betreffzeile ändern oder ihr ein Emoji hinzufügen. Sie könnten dem Layout aber auch eine festliche Note geben (die Weihnachtszeit steht schließlich schon bald vor der Tür …), ein GIF hinzufügen, um die Stimmung aufzulockern, oder neue und inspirierende Inhalte erstellen usw. Ein attraktiver Promo-Code oder Gutschein sind ebenfalls immer eine gute Idee, um die Aufmerksamkeit Ihrer Kunden zu wecken. Um sicherzugehen, dass die Veränderungen auch gut ankommen, können Sie A/B Testing mit verschiedenen Versionen durchführen und die Ergebnisse überprüfen.

vie en rose

E-Mail-Beispiel von Minimall

 

Geben Sie Ihren Kontakten das Gefühl, etwas Besonderes zu sein

Sie sollten Ihren Nutzern niemals das Gefühl geben, dass sie Ihnen nicht wichtig genug sind. Letztendlich sollten Sie alles geben, um ihre Aufmerksamkeit und ihr Interesse zu erlangen. Sie müssen um sie kämpfen. Und wie ließe sich das besser erreichen, als durch eine subtile Segmentierung und Personalisierung?

Als ersten Schritt empfehlen wir immer, Ihre Kontakte in E-Mails mit ihrem Vor- oder Nachnamen anzusprechen. Es gibt jedoch noch sehr viel mehr, das Sie tun können, um den Kontakt nach dem Sommer wiederherzustellen. Analysieren Sie die Kundendaten, um die richtigen Produkte oder Tipps für Ihre „Back to Work“-Kampagnen auszuwählen und die Vorfreude auf den Herbst zu schüren. Diese Daten können auf demografische Erhebungen, dem bisherigen Einkaufsverlauf, den Interaktionen mit Ihrer Marke usw. basieren.

 

Bereinigen Sie Ihre Kontaktlisten

Sie haben es geschafft, das Interesse Ihrer E-Mail-Kunden wieder zu wecken und sich ihre volle Aufmerksamkeit gesichert. Die einzige Ausnahme dürften vielleicht einige wenige Kunden sein, die Ihnen trotz all Ihrer Bemühungen immernoch die kalte Schulter zeigen. Warum nehmen Sie sich daher nicht kurz die Zeit, um diejenigen Abonnenten von Ihren Listen zu entfernen, die Sie in den letzten zwei Jahren kontinuierlich ignoriert haben? Denken Sie daran: Eine saubere E-Mail-Liste ist der Schlüssel zu guten Öffnungsraten und einer geringen Spam-Rate. Die Zustellbarkeit Ihrer E-Mails wird dadurch enorm verbessert. Wir wissen, dass die Bereinigung Ihrer Kontaktlisten eine nervige Aufgabe sein kann, aber es gibt wirklich Schlimmeres, zumal Sie mit Mailjet diesen Prozess ebenfalls stückweise automatisieren können.

Wenn Sie ihnen jedoch eine zweite Chance geben wollen, dann Segmentieren Sie Ihre Liste, um Zombie-Kontakte mithilfe einer speziellen Rückgewinnungskampagne wieder zu aktiven Kunden zu machen. Sollten Sie weiterhin keine Reaktion erhalten, dann kümmern Sie sich von nun an, um Ihre anderen Abonnenten.

Basecamp versucht inaktive Abonnenten zu reaktivieren

Ein gutes Beispiel für eine Erinnerungs-E-Mail von Basecamp

 

Heißen Sie neue Nutzer herzlich willkommen

Wenn Sie unsere Tipps befolgt haben, dürften Sie nun eine Liste voller aktiver Kontakte für Ihre neuen Kampagnen haben. Hier ist noch ein letzter Schritt, den Sie ergreifen können, um sicherzustellen, dass Ihnen ein großartiger E-Mail-Lebenszyklus bevorsteht: Sorgen Sie dafür, dass Ihre neuen Nutzer nicht das Interesse an Ihrer Marke verlieren.

Stellen Sie einen bestmöglichen Start Ihrer Beziehung sicher, indem Sie ihnen nach ihrem Beitritt eine Reihe automatischer E-Mails zukommen lassen. Probieren Sie dazu unser neues Automatisierungs-System aus und legen Sie den perfekten Grundstein für die weitere Kundenbeziehung.

 

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps dabei helfen werden, Ihre Abonnenten zu reaktivieren. Haben Sie eigene Tricks, mit denen Sie Ihre Kunden nach dem Sommer zurückgewinnen? Dann teilen Sie sie uns doch über Twitter unter #MailjetMarketing oder auf Facebook mit.

E-Mail Marketing für eCommerce: Ein Praxisleitfaden

Als Online-Händler sind Sie wahrscheinlich ständig auf der Suche nach Strategien und Tools, wie Sie ein personalisiertes Ladenerlebnis auf einer digitalen Plattform umgesetzen können. Das Medium E-Mail kann Ihnen dabei helfen. E-Mails ermöglichen Ihnen den persönlichen Dialog mit jedem einzelnen Kunden nach Bedarf. Vom Überzeugen eines potenziellen Kunden, seinen ersten Kauf zu tätigen, bis hin zu dessen Begrüßung zu Ihrem Markenerlebnis nach der Konvertierung zu einem Kunden, dessen Belohnung dafür, wieder und wieder zurückzukehren und auf sich aufmerksam zu machen, wenn sie eine Zeitlang abwesend waren.  

Warum sind E-Mails so wichtig?

Nun, eine E-Mail ist der leistungsstärkste Kanal für den ROI, noch vor der SEO. Econsultancy fand heraus, dass 73 % der Vermarkter ihren E-Mail ROI als „ausgezeichnet“ oder „gut“ einstufen. Die DMA meldete außerdem, dass fast ein Fünftel (18 %) der E-Mail-Vermarkter einen ROI von über £70 für ihre E-Mail-Marketingkampagnen erwarten. Sie sehen also: Die E-Mail darf in Ihrem Marketing Mix nicht fehlen.

In diesem Leitfaden besprechen wir die Grundlagen des E-Mail-Marketings, insbesondere der für eCommerce-Unternehmen. Sie lernen die Tools kennen, die Ihren E-Mail-Marketingkampagnen den „WOW-Faktor“ verleihen, wie sich Ihre Marketing- und Transaktions-E-Mails gegenseitig ergänzen können und welche Arten von E-Mails in Ihr Online-Markenerlebnis integriert werden sollten.  

 

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1: E-Mail-Marketing: Die Grundlagen

1.1. Aufbau einer Kontaktliste

1.2. Die Geheimwaffen der E-Mail beherrschen

1.3. Responsives E-Mail-Design im Griff haben

1.4. Senden datengestützter E-Mails

1.5. Einbeziehung der Personalisierung

1.6. E-Mail-Automatisierung

1.7. Informationen zur Zustellbarkeit

 

Kapitel 2: Marketing- und Transaktions-E-Mail

 

Kapitel 3: Arten von E-Mail Kampagnen

3.1. E-Mail-Marketing für den Kundenlebenszyklus

 

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Blick in den Guide

Apple vereinfacht die Newsletter Abmeldung in iOS 10

Der August ist der perfekte Monat für die Vorbereitungen auf das neue Schuljahr und für die Verbesserung Ihrer Marketing-Bemühungen für die Hauptsaison. Es ist außerdem der perfekte Zeitpunkt, um sich über die bevorstehende Weihnachtszeit genauere Gedanken zu machen. Auch wenn Weihnachten auf dem Papier noch in weiter Ferne liegen mag. Sie sollten spätestens ab September Ihre E-Mail Marketing Strategie für diese Zeit ausarbeiten. Sie können sich sicher sein, dass das Ihre Konkurrenten auf jeden Fall tun werden. Und zu guter Letzt stehen im Posteingang eine kleine, aber wichtige Veränderung an.

 

Das List-Unsubscribe, eine Alternative zur Abmeldung

Keiner möchte freiwillig seine Newsletter-Abonnenten verlieren, besonders dann nicht, wenn viel Arbeit und Zeit in dem Aufbau der E-Mail-Liste gesteckt wurde. Doch manchmal ist es besser sich zu trennen. Wenn Sie Abonnenten, die an Ihr Angebot nicht weiter interessiert sind, ziehen lassen, können Sie sich nicht nur auf die interessierten Abonnenten konzentrieren und passgenaue Angebote zukommen lassen. Auch verringern Sie die Gefahr, dass Ihre Mailings als Spam markiert werden, wodurch wiederum Ihre Sender-Reputation leiden würde.

Per Gesetz ist es vorgeschrieben, in den Haupttext Ihrer E-Mail einen Link für die Abmeldung vom Abonnement einzufügen, damit sich die Empfänger jederzeit von Ihren Mailings abmelden können. Die Newsletter-Abmeldung muss mehrstufig sein. Darüber hinaus müssen Sie Ihre Mailings so konfugurieren, dass die gewünschte Abmeldung ohne Hürden (kein zusätzliches Login auf der Webseite etc.) und so schnell wie möglich erfolgt, im Idealfall sofort. Fehlt dieser Abmelde-Link oder erfolgt die Abmeldung nicht zeitah, dann könnten Sie sehr schnell Ärger bekommen.

Aber bei einer E-Mail geht es nicht nur um den darin enthaltenen Text! Der Headerbereich der Nachricht enthält eine Fülle von Informationen, die  dabei helfen, dass Ihre E-Mails den Posteingang erreichen und auf die effizienteste Weise im E-Mail-Client angezeigt werden. Beim List-Unsubscribe handelt es sich um eine Header-Option, die jeder von Mailjet versendeten Marketing-E-Mail automatisch enthalten ist. Wird diese Funktion vom E-Mail-Client des Empfängers unterstützt, wird für die völlig mühelose Abmeldung von einer Mailing-Liste eine Schaltfläche angezeigt.

 

List-Unsubscribe wird von mehreren E-Mail-Clients unterstützt

Die führenden Postfachanbieter unterstützen das List-Unsubscribe, indem sie ihren Benutzern die Möglichkeit anbieten, sich mit nur einem Mausklick von den E-Mails abmelden zu können, ohne die Nachricht und den darin enthaltenen Link für die Abmeldung lesen zu müssen. Microsoft Outlook, Yahoo und Gmail sind dem List-Unsubscribe-Club bereits beigetreten.

1-Unsubscribe from Gmail
 

Neben dem grundlegenden Abmeldungsverlauf hat Gmail das Verfahren noch etwas ausgeklügelter gestaltet. Versucht ein Kontakt beispielsweise, eine seriöse Massen-E-Mail als Spam zu melden, erhält dieser die Empfehlung, sich vor der Meldung der E-Mail als Spam von dieser abzumelden.

2-Spam and Unsubscribe
 

E-Mails in iOS 10 werden List-Unsubscribe unterstützen

Die demnächst erscheinende Mail.app in iOS 10 wird im Herbst für iPhone und iPad veröffentlicht. Sie enthält eine wichtige Änderung für alle E-Mail-Vermarkter. Sie verwendet ab sofort den List-Unsubscribe-Header, um festzustellen, ob die E-Mail an eine Liste gesendet wurde und bietet den Abonnenten an, sich problemlos von Ihrer E-Mail-Liste abzumelden.

3-Unsubscribe from ios10
 

Was ändert sich für Sie als Absender der E-Mail? Wenn Sie diesen Blog regelmäßig lesen, wird es für Sie wahrscheinlich kaum Auswirkungen haben, da Sie bestens gerüstet sind und brauchen eine hohe Abmelderate nicht fürchten. Wenn Sie die Best Practices für das E-Mail-Marketing allerdings nicht regelmäßig und aufmerksam mitverfolgen, ist es an der Zeit, Ihre E-Mail-Marketing-Strategie zu überprüfen, um hohe Abmeldungsraten zu vermeiden, wenn die Nutzer iOS 10 massenweise auf ihr iPhone oder Tablet übernehmen. Lesen Sie sich durch unseren Blog oder kostenlose Leitfäden und werden Sie zum E-Mail Experten.

Erzählen Sie uns von ihren Abmeldungs-Horrorgeschichten oder wie Sie die neuesten Änderungen für den Posteingang handhaben möchten, indem Sie mit uns auf @Mailjet_de unter dem Hashtag #mailjetunsubscribe twittern oder besuchen Sie uns auf Facebook.

Newsletter-Abonnenten & Co. mit Social Media aufbauen: So geht’s

Social Media-Netzwerke sind heute fast so etwas wie unser dritter Arm geworden. Wir haben sie sowohl in unser Privat- als auch in unser Berufsleben fest integriert.

Von den meisten sozialen Netzwerken wird das Upselling ihrer Dienstleistungen an Dritte heute als Einnahmequelle angesehen. Tatsache ist: Mehr und mehr Vermarkter erkennen, dass taktische Strategien im Social Media-Bereich sie dabei unterstützen, Leads zu genieren und mehr Kunden für sich zu gewinnen. Als zusätzlicher Kontaktpunkt können die Social Media-Plattformen auch Sie dabei unterstützen, Ihre Marke, Produkte und  Unternehmen bekannter zu machen. Sie stellen außerdem eine wundervolle Möglichkeit dar, Ihre E-Mail-Kontaktliste auf natürliche Weise wachsen zu lassen.

 

Facebook und Twitter, die besten Freunde der B2C-Vermarkter

Die beliebtesten und bekanntesten sozialen Netzwerke, Facebook und Twitter, sind sehr gut dafür geeignet, Aufmerksamkeit zu erregen. Wenn ein Kunde Ihre Marke mag, stehen die Chancen gut, dass diese Person auch Ihre Facebook-Seite mag und/oder dem Twitter-Konto Ihres Unternehmens folgt – vielleicht um die aktuellsten Informationen über das Unternehmen zu erfahren, an sozialen Wettbewerben teilzunehmen oder um exklusive Sonderangebote zu erhalten.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie über Ihre Social Media-Kanäle mit Ihrer Marke interagieren werden, anstatt mit Ihrer Webseite (außer Sie sind Amazon. In diesem Fall vielen Dank für das Lesen dieses Textes. Haben Sie schon mal darüber nachgedacht uns zu nutzen?). Lassen Sie diese mächtigen Plattformen für sich arbeiten, indem Sie deren Potenzial dazu nutzen, Ihre Kontaktliste auf natürliche Weise wachsen zu lassen.

 

Facebook

Beginnen wir mit dem Liebling aller Internetnutzer: Facebook. Leiten Sie Ihre Facebook-Fans einfach zu Ihrer Registrierungsseite weiter. Sie müssen dazu nur eine Handlungsaufforderung (CTA) unter Ihrem Facebook-Banner platzieren. Klicken Sie dafür auf Ihrer Seite auf den Button „Handlungsaufforderung erstellen“ (diese wird Ihnen nur als Seitenadministrator angezeigt). Sie können dann die gewünschte Aktion auswählen („Kontakt“, „Jetzt einkaufen“, „Mehr erfahren“, um nur ein paar zu nennen). Da Sie nur eine CTA unter Ihrem Banner zur Verfügung haben, muss diese entsprechend Ihrer Bedürfnisse ausgewählt werden. Wenn Sie Ihre E-Mail-Kontaktliste erweitern möchten, empfehlen wir die Auswahl der Schaltfläche „Registrieren“.

Sie können dann einfach die URL Ihrer Registrierungsseite einfügen et voilà: Die Besucher Ihrer Facebook-Seite können jetzt mit nur 3 Mausklicks Ihren Newsletter abonnieren.

 

Twitter

Auch Twitter bietet eine großartige Möglichkeit für den Ausbau Ihres E-Mail-Publikums an und zwar mit den Lead Generation Cards, die dem Prinzip der Facebook Ads ähneln. Erstens, weil es sich um eine Bezahloption handelt (während die Facebook-CTAs kostenlos sind). Und zweitens können Sie sich mithilfe unterschiedlicher Präferenzen gezielt an ein bestimmtes Publikum wenden (Geschlecht, Standort, Sprachen…).

Um auf Twitter eine Lead Gen Card zu erstellen, gehen Sie zu ihrem Profilbildsymbol und wählen die Option „Twitter Ads“.

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Erstellen Sie eine neue Kampagne und wählen Sie die Option „Leads auf Twitter“ aus. Sie können jetzt neue Lead Generation Cards definieren und erstellen. Wählen Sie “Publikum und Budget” und erstellen Sie eine einprägsame CTA. Verfassen Sie eine ansprechende Botschaft, fügen Sie ein visuelles Element hinzu (Tweets mit Bildern erzielen bessere Ergebnisse) und wählen Sie je nach Zielsetzung den entsprechenden Link aus. Auch hier gilt: Ist das Ziel das Wachstum Ihrer E-Mail-Kontaktliste, wählen Sie die URL Ihrer Abonnement-Seite.

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Tipps für B2B-Unternehmen

Die oben von uns genannten Optionen für Facebook und Twitter sind für jede Art von Unternehmen anwendbar. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass ein B2C-Publikum hier wesentlich aufgeschlossener sein wird, als ein B2B-Publikum. Das liegt daran, dass es sich bei Facebook und Twitter um soziale Netzwerke handelt, die bevorzugt in seiner Freizeit Anwendung findet. Aber keine Sorge, wir haben auch für B2B-Unternehmen einige Möglichkeiten.

 

LinkedIn und XING

Die Naheliegendsten sind natürlich die bekannten sozialen Netzwerk zur Pflege von Geschäftskontakten: LinkedIn und XING. Es bietet keine einfache Lösung, aber Sie können Ihre Verbindungen dazu nutzen, sich ein Publikum aufzubauen. Sie können Ihr Netzwerk in ein Excel-Format exportieren und persönliche E-Mails versenden, um Ihre Kontakte dazu einzuladen, Ihren Newsletter zu abonnieren. Dies kann allerdings ein sehr langwieriger Prozess sein. Es gibt auch eine einfachere und weniger zeitraubende Methode.

Wenn es sich bei Ihnen um ein Unternehmen handelt und Sie Ihre Sache gut machen, können Sie einfach den Titel eines Experten in Ihrem Bereich für sich beanspruchen. Das bedeutet, dass Ihre Stimme in Ihrer Community Anklang findet. Das wiederum bedeutet (ja, das ist ein langer Gedankengang), dass Sie interessante Inhalte teilen können. Sie sollten daher jedes Mal, wenn Sie Inhalte auf Ihrer LinkedIn-Seite oder auf XING teilen, eine Einladung für das Abonnement Ihrer E-Mails hinzufügen, indem Sie einen Link zu Ihrer Abonnement-Seite integrieren. So können Sie mehr Nutzer auf Ihren Newsletter aufmerksam machen.

 

YouTube

Und um das Ganze professionell zu gestalten, sollten Sie den Benutzern außerdem Videoanleitungen bereitgestellen, damit diese wissen, wie Ihre Produkte und Dienstleistungen anzuwenden sind. Immerhin geben 90 % aller Verbraucher an, dass Produktvideos ihre Entscheidung zum Kauf eines Produkts aktiv beeinflussen. Außerdem sehen sich 75 % aller C-Level-Führungskräfte wöchentlich geschäftsbezogene Videos an. Das ist eine Chance, die Sie nicht verpassen sollten. Jeder liebt Videos – und garantiert auch Ihre Zielgruppe.

Sie können solche Videos dazu einsetzen, Ihre E-Mail-Kontaktliste wachsen zu lassen. Wie? Auch das ist sehr einfach. Häufig und weit verbreitete Kanäle wie YouTube ermöglichen Ihnen das Hinzufügen von Anmerkungen und/oder Karten zu Ihren Videos. Am Ende Ihrer Videoanleitungen können Sie problemlos Links hinzugefügen. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für beide genannten Optionen (Anmerkungen und Karten) im Besitz der Links befinden müssen, die Sie teilen möchten. Diese Informationen können Sie über Ihre Kanaleinstellungen bereitgstellen. Nachdem Sie Ihrem YouTube-Konto Ihre Domain hinzugefügt haben, können Sie Ihren Link integrieren. So einfach ist das. Erstellen Sie unbedingt eine ansprechende Botschaft, damit die Zuschauer davon überzeugt werden, Ihren Newsletter zu abonnieren. Eine Formulierung wie „Möchten Sie mehr über unser Produkt erfahren? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter“ kann nicht schaden.

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Wenn Sie Ihre Kontaktliste wachsen lassen wollen, dann denken Sie bitte daran, die E-Mail Best Practices zu befolgen, indem Sie separate Zielseiten für Abonnements sowie ein Double-Opt -in-Verfahren verwenden. Dadurch stellen Sie sicher, dass Ihre neue Kontakte Ihre E-Mails auch explizit erhalten möchten. Mit dieser Vorgehensweise verbessern Sie zudem Ihre Zustellbarkeit und Sie erfüllen die internationalen Anti-Spam- Gesetze.

Sie kennen jetzt die Grundlagen für das natürliche (was äußerst wichtig ist, da nachhaltig!) Wachstum Ihrer E-Mail-Kontaktliste, indem Sie die beliebtesten sozialen Netzwerke optimal für sich nutzen. Nun sind Sie an der Reihe. Erzählen Sie uns, wie Sie Facebook, Twitter, LinkedIn, XING oder andere soziale Kanäle für das Wachstum Ihrer Liste genutzt haben, indem Sie den Hashtag #SocialEmailing benutzen.

 

So finden Sie Ihre innere Schreibstimme

Es ist Sommer und genießen vielleicht Ihren Jahresurlaub. Vielleicht machen Sie in einem abgelegenen Aschram im südlichen Sri Lanka Yoga und versuchen Ihre Chakren zu öffnen, Ihre innere Kraft zu kanalisieren sowie Ihr Karma zu verbessern. Oder aber Sie sitzen, so wie wir, einfach in Ihrem Büro.

Sollte Zweiteres der Fall sein, dann können Sie diese Zeit wunderbar nutzen und Ihre E-Mail-Marketing-Strategie optimieren. Um die Öffnungsraten zu steigern und die Kundenbindung zu stärken, dafür existieren zahlreiche Möglichkeiten. Eine der effektivsten Maßnahmen, die Sie ergreifen können, ist das Finden und Anwenden der eigenen inneren E-Mail-Stimme.

 

Der Stellenwert Ihrer Schreibstimme

Die Art, wie Sie in Ihren E-Mails mit Ihren Kunden sprechen, macht viel aus. E-Mails bieten einen sehr vorteilhaften Kanal, über den Sie Ihre Geschichte erzählen und damit beginnen können, eine tiefgehende, langfristige Beziehung zu (potenziellen) Kunden und Nutzern aufzubauen. Sie erreichen diese direkt in ihrem Posteingang, einem privaten Ort, zu dem meistens nur einige ausgewählte Personen und eine Handvoll glücklicher Marken Zugang haben, die sich dieses Recht hart erkämpfen mussten (Double-Opt-Ins, gelungene E-Mail Betreffzeilen, Content Marketing …). Dieses Privileg müssen Sie zu schätzen wissen.

Und das tun Sie am besten, indem Sie sicherstellen, dass Ihr E-Mail-Inhalt zu der Beziehung passt, die Sie mit Ihren Kunden aufbauen möchten. Viele Marken versenden nach wie vor die gleichen Massen-Marketing-E-Mails mit einer Standardnachricht wie etwa einer Werbeaktion, ohne sich darum Gedanken zu machen, wie sie die Botschaft vermitteln. Und genau das ist es, was sie falsch machen. Eine E-Mail (wie in Wahrheit jeder andere Text) ist mehr als nur eine Botschaft. Da ist auch die Stimme, mit der Sie sprechen. Und diese Stimme ist ein wertvolles Werkzeug, um zu zeigen, inwiefern Sie sich von anderen Marken unterscheiden, und – im Idealfall – um von Ihren Kunden direkt wiedererkannt zu werden, sobald diese ihren Posteingang öffnen.

Wenn Sie erfolgreich sein möchten, dann brauchen Sie eine eigene Schreibstimme. Zahlreiche Persönlichkeiten und Unternehmen sind vor allem deshalb so bekannt und geschätzt, weil die Menschen ihnen gerne zuhören oder lesen. Sie besitzen eine eigene, besondere Art zu kommunizieren, die in Erinnerung bleibt und wiedererkannt wird.

Indem Sie Ihren E-Mails diese einzigartige, wiedererkennbare Stimme verleihen, können Ihre Öffnungsraten sich bedeutend verbessern. Stellen Sie es sich so vor: Wenn eine Ihrer E-Mails einen Nutzer erreicht, bekommt er dieses vertraute Gefühl, von jemandem zu hören, den er kennt. Wir haben alle ein paar Marken, die wir wegen ihres interessanten, lustigen Stils mögen. Und selbst wenn wir nicht in Kauflaune sind, haben wir dennoch immer Lust, ihre E-Mails zu öffnen. Meine persönlichen Lieblings-E-Mails? Die von Cheerz! Sie ist nicht nur unterhaltsam. Auch spiegelt sie die Persönlichkeit des Unternehmens wieder.

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Wie sieht Ihre Markenpersönlichkeit aus?

Um jetzt diese innere E-Mail-Stimme zu definieren, stellen Sie sich folgende Fragen (oder brainstormen Sie zusammen mit Ihrem Marketing-Team):

  • Wofür steht Ihr Unternehmen?
  • Wozu nutzen Sie Ihre E-Mails?
  • Welche Rolle spielen sie allgemein in Ihrer Marketingstrategie?
  • Haben Sie eine wiedererkennbare Stimme in Ihren anderen Medien (Social Media, Blog oder sogar Website)?
  • Wie passt diese Stimme zu Ihrer E-Mail-Marketing-Strategie?

Sie verstehen, worauf wir hinauswollen, oder? Ihre E-Mail-Stimme sollte Ihren Markencharakter widerspiegeln, damit Ihre Marketingstrategie mehr Wirkung zeigt und Ihre Kunden sich an Sie erinnern. Das muss aber nicht heißen, dass Ihre elektronische Stimme denselben Ton haben muss wie Ihre FAQ-Seite oder genauso heiter sein muss wie Ihre Tweets.

 

Kanalisieren Sie Ihre innere E-Mail-Stimme

Jetzt geht es also darum, Ihre innere E-Mail-Stimme zu nutzen. Sobald Sie Ihre Markenpersönlichkeit definiert haben, fragen Sie sich nach dem Zweck Ihrer E-Mails, um an ihrem Ton zu arbeiten.

Sie können beispielsweise an der Betreffzeile oder dem Untertitel arbeiten. Die Wirkung dieser ist am stärksten, da sie das Erste sind, was Empfänger beim Erhalt Ihrer E-Mails sehen. Schon mit Ihrem eigenen Stil oder einer speziellen Art, Ihre Nachricht einzuleiten, kann Ihre Stimme sich von anderen abheben. Etsy zum Beispiel nutzt stets kurze, inspirierende, aber dennoch simple Betreffzeilen, mit denen die E-Mails leicht wiederzuerkennen sind (Merry & Bright, Pretty Persuasion, Aged to Perfection …).

Betreffzeilen von Etsy
 

Bei Ihrer E-Mail-Stimme geht es aber nicht nur darum, wie Sie Ihren Content schreiben, sondern um noch viel mehr: die Bilder, die Sie auswählen; das Layout; ob Sie Emojis und andere Symbole für die nonverbale Kommunikation nutzen oder nicht…

Wie wissen, dass Sie beim Thema E-Mail-Stimme und Persönlichkeit zunächst an Ihre Marketing-E-Mails denken. Aber vergessen Sie nicht die Transaktions-E-Mails. Aus der Sicht des Empfängers gibt es keinen Unterschied zwischen Marketing- und Transaktions-E-Mails. Alle Nachrichten kommen von ein und derselben Marke; das sollten die E-Mails widerspiegeln. Achten Sie auf Bestellbestätigungen und E-Mails zu Passwörtern und Feedback. Auch diese sollten an Ihrer E-Mail-Stimme wiedererkennbar sein. Sie sind nicht sicher, wie das gehen soll? Mit Tools wie Passport, unserem Drag-and-Drop-Editor, können Sie Transaktions-E-Mails genauso einfach gestalten wie Marketing-E-Mails: eine tolle Möglichkeit, sicherzugehen, dass Ihre E-Mail-Stimme in allen Ihren E-Mails dieselbe ist.

 

Wir hoffen, dass unsere Tipps Ihnen weitergeholfen haben und Sie sie für zukünftige E-Mails nutzen werden. Sobald Sie dies tun, erzählen Sie uns auf Facebook oder Twitter, wie Sie Ihre eigene innere E-Mail-Stimme fanden; Hashtag #MailjetMarketing. Bis dahin, viel Glück bei der Öffnung Ihrer Chakren. Ommmm …

 

 

So automatisieren Sie Ihre E-Mails: Ein Praxisleitfaden

Im digitalen Dialogmarketing lässt sich ein Paradigmenwechsel von kampagnenzentrierter Kommunikation hin zur kundenzentrierter Interaktion feststellen. Kunden erwarten einen authentischen, empathischen Dialog statt pauschalisierender Werbung. Automatisierte E-Mail Kampagnen werden diesem Anspruch gerecht.

Marketing Automatisierung ergänzt Ihr “normales” E-Mail Marketing perfekt und ist für jeden Anlass einsetzbar: Neue Kunden begrüßen, zum Geburtstag gratulieren, individuellen Gutschein zuschicken, Erinnerung den Service zu nutzen (Reaktivierungs-E-Mail) etc. Sie pflegen auf diese Weise Leads, neue Kunden und Bestandskunden gleichermaßen. Damit eignet sich E-Mail Marketing Automation besonders gut für die gezielte Lead- und Kundenpflege.

Automatisierte E-Mails haben den Vorteil, dass Sie mit minimalen Aufwand erstellt werden können. Einmal eingerichtet, erfolgt der Versand automatisiert. Damit ist eine lückenlose Kommunikation möglich, unabhängig vom Urlaub und/oder Krankenstand ihrer Mitarbeiter. Gleichzeitig können sich Unternehmen auf andere Aufgaben wie etwa der Produktoptimierung konzentrieren, müssen sie sich um den Versand von für Kunden relevanter Nachrichten keine Sorgen mehr machen.

Mit Marketing Automation verbessern Sie entscheidende KPI. Durch die größere Relevanz dieser sorgt die Marketing Automation für mehr Conversions. Die individuelle Kundenkommunikation hat dabei stets die Kundenhistorie im Blick. Dank der vorhandenen Kundendaten können Mailings nicht nur Zielgruppen spezifisch, sondern auf jeden einzelnen Kunden angepasst werden.

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen wie erfolgreiche Marketing Automation gelingt. Sie erhalten wichtige Tipps und Beispiele, um Sie bei der Durchführung Ihrer Strategie zur Marketing Automatisierung bestmöglich zu unterstützen.

Sind Sie bereit? Dann kann es losgehen.

 

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1: Was ist E-Mail Automatisierung?

Kapitel 2: Erste Schritte: Pre-Flight-Tipps
2.1. Schritt für Schritt zum Ziel
2.2. Erstellen Sie Szenarien, die jeder Situation gerecht werden
2.3. Kombination der Automatisierung mit anderen Tools
2.4. Seien Sie originell
2.5. Vergessen Sie nicht Ihre Klassiker

Kapitel 3: E-Mail Automatisierung in der Praxis
3.1. Willkommens-E-Mails
3.2. Abgebrochene Warenkörbe
3.3. Geburtstags-E-Mails
3.4. Feedback E-Mails
3.5. Wiedergewinnen inaktiver Kunden

Blick in den Guide

Datenschutzabkommen zwischen EU und USA – ein Update

Die Ungültigkeitserklärung des Safe Harbor Abkommens am 6. Oktober 2015 durch den EuGH hat bei vielen Unternehmen große Unsicherheit ausgelöst. Dürfen europäische Unternehmen weiterhin auf US-amerikanische Dienste zurückgreifen? Wie sieht es mit der Erhebung, Speicherung und Verarbeitung von Kundendaten aus? Drohen uns Abmahnungen? Klar war lediglich, dass mit dem Ende von Safe Harbor die Unternehmen fortan selbst dafür verantwortlich sind, eine sichere, rechtskonforme Datenübertragung zu gewährleisten. Auch der Bereich des E-Mail-Marketings war von dieser Entscheidung betroffen. Dass zeitnah ein Nachfolge-Abkommen kommen muss, war allen Beteiligten klar. Zu wichtig ist mittlerweile die Digitale Industrie, zu viele Arbeitsplätze hängen davon ab. Ankündigungen über neue Gespräche folgten dementsprechend bald. Seitdem ist einiges passiert.

 

Privacy Shield – das Ringen um den Safe Harbor Nachfolger

Im Februar 2016 wurde bekannt, dass sich die Europäische Union und die USA auf ein neues Abkommen einigen konnten. Dieses Abkommen, mit dem Namen Privacy Shield, wurde anschließend zur Überprüfung von der Artikel-29-Datenschutzgruppe, das unabhängige Beratungsgremium der Europäischen Kommission zu Datenschutzfragen, untersucht. Nach zwei Monaten intensiver Evaluierung veröffentlichte diese Arbeitsgruppe ihr Statement.  

 

 

Sie bestätigten im Wesentlichen die angekündigten Verbesserungen gegenüber Safe Harbor, merken aber an, dass an einigen Stellen noch offene Fragen bestünden, die es noch zu beantworten bzw. nachzubessern gilt. Einige dieser Fragen betreffen die Komplexität der Vereinbarung sowie das Fehlen von geeigneten Schutzmaßnahmen gegenüber der Massendatensammlung durch US-Überwachungsprogramme. Zwar sicherte die US-Regierung im Vorfeld zu, dass ein Datenzugriff von Behörden nur in engen Grenzen erfolgen werde, doch diese Zusicherung reichen nach Meinung der Datenschutzgruppe nicht aus. Auch kritisiert das Gremium die Schwierigkeit für EU-Bürger, Einspruch gegen die Datenverarbeitungspraxis einzelner US-Unternehmen zu erheben. Sie fordern, EU-Bürgern die gleichen Rechte wie US-Bürgern einzuräumen.

Nach einigen Anpassungen am Abkommensentwurf beschloss die Europäische Kommission am 12. Juli 2016, dass die enthaltenen Vorgaben dem Datenschutzniveau der Europäischen Union nun entspräche und dieses angewendet werden kann. Mit dieser Entscheidung ersetzt Privacy Shield offiziell Safe Harbor. In der offiziellen Erklärung der Europäischen Kommission heißt es, dass dieser neue Rahmen die Grundrechte der EU-Bürger in Bezug auf die Datenübertragung in die USA ausreichend schütze. Damit unterscheidet sich Privacy Shield grundlegend vom Vorgänger. Es nähme die datenverarbeitenden Unternehmen stärker in die Pflicht und stelle sicher, dass die erarbeiteten Vorschläge tatsächlich eingehalten werden. Durch stärkere Beschränkungen soll eine willkürliche Massenüberwachung von EU-Bürgern durch US-Behörden fortan ausgeschlossen sein. Gleichzeitig soll Unternehmen die Rechtssicherheit gegeben werden, persönliche Daten von EU-Bürgern in die USA zu übertragen.

Nichtsdestotrotz will die Artikel-29-Datenschutzgruppe eine abschließende Beurteilung des Abkommens nach der Verabschiedung der neuen Datenschutzgesetze im Jahr 2018 treffen, mit der Begründung, dass Privacy Shield auch den neueren Anforderungen genügen muss, was zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht klar sein könne.

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Wie geht es weiter?

Mit der Ratifizierung stehen Unternehmen nun drei Möglichkeiten für den transatlantischen Datenverkehr zur Verfügung:

(1) Standard Contractual Clauses
(2) Binding Corporate Rules
(3) Privacy Shield

Doch welche Methode ist wann die bevorzugte Variante? Nicht-EU-Unternehmen, vor allem US-Unternehmen, integrieren bereits Datenschutzbestimmungen im Sinne von Option (1) und (2) in ihre Verträge. Um diese Verfahren jedoch rechtssicher nutzen zu können, sind US-Unternehmen angehalten, die gleichen Datenschutzstandards wie EU-Unternehmen anzuwenden. Das gilt sowohl für Verträge mit anderen Unternehmen als auch mit Kunden, die die Dienste nutzen möchten. Allerdings werden diese beiden Verfahren nicht immer auf die gleiche Art und Weise angewendet. In der Praxis haben die Kunden nicht immer das gleiche Maß an Sicherheit, wenn sie die Dienste von Nicht-EU-Unternehmen nutzen. Ihnen wird daher geraten, die jeweiligen Datenschutzvereinbarungen genau zu prüfen, um deren Sicherheitsniveau zu bestimmen.

Trotz der verschiedenen Möglichkeiten ist auf beiden Seiten des Atlantiks das erklärte Ziel, Privacy Shield als Best Practise zu etablieren. Nach Verständnis der EU und der US-Regierung ist es das beste Verfahren, um Datenübertragungen zu regulieren. Dennoch herrscht nach wie vor Skepsis in Bezug auf den ausreichenden Schutz der persönlichen Daten. Diese Skepsis zu dezimieren, wird eine der wichtigsten Aufgaben in den kommenden Monaten sein.  

US-Unternehmen sind seit 1. August 2016 in der Lage, Ihre Datenschutzstandards mittels Privacy Shield zu akkreditieren. Für EU-Unternehmen steht diese Möglichkeit bislang noch nicht bereit. Bevor auch sie das neue Abkommen anwenden können, müssen die EU-Mitgliedsländer dieses in ihr eigenes Recht übertragen. Dazu haben dsie bis 6. Mai 2018 Zeit. Bis dahin stehen EU-Unternehmen lediglich Option (1) und (2) zur Verfügung.

 

Ihre Vorteile als Mailjet Kunde

Wenn Sie Mailjet als E-Mail-Marketing-Provider nutzen, müssen Sie sich um all das keine Sorgen machen. Nicht nur halten wir uns strikt an die Datenschutzrichtlinie 95/46/EG. Auch befinden sich alle unsere Server in Europa. Das heißt konkret, dass keine Ihrer bei Mailjet hinterlegten Daten den europäischen Kontent verlassen. Sie können die weitere Entwicklung des Privacy Shield Abkommens in Ruhe verfolgen und müssen sich um Ihre Daten oder mögliche Abmahnungen aufgrund nicht rechtskonformer Datenübertragung keine Sorgen machen.

 

Sie haben Fragen zum Thema Privacy Shield? Kontaktieren Sie uns und diskutieren Sie mit uns auf Facebook.